Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 16 (17.4.1848)
- Date
- 1848-04-17
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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lenke den Willen der Völker zur Anerkennung des guten Willens der Fürsten. Laß' doch besonders uns Badner keinen Augenblick vergessen, wie unser Regent zum Heile und Frommen seines Volkes so bereitwillig die Hand bietet; wie er und seine Rathgeber unermüdlich für das Wohl der Bürger arbeiten! O! segne sie dafür mir der Fülle Deines Wohlwollens, mit der Menge Deiner Gnade. Segne, o Herr der Welt! unser schönes deutsches Vaterland, daß darin wieder Herrlichkeit und Eintracht wohne; daß Huld und Treue sich wieder begegnen; daß Heil und Frieden sich wieder küssen; daß Treu' sprosse aus der Erde und Heil vom Himmel herabschaue. Wehre ab, wehre ab. o Vater! den drohenden Stürmen des Kriegs. O verschone uns mit den Schrecknissen und Verwüstungen, welche ein Krieg mit sich führen würde! — Ach! kaum erholen wir uns ja von den Leiden der Tbeurung, mit welcher Du unS kürzlich heimgesucht; wie könnten wir schon wieder die noch größer» Leiden eines Krieges ausdauern? O bedenke doch. Unbarmherziger, daß nur Staub und Asche wir sind; daß wir Weibgebornen in der vollen Anwendung Deines Strafgerichtes nicht bestehen könnten. Sollte aber Deine nnerforschliche Weisheit es anders beschlossen haben; willst Du, daß die Rechte der Fürsten und Völker mit dem Schwerte erfochten. werden : o so rüste uns aus mit Muth und Kraft gegen die Feinde des Vaterlandes. Stärke Alle, welche berufen sind, das Vaterland zu vcrtheidigen, mit dein Ausflusse Deiner Allmacht, und stehe ihnen bei auf dem Felde der Ehre, daß sie siegen ohne Grausamkeit; daß sie das Vaterland retten, ohne Dir Allvater, mißfällig zu werden. Stärke aber auch, himmlischer Vater, unfern Willen, daß wir nicht gegen Dich murren in allen Prüfungen, welche Deine Allweisheit über uns verhängt. Las' uns stets erkennen, daß bei Dir Gnade ist und der Erlösung viel; daß Du verwundest und wieder heilen; daß Du schlägst und wieder verbindest; daß Du nur demüthigen willst die Menschenkinder, daß Du nur ihr Heil zu befördern trachtest, wenn auch Deine Wege uns unerforschlich sind. So leite uns nun. Allgütiger, in Deiner Wahrheit, damit wir Deiner Gnade würdig seien. Lehre uns den Weg der Dcmuth und der Sündenscheu, damit wir sicher wandeln und mir Zuversicht Deiner Hülfe harren können. Ja! Deine Hülfe ist nahe; auf Dich vertrauen wir. Du bist Herr unserer Stärke , Fels unserer Zuflucht, Schild unsers Heils. Amen! — Italien. Mailand, den 1. April. Unser officielleS Blatt: 22 Uaero, enthielt gestern folgende Bestimmungen : «Die Israeliten sind in dem vollen Besitz aller bürgerlichen und politischen Rechte eingesetzt. Bemerkung. Die nächste No. des Zions - Wächters erscheint des wr Lc j'-mb wegen erst am Mittwochen, den 25. April. Briefwechsel. A. W. in G. Ich habe sie fast ganz gegeben, da Skizzen nur einen höchst unvollkommenen Ausdruck des Gesagten ge« boten hätte. Verlag -- Herol d'sche Buchhandlung in Hamburg. Druck: Gebrüder Bonn in Altona.