Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 29 (21.7.1848)
- Date
- 1848-07-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der r»r Wahrung der Interessen des orthodoxen Iudenthurns. Redaeteur: vr. En och, Direktor und Oberlehrer zu Altona. 4. Jahrgang. 21. Juli 1848. 1 Altona. I »s». Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal, Freitags, ein Bogen. Das Abonnement aus ein Jahr ist 5// Ct. (2 Thlr. pr.. 3Fl. 3NXr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und ZeitungS-Erpeertionen. Inhalt. Entgegnung. Bon PH. Spitzer. Die angebrochene, wichtige, inhaltsreiche Zeit, die in Sturmschritten durch ganz Europa sich bewegende Freiheit, hat vorzüglich in die Herzen mancher Nichtieraeliken sich mächtig widerstrebende Gefühle hervorgebracht, die sich theiis durch Ausbrüche der Roheit, rheils aber nur durch Wort und Schrift äußerten. — Einen jener böswilligen Aufsätze zu widerlegen, ist der eigentliche Zweck dieser Zeilen. Wenn auch nicht zu erwarten stehet, daß dem Verfasser jenes Aufsatzes diese Widerlegung vor Augen kömmt, — allein mein Augenmerk ist auf das Judenrhum gerichtet, mein Streben ist in und für dasselbe, und wer weiß, ob nicht manche jüdische Leser jenes Aufsatzes Wahrheit zu lesen glaubten, und von einer gewissen Empfindung, die ihr inneres Gemüth beschlich, ergriffen waren. Diesen meinen Religionsgenossen ger Zeitung Nr. 50 (gleich nach dem Schluffe des letzten Reichstag zu Presbnrg) mit der Überschrift? „Ein ernstes Wort an die Gesetzgebung", von einem evangelischen Geistlichen. — Im Eingänge >p,,chr der anonyme Verfasser vom ernsten und redlichen Willen zu nützen. Dieser redliche Wille, saar er, soll ohne Widerstreben ausgenommen, und zn einem wirk, werden. Jedoch eine nur oberflächliche Analyse der. der Oeffentlichkeit übergebenen Worte des geistlichen Herrn, wird leicht die ihnen enthaltene Nichrredlichkeir sowol, als auch das in ihnen vorwa tende Schädliche unverhüllt und in feiner Nacktheit darstellen. In seiner Redlichkeit und ernstem Witten zu nützen, sage der Herr Verfasser, „er will seine Ansicht den bereits geschiedenen Ständen folgen lassen über die von so Vielen Seiten gefürchtete, und wie er den Gegnern gerne zugiebt, keckgeforderte, und aus falsch verstandener Humanitär verheißene Emancipation der Juden. Um mich des geistlichen Herrn eigene Worre zu bedienen, sage ich, wir glauben nicht, daß irgend ein denkendes Wesen mit uns nicht einverstanden sein werde, daß in seinen Worten weder ernster noch redlicher Wille zu nützen liege. Keck gefordert, sagt er, wahrlich, dies kann weder ernst noch redlich gemeint sein! Denn wer hat keck gefordert? Seid Ihr es, hochherzige Stände, und hohe Magnaten, die Ihr (ich