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Der treue Zionswächter · 1848-04-04 · 14 (4.4.1848) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
14 (4.4.1848)
Date
1848-04-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Freiheit, schließet Euch im Vvllbewußtsein der Euch innewohnenden Ucberzeugung innig den Regierungen und Völkern an, die fernerhin auf Euch bisher bestehende Beschränkungen nicht zugeben werden; derer handelt treuen Söhne der Religion eben so rreu dem fte-cn Vaterlande seien. Der Beruf des dLabbmerr. Ans opern p05it!»uma des scl. Nabb. A. Rabl in Lundenberg. sagte Hiob, ein Feldzna, ein Kampsplatz ist das Leben des Menschen ans Erden. Der Mensch har hienieden einen dreifachen Kampf zu dettehcn, dreierlei Feinde umgeben ihn. und es ist unsere Lebensaufgabe, unser von Gorr uns Angewiesener Beruf, mir diesen Feinden und Gefahren, die unsere zu ringen und sie zu besiegen, beschwichtigen und unschädlich zu machen durch die Waffen unserer himmlischen Religion. Wrr sind in stetem Kampfe befangen; Erstens mir Widerwärtigkeiten und Unglückssturmen; Zweitens, mir uns selbst und drittens, mit unsern Nebenmenschen. Um diesen dreifachen Kampf glücklich zu bestehen, und daraus als Sieger hervorzugehen, müssen wir uns dreierlei Tugenden aneignen: Vertrauen auf Gott, Selbstbeherrschung und bescheidenes Wohlwollen, und dadurch erlangen wir einen dreifachen Frieden : Frieden mir Gort, vwnc ^7c» 73 26c Frieden mir uns selbst, crri <71 73 und Frieden mir unsern Nebenmenschen I73pö 27h 73 rn!>c. I. UN V3Licw' 7^7 27f> rief Hiob wrhmüthig aus, der Mensch, vom Weibe geboren, har der Tage wenig und des Verdrusses viel. Ohne Leiden und Bekümmernisse des Herzens hat es wol selten, vielleicht me einem Sterblichen geglückt, die Laufbahn seines Lebens hienieden zu vollbringen. Dieses Leben ist eine Wüste, wo fast auf jedem Schritte ein anderes Hinderniß, eine andere Unannehmlichkeit angerrvffen wird. Allein '7 /p? vv 737P3 lauten die Trostworte der Religion im Munde des Propheten Zeschaja, durch die Wüste -dieses Lebens, die Zhr bereiset, bahnet Euch den Weg zu Gort, zum Himmelsrciche, (d. H.) betrachtet dieses Lebcn, als eine Erziehungsschule für den Himmel, wo unsere wahre Heimath istnehmet die Plagen und Mühseligkeiten dieses Pilgerlebens als Bildungs- und Dessernngsmiktel hin. welche unsere religiös-sittliche Vollkommenheit immer mehr entwickeln und befördern sollen, wie der fromme Sänger sagt: '3370 deine Züchtigungen machen meine Seele groß. — Die Seele nimmt zu an Größe und Würdean Adel und Hvchsinn,. an himmlischer Sanftmüch und Erhabenheit über alles Irdische, wenn sie die Kraft geübr har, standhaft zu bleiben. Schule der Leiden, in dem Kampfe mir Widerwärtigkeiten lernen und üben, als: Geduld, Dcmuch, Vertrauen auf Gott und Ergebung in seinen Willen, Selbstbeherrschung. Mäßigkeit, Weisheit,. Mitlcidigkeir und noch mehrere schöne Tugenden und Gelstesvorzüge, die durch Noch und Leiden gleichsam aus dem Schlummer geweckt und aus den verborgensten Winkeln der Seele an's Licht hervorgeruftn werden. Diese Vorzüge, diese inncrngeisiigen Güter, 2'3M7 vermehren nnser c::7> rny^c veredeln und vervolt, fänglich und fähig für d e himmlischen Genüsse der reinsten Seligkeit der Anschauung Gottes, die unserer harren im ewigen Leben. Muß es also nicht für unsere Glückseligkeit wett wichtiger, weit eripricßlicher sem, wenn wir mir dem Unglücke ringen und diese ewigen Güter und Vorzüge erlarrgen, als wenn wir im Glück und Ueberfluß uns und unsere Abhängigkeit von Gvcr Vergessen, und dadurch immer fester an der Erde gekettet und keine Sehnsucht nach den himmlischen Gütern empfinden würden? Zü einem felsenfesten Glauben und gottergebenen muß es die Religion in uns bringen, wenn wir nicht im schweren Kampfe m«r den Unglücksfällen, die uns heimsuchen, unterliegen und in Verzweiflung gerochen sollem wenn Friede zwischen uns und Gott sem soll. Nur wenn wir Seelenstärke besitzen, alle Lebensstürme geduldig zu ertragen und zu überstehen, wenn w«r die Opfer, die Gottes Verhängnisse uns abfvrdern, gern und willig hingcben, ähnlich «nftrm Stammvater!77>73ft, als Gott ihm nef: „gib mir dein geliebtes Kmd,"— nur dann haben wir Frieden mir Gott.

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