Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 13 (28.3.1848)
- Date
- 1848-03-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Währung der Interessen des orthodoxen IndeNthnnis. Verantwortlicher Re-acteur: vr. Cnoch, 4. Jahrgang. Altona, de» 28. März 1848. MIL. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal. Dienstags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 st Ct. (2 Thlr.pr.,3Fl. 3t»Xr.) Man abonnirt bet allenlöbl.Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeilungs-Erpedmonen. Inhalt. Leitende Artikel: Deutung der Freiheit. Bon A. — Offener Brief an meinen Freund N—r. — Vernünftiger Rath deS einfältigen Schulmeisters- — Epistel an den Herrn W. im Großherzogthvm Posen- Verfasset und säuberlich in Reim gcsetzet von dem einfältigen Schulmeister. — Zeitungsnachrichten aus: Südwestlichen! Deutschland, Baden, Bayern. Paris, Menü. — Anzeiger Briefwechsel. Deutung der Freiheit. Bon Sl. Der allgemein laut geworbenen Freiheit, welche auch auf den jüdischen Cultus allenthalben wohlthäligen Einfluß äußern könnte, wenn man ihr mir vernüuftigem Herzen huldigen wollte, die gebührende Deutung, und Geltung zu geben oder zu erhalten, thvt dringend noch. Möchte Jemand darunter verstehen: Jedermann könne nunmehr nach dem Dünkel feines Herzens handeln: so rufen wir ihm die Worte Solomons entgegen: 5>'v >277 L'k? >:r!> 7c' ^7 c'. Mancher Weg scheint dxrn Menschen gut, am Ende jedoch sind eS Wege des Todes. — Freiheit ist nicht Zügellosigkeit*). Freiheit ist die ungehinderte Bewe- - *) Wer sich in diesen Tagen und in der Folge entbunden wähnt von den religiösen Pflichten. — wer kcnkr. spricht . und handelt nach Willkür, Bequemlichkeit und Wollust, gung innerhalb deS Gesetzes. Durch die Freiheit sind für uns die Fesseln gelöst, welche uns hemmre ', die Religion treu und ohne Scheu zn üben. Dank dem Herrn, der uns hat erreichen lassen diese frohen Tage, hie uns unter den übrigen Bürgern der Staaten bei. religiösem Streben ehrenvoll auftr<len lassen. Wir wollen mit liebevoller Geseherfüllung dem Ewmen dänkerr, und den deutschen Fürsten und dem deutschen Volke uns dieser himmlischen Gnade «ürplg erweisen. Offener Brief an meinen Freund N.r. Gott zum Gruß, der segenbringende Strahl seines Geistes erleuchte unsere Seele! So oft ich mich hinsetze, dir zu schreiben, ist'« mir, als läge das Buch meines bisherigen Lebens aufweil er augenblicklich keine äußere Macht fühlt, die ihm hin alle Stände in der Art gleich zu machen lucht, daß jeder gleichviel oder, vieluvhr alle garuichts haben. —