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Der treue Zionswächter · 1848-04-26 · 17 (26.4.1848) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
17 (26.4.1848)
Date
1848-04-26
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Indenthnms. Verantwortlicher Re-actenr: vr. Gnoch, Dircctor und Oberlehrer zu Altona. 4. Jahrgang. Altona, de» SV. April 1848. II. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal. Dienstags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 A Ct. (2 Thlr. pr.,3Fl. 30Tr.) Man abonnirt bet allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeitungs-Erpcdmonen. Inhalt. Leitende Artikel: Gesetz und Freiheit Von G. L. — Gerechtigkeit lehrt uns die große Schule der neuesten Zeitereignisse. Von I. Löwenstein, Bezirksrabbiner. — Geselligkeitstrieb. Von David Leopold Straffer. — Zeitungsnachrichten aus: Bayern, Galizien. — Bemerkung. — Briefwechsel. Gesetz und Freiheit. Von G. L. Freue Dich juble m t mir, mein Israel! Theile es mir mir, daS Schlagen Meine- Herzen-, da- Beben meiner Pulse, den Frieden meiner Brust, denn ich bin glücklich! O, sieh, ich, der Träumer, der Schwärmer, der stets Unzufriedene, ich vermag den Druck meiner heißen innigen beseeligenden Empfindun« gen nur in die herrlich stolzen Worte einzukleiden: „ich bin glücklich! Glücklich aus vollster Seele, denn ich habe meinen Gott, ich habe meine Religion, habe meine Freiheit wiedergefunden! Nur Du, mein Israel , der Du ja so oft Zeuge der bittersten ZweifelSthräne gewesen, nur Du wirst mein heiliges Entzücken fühlen, wirst eS fassen können! Nein, Du kannst nicht mit einstimmen in da- Gespötts jener kalten gefühllosen Alltagsmenschen, die gemach jedes höhere innige Gefühl bewitzeln und belächeln, die getrost und priviligirt jede tiefere religiöse Betrachtung verhöhnen zu können glauben, weil sie zur Fahne eines Götzen geschworen, der fein allmächtiges Banner i» die Herzen so vieler, vieler Brüder gepflanzt, und nun mit allgewaltiger Herrschaft jedem seiner Bekenner bei den geringsten Herzensempfindungen seinen Namen „Ungebundenheit" entgegendonnerr. Nein, Du wirst mich ganz erkennen, wirst nicht mit jenen, meine Gefühle Ueberspannung, meine Decheurungen Schwärme rei nennen können, weil Dein gures, aufrichtige?, treues Herz nicht jenem Weltgätzen fröhnr, unter dessen gewichtigem Schleier, sich bei allerdings vielen Großen und Erhabenen, aber auch Heimtücke und Borheir, Neuerungssuchk und Heuchelei so gemächlich sich verbergen! Nur Du, daS fühle ich tief und innig, wirst mit mir in mein tägliches Dankgeber an den Allgütigen mit einstimmen! Hab Dank, großer himmlischer Vater, der Du un- Deine Oesetze gegeben, der Du um des Himmels Feld unseres Iudenrhums den heiligen Zaun Deiner Gebote gepflanzt! Dank für Gesetze, Dank für religiöse Gebote in unserem Zeirgeiste?? — Dem Herzen und hauptsächlich der jugendlich lebendigen Phantasie ist ja eingeimpft daS Gefühl für Freiheit des Geistes, für Freiheit der Begriffe. Als wäre eS ein Schah, den wir verlieren, den man uns gewaltsam rauben könne, legte der Vater diesen Schatz in unser Dlur, in das

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