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Der treue Zionswächter · 1848-03-21 · 12 (21.3.1848) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
12 (21.3.1848)
Date
1848-03-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
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die sinnreichen Noten 'n -»"ä v'7 verbindet, und dadurch gleichsam den Schlüssel zur genaueren Verständlichkeit darreichr. Die Eleganz der äußeren Ausstattung entspricht auch völlig unserer Erwartung. ES muß jedoch den Besitzern der bereits erschienenen fünf v'-)7v besonders leid thnn, den lecksten und letzten Band entbehren, oder wenigstens dessen Edition noch lange hinausgeschoben zu sehen. Bedenken wir noch, daß nach der Ankündigung auch der k'Z') cn'2 von lÄ'u 1'^, von welchem Autor jeder Ausdruck wohlerwogen und viclbcdeutend ist, bei gedruckt werden soll, so kann eS uns gewiß nicht gleichgültig sein; wir müssen vielmehr den Wunsch nachdrücklichst aussprcchcn, daß dem Typographen, der sich schon durch leine bisherigen Lieferungen unfern Dank erworben, Gelegenheit, oder vielmehr Veranlassung arg den werde, durch die Herausgabe von 'v bas ganze Werk uns bald, vollständig in die Hände zu geben. Es mögen daber zur Förderung dieses vorcheilhaften Zweckes recht zahlreiche Abnehmer ihre Bestellungen darauf in portofreien Briefen reckt bald an die Redaktion d. Dl. gelangen lassen, welche wir hicmit düngend er'uchen , der Aufnahme dieser Subskription'sich gefälligst zu unterziehen.*) -- Süden. Carlsruhe, den 10. März. Die Judenverfolgungen haben leider eine Ausdehnung erlangt, drc es dringend nötbig macl't, daß die Bestrebungen der guten Burger, solche Schändlich ketten zu verbüken oder zu unterdrücken, in einzelnen Gegenden durch die öffentliche Gewalt unterstützt werden müssen. Nicht überall ist geschehen, was der Abgeordnete Helbiug mit gerechtem Stolz von Emmendingen berichtete, daß die Bürger ohne amtliche Aufforderung zujammentratcn und das Eigenthum der Israeliten gegen augckündigte Frevel kräftig schützten. Nicht überall ist hie Stimmung wie in Mannheim, wo nicht dhe Juden, wol aber Jeder, der sich unterfangen würde, sie zu verletzen. Gefahren ausgesctzt ist. Staatsrath Bekk setzte die Kammer von einer am 8. getroffenen Anordnung in Kcnntniß, wodurch die Beamten angewiesen wurden, Wa6 wir hiermit gern Zusagen. D. Red.- an den Orten, wo sich Spuren beabsichtigter Ercesse zeigen, die Gemeinde zu versammeln, die Bürger über das Unsinnige und Strafbare solcher Handlungen zu belehren, die Gutgesinnten zur Mitwirkung anfznfordern, nm Unordnungen niedezuhaltcn. Was die Bürger zu diesem Zwecke dienlich erachten, soll geschehen. Die Staatsgewalt wird die größte Thätigkeit entwickeln. Nach Müttheim ist auf Requisition der Gemeindebehörde Militär beordert, um die Bürger zu crmnthige« uns gegen die Frevler zusammen zu Halten. Auch in den Gegenden von Sinsheim, Eppingen, Breiten u. a. sind militairische Streifzüge angeordrct. ' Gestern ist ein Bataillen ans der Eisenbahn nach Langenbrücken abgegangcn, um von dort nach Sinsheim zu marschiren und die Gegend zu durchstreifen. Es ist zu erwarten, daß das Vcrdammungsurtheil aller wohlmeinenden Bürger, unterstützt durch die Anordnungen der Regierung, den Gelüsten zu Freveln, welche dem ganzen Lande zur Schmach gereichen, alsbald ein Ziel setzen werde. (D. Z.) Sachsen. Dresden, 9 März. Hier erschien ein „die israelitischen Bürger und Einwohner Sachsens" unterschriebener Aufruf, der mit den Worten schließt: „Mitbrüder, zeichnet eine Bitte an Se. Mas. dem König, um Vorlage eines Gesetzentwurfs an die Ständcversammlnng, betreffend di: völlige Gleichstellung der Bekenner aller Confessionen." D. A. Z.) Hessen-Homburg. Homburg v. d. H., d. 8. März. Verordnung, die bürgerlichen und politischen Verhältnisse der IudVn betreffend: »Wir Gustav, von Gottes Gnaden souveräner Landgraf zu Hessen re. haben zur Erfüllung unserer dcsfallsigcn gnädigen Zusage vom Gestrigen verordnet und verordnen wie folgt : Auch in orts- und staatsbürgerlicher Beziehung soll fortan kein Unterschied mehr zwischen Unseren christlichen und jüdischen Unterlhancn stattfindcn. — Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigcdrucktcn landgräflichcn Jnsiegels. Homburg, den 7. März 1818. 8.) Gustav. vt!L. Heinrich." Bayern. Bayreuth, d. 8. Mävtz. Die Bayr. Zeitung schreibt: „Wie wir nachträglich erfahren, ist im

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