Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 17 (26.4.1848)
- Date
- 1848-04-26
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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man sich fühlen, wenn alle die Vorstellungen, welche bei der jetzigen (cvnstitutionellen) Regierung gemacht worden, fruchtlos und unberücksichtigt geblieben sind. 7"^ Dieses alles warum? Weil wir an dem Einig- Einzige» Gotte und seinen heiligen Gesetzen unerschütterlich und unermüdlich festhalten? Weil wir Juden sind und bleiben wollen? Weil wir nur verlangen, was jeder Mensch fordern darf und kann?- GA"Höre Israel, Gott der Herr ist einzig" heißt es, aber ich mochte sagen: Höre Israel, Deine Qualen, Deine Leiden sind einzig, so wie Er einzig, so stehest Du in der Geschichte seit Jahrtausenden einzig da, einzig als unvergängliches Volk, seit der Schöpfung, bis auf den heutigen Tag, einzig als große Nation, die immer hervorragende Männer in die Welt gesendet, um Licht zu verbreiten, Freiheit zu erringen, Frieden zu verschaffen; einzig in deiner Geduld, Ausdauer und Beharrlichkeit, trotz Wogen und Wellen die über Dich stürzten und verschlingen droheten. In einer Zeit, wo alle geistigen Bestrebungen auf einen vollständigen Umsturz des bis jetzt Bestehenden Hinweisen; in einer Zeit, wenn nicht alle Zeichen täuschen, dies erst der kleinere Theil der Veränderungen, welche das Jahr 1848 hcrbeizuführen bestimmt ist; in einer Zeit wo alles wirklich dem Untergange drohet, und ein allgemeiner Generalsturz bevorstehet; in einer Zeit, wo jene drei Säulen der Welt: läberte, L§atitv und krsternitv so allgemein geworden, daß Jeder sie im Munde führt, im Herzen fühlt, in der Brust empfindet, — jetzt sollen uns noch die Ketten und Lasten nicht genommen werden, die man uns seit Jahrtausenden aufgelegt hat? Jetzt sollen nur noch wir allein uns zu beklagen haben? wc's K vnh,! L...L k. 8. Bemerkenswerth ist es nur, daß unter der Deputation, welche die Polen nach Wien geschickt, sich auch drei Juden befinden, nämlich Meisel, Rabbiner zu Krakau, Kczepeki und Joseph Öttinger, De. üleek. Ob dieses etwas fruchten wird, das bleibt der Zukunft anheim. Sehr günstige Resultate kann man jetzt nicht erwarten. Es dürften erst die Unruhen in Mailand, Ungarn und Böhmen ein Ende nehmen. Bemerkung. Des Festes wegen erscheint der ivb:? i't -rmc erst in der nächsten Woche. Briefwechsel. .v-' »:r> Schreiben vom 20sten nebst Inhalt dankend erhalten; dem Wunsche sofort genügt. Durch die Zeitverhältnisse gcnöthigt, bin ich gesonnen, den einen Theil in etwas veränderter Form. doch dem ursprünglichen Hauptzwecke durchaus entsprechend, zu verwenden. Da aber erklärt, wie selbst zu solcher Modifikation, zuvörderst Ihre Zustimmung nöthig, so erbitte ich mir in dieser Beziehung umgehend, gänzlich freie Hand, um nach beßtem Wissen urt> Gewissen handeln zn können. — S. A. Ich habe nur daran zu erinnern, daß der seel. N. für sich und im Namen seines L'r« '2? damals jenes Institut aufs Entschiedenste förderte und dafür strebte. Wie ersprießlich selbiges später in seinem Lande sich erwies, wie cs dort eine wahre Stütze der '-wft ward, werden auch Sie hoffentlich wissen. Mögen die Verhältnisse jetzt bei Ihnen das Gegentheil erfordern, so berechtigt dies höchstens zu einer Wahrnehmung, die wir hier weiter nicht erörtern können: jedenfalls sehen Sie Verlag: Herold'sche Buchhandlung in Hamburg. Druck: Gebrüder Bonn in Altona.