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Der treue Zionswächter · 1848-06-27 · 26 (27.6.1848) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
26 (27.6.1848)
Date
1848-06-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
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scber Zorn zu sürchken, und seine Lehre wegen der Tyrannen Angst zurückzuhalren. Murhig und kühn das Wahre zu lehren, ist jetzt die Ausgabe des Zudem rhums. Hin ist die Zeit, wo die Völker zu ihrer eignen Schmach Göttliches mir Menschlichem vermengten, und um die Mensche» zu knechten, den Schein der Fanatismus oder Betrug vermochte die Grenzen derselben zu verrücken, und die Getrennten zu vereinigen. Durch diese trügerische Vereinigung wurde keines- Staat stand zwar im Dienste der Kirche, die Kirche aber auch im Dienste des Staates — mnnu8 mannm lavrrt. — Hin ist nun dieser zwiefache Zrrthum (um gclind zu sein), verschwunden ist der Wahn; es verlangt der Mensch nicht ferner diese doppelte Uebcrwachung, und er trennte daher, was fälschlich vereint wurde. Freuen wir uns mir dieser hohen Entwickelung . die unsere Zeit errungen har, und wenn auch hier und da noch ein zerstörender Wahn ganze Völker befangen hält, und viele unsere Brüder die ganze Schwere desselben erdulden müssen, können wir Juden dennoch diese Zeit als eine heilsame bezeichnen. Sie zeigt uns, daß die Wahrheit Siegerin ist, und wenn sie auch nicht schnell mit Dampfeskraft ihr Recht ercrneuerter Kraft unternimmt sie daher den Kampf gegen die Legion ihrer Feinde — Lug, Betrug, Selbsttäuschung , Fanatismus, Wahn u. s. w. — Heil Dir, Israel, Du hast nun Dein Dir lang entzogenes Recht erlangt. erlangt zu einer Zeit, wo Deine fanatischen Gegner Dir es für immer zu entziehen dachten; benutze dasselbe, und zeige, wie Du als Gottes Diener die Rechte der Menschen zu fördern vermagst. Deine Feinde selbst werden dadurch das Dir lange zugcfügre Unrecht anerkennen müssen, und Deinen fernen Brüdern, die noch heute unter dem Drucke des Fanatismus schmachten, wirst Du so ein siegreicher Helfer sein. Bevor wir schließen, scheint es uns angemessen, hier mit einigen Worten die zukünftige Stellung Israels zu erwähnen. Zwar ist dieses eine unnütze und für die Gegenwart des Zudenthums zwecklose Darstellung; denn wer möchte das Zukünftige vorher bestimmen, oder die Gegenwart sogar nach die'em ordnen wollen; vielmehr soll die Zukunft durch das Leben in der Gegenwart vorbreiter werden, und die Bestimmung Offen und murhig bekennen wir, daß wir die künftige Einheit Zsrael's als Volk erwarren. Wir gestehen aber auch, daß wir das Wie und das Wann dieser Einheit nicht zu bestimmen wissen, ja kaum irgend wie verenthalten sind- Israel war bestimmt ein heiliges Volk zu sein. Durch das sündhafte Leben der Juden in Palästina wurde denselben ihre Bestimmung als Volk, welches als etwas Bevorzugtes zugleich als und zerstreuet unter allen Völkern ist nun Israel. Wenn nun auch diese Einheit somit aufgehörr hat ', so kann die. göttliche Bestimmung, welche nicht auf eine kurze Dauer gegeben wurde, ganz aufgehoben sein. Sie hörte zur Zeit auf, als sich das Volk dieses Berufes nicht würdig zeigte, wird aber norhwendig wieder eintreten müssen, wenn die Allmacht einst die Zerstreuten würdigen wird, daß sie sein Volk von Neuem werden

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