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Der treue Zionswächter · 1848-07-04 · 27 (4.7.1848) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
27 (4.7.1848)
Date
1848-07-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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<-4H 21« GGv hervorgeht, welche wir in gewissen, übereinstimmenden und unwillkürlich wiedcrkehrenden Acußerüngen ihrer Glieder wahrnehmen. Das, was die Nationalität begründet, ist die gleiche Abstammung und Sprache der in verschiedenen Erdgegenden wohnenden Menschen; durch gleiche Abstammung und Sprache unterschiedenen Thcil der crdbewohnenden Menschheit. Die Mutter aller Nationalitäten aber ist eben die Menschheit, die Nationalität nur der besondere Ausdruck eines Gliedes dieser Allmutker. Wie nun aber Abstammung und Sprache so große Verschiedenheiten begründen, kann schon auS folgenden Andeutungen einleuchren. Die Abstammung und der freie Verkehr der Menschen unter einander ist es, wodurch in Verbindung mir besonder« Klimaren und Erdtheilen, in welchen die anwachr lende Menschenmenge sich verbreitete eine besondere Bildung sowohl den geistigen Beschaffenheiten, als selbst den körperlichen Formen, vorzüglich begünstigt wird. Letztere tritt als Allgemeines der Familienähnlichkeiten einer Nation, z. D. in den Nationalphysiognvmien sichtbar hervor und wird durch stetes Anschauen des Uebereinstimmenden und Verwandtes befördert. Diese Besonderheit der Bildung steht dann wieder mit einem besonder» Verhältnisse der Menschen zur Namr mir besondern Neigungen, herrschenden Temperamenten u. s. w. in Verbindung. Vorzüglich wichtig aber ist der Einfluß auf die Sprachorgane, ohne deren Verschiedenheit unter den Menschen verschiedenartige Sprachen nicht möglich sein würden» Dessenungeachtet aber wäre es khöricht, die Verschiedenheit der Sprachen bloß von dem Aeußern und nicht auch vorzüglich von der unter Raum- und Zeitverschiedenheiten sich entwickelnden Eigemhümlichkeit des innebn Zusammenlebens Aller durch Abstammung und gemeinsamen Aufenthalt vereinigten Menschen ableiten zu wollen. Denn wie das Innere und Aeußere überall in Wechselwirkung steht, so muß ebenso, wol die gemeinsame und verschiedene Bildung der Sprachorgane auf Denk- und Gefühlsweiseauf Cul, rurstufe und Bildung einen unverkennbaren Einfluß äußern. Die Sprache ist es also vorzüglich, welche die Glieder einer Nation verbindet und sie von andern Nationen unterscheidet; denn durch Verbindung ger wisser Worte mit Begriffen, ferner durch eigemhümr iche Wortbildungen und Wortverbindungen, sowie durch die gangbaren Sprüche und Redensarten eines Volkes wird eine bestimmte Denk- und Gefühlsweise zur Norm erheben. Zn der Sprache wird das Edelste mitgktheilt. und wie Wissenschaft, Dichtkunst, Handel und Privatleben sich ihre eigene Sprache bilden, je nach der verschiedenen Begriffs- und Anschauungsweise, so bestimmt auch wieder die Sprache bas Denken und Dichten des Gelehrten, des Dichters, des Geschäftsmannes auf verschiedene Weise und meistens unwillkürlich. Allgemein ist dies auch in unserer Zeit in dem Satze ausgesprochen worden: Die Sprache ist Nationqleigenthum und Nationalheiligthum eines Volr kes, und dasjenige, was alle Glieder desselben auf dos Innigste verbindet. Hier muß jedoch bemerkt werden, daß die Begriffe des Volkes und der Nation oft verwechselt werden. Wenn man unter Volk nicht überhaupt eine unbestimmte Mrnschenmasse oder eine Vcreinigung-mehrerer Familien versteht, welche in einem gewissen Landstriche verbunden lebt, so fällt auch der Begriff des Volkes mit dem der Nation keineswegs zusammen; denn nicht immer besieht ein Volk aus einer Natron, so wie nicht immer eine Nation ein Volk bildet. Der Begriff des Volkes im engeren Sinne nämlich deutet auf einen Staat hin, welcher ebensowvl mehrere Nationen begreifen kann, wie eine Nation mehrere Völker umfaßt. Das günstigste Geschick ist einer Nation dann zu Theil geworden, wenn (Fortsetzung folgt.) Der Staat in feinem Verhältnisse zur Kirche und den hieraus folgenden Consequenzen für die Synagoge. Von Zosephsohn. (Beschluß.) Neben den Presbyterien und Synoden fordern wir aber unbedingt, so weit als thunlich, auch das Fortbestehen etwa schon vorhandenen Consistorien oder ähnlicher geistlicher Behörden, selbst auf die Gefahr

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