Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 23 (6.6.1848)
- Date
- 1848-06-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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vater überraschend erscheinen, als er bis dahin einzig und allein der GorteSidce lebte, nie an Selbstständigeiligst entfuhren ihm die Worte rnLi'b '2 v?b So sehr nun auch die menschliche Schwache eine solche Frage unschuldbar finden mag, so war sie nicht destoiveniger eine sündhafte Aeußerung für den Gottermann. Der Glaube an Gott muß zugleich die sicherste Bürg? schaft für alle seine Verheißungen sein. Schnell ward nun der, dem Barer schon zugedachre Besitz weggenommen und den Kindern als ein erst zu erwerbendes Erde versprochen. Die Verheißung obn s^b? ob ^!-oo!> oocH erhielt nun seine Erläuterung in den Worten Ziel zu erreichen. Eine große Erfahrung zu erwerben, und sich durch viele Prüfungen seiner erhabenen Stellung würdig zu machen, war die Aufgabe des, für seinen erhabenen Beruf sich verbreitenden Geschlechts. Ohne Besitz, ja ohne sicheres Eigenrhum mußten nun unsere Erzväter von einer Stätte zur andern ziehen. len Mutter, muß als Knecht dienen, und was er hier durch anstrengenden Dienst erwirbt, muß er auf listige Weise vor dem gewinnsüchtigen Schwiegervater und vor dem neidischen Bruder schützen. Mißgunst zwischen seinen Söhnen, nöthigte ihn endlich, noch im hohen Alter das Land seiner Väter zu verlassen und den Rest seiner Tage in einem Lande zu verleben, das er nicht einmal für seine Grabstätte würdig hielt. Dieser veränderte Wohnpiatz veränderte auch die Lebensweise unserer Vätrr, aus einem Nomadenstamme wurde anfangs zwar mit Beibehaltung ihrer früheren Beschäftigung ein selbstständiges, begütertes Volk, bald aber ein unselbstständiges. Theucr erkauft war dieser Wechsel. Die Nachkömmlinge eines freien Hirrenstammcs wur, den durch tyrannische Willkür ein sklavisches Volk, daö im starken Frohndienste den Launen einer strengen Despotie auSgesetzr war. Vierhundert Jahre lang mußte daS zum Träger der Gotleöidee auserkorne Volk unter der Zuchtruthe seiner Dränger schmachten, nirgends bot sich Hülse, Trost, Erleichterung von seinen Qualen dar, jeder neue Tag häufte das Granen des vorigen, und zu den unzähligen Martern gesellre der Würherich, Gram und Kummer, jedes neu geborene Kind soll in den Fluß gestürzt werden, war der grausame Befehl des Aegyvrischen Herrschers. — Mitren in diesem starken Bedrängniß aber lebte in Israel das Gorresbewußtsein, der Vater Lehre war nicht gewichen von den harr bedrängten Söhnen. die äußere Unterdrückung und die schmachvolle Knechtschaft Freiheit befreietsie auch von ihrem Joche bin r'jch 27', '23 ob. (Fortsetzung folgt.) M i S e e l l e. Den Juden war daS Interesse für's Vaterland immer heilig. Wir haben vielfache Beweise, ive ihnen der Wohlstand der Nationen. in deren Mitte sie lebten, am Herzen lag, und mit edler A'Nopserung gaben sie sich hin, wenn es die Ehre und das Wohl des Vaterlandes galr, obwohl sie mir ihren Milbürgcrn noch nicht gleiche Rechte theilren. — Als im Jahre 1757 Friedrich ll. die Hauptstadt Döhmen's belagerte, waren die Einwohner in großer Noch. D e Commandanr zum Capiruliren bereit, als ein Bore des berühmten Rabbinen b''7zb!> '"i zu ihm kam mir der dringenden Bitte, doch nur noch LI Stunden zu warten. Der Commandanr willigte ein; allein die Zeit war verstrichen, und noch war keine Hoffnung zur Befreiung da. Nochmals schickte der Rabbiner hin und bar dringend, noch einige Zeit zu wairen; auch dazu ließ sich der Commandanr bewegen, und welch frohes Erstaunen empfand er, als «hm nach Ablauf der bestimmten Zeit ein Brief von einem Juden überbracht wurde, der die Nachricht enthielt, daß ern ösireichisches Heer gegen Friedrich U. im )lnzug wäre, und daß Prag bald von seiner Noch befreit werden sehr guter Schwimmer war, gebeten, daß er sich bemühen sollte, Nachrichten über das Anziehen e'neS Heeres einzuziehen. Dieser schwamm durch das Wasser und gelangte glücklich ans Seitenwcgen aus der