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Der treue Zionswächter · 1848-03-14 · 11 (14.3.1848) · page 5

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
11 (14.3.1848)
Date
1848-03-14
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Harburg, den 6. März. Gestern kam der Landrabbincr, dem, wie ich Ihnen schon gestern berichtet, von diesem hier im Königreiche Hannover noch nicht vorgekommenen Falle alsbald berichtet wurde, mit dem ersten Bahnzuge von Hannover hier an, um mit dem Vater des Kindes, Hr. M., Rücksprache zu nehmen, um demselben in Güte dahin zu vermögen, von seinem sündhaften Vorhaben abzustehen. Aber wie empfing Hr. M. seinen Seelsorger? Nicht allein, daß er zum Hrn. Rabbincn zu kommen sich weigerte, wollte er sogar dessen Besuch nicht annehmen, und so mußte der Herr Landrabbiner heute Morgen unverrichteter Sache wieder abreisen. Ist das nicht ein Seitenstück zu 27'zhi die auch ihrem Lehrer und Führer sagen ließen: ö!> — und wie schön sagt '"ci hierauf: 2^22?2'2 üöb??!>. Und anders läßt es sich hier kaum erwarten. Wollte Herr M. die Sache mit dem Landrabbinen nicht in Güte überlegen, so muß er jetzt vor Gericht, und hätte der Herr Dr. nicht ein 252 4i.^ verhüten wollen, er hätte ihn schon heute durch die Obrigkeit zwingen lassen, vor ihm zu erscheinen. Man glaubt hier allgemein, daß Herr Tr. Meyer die Sache durchsetzen und auch von unserer Negierung, die stets entschieden und konsequent zu Werke geht, Beistand erhalten wird. Jude oder Nichtjnde heißt es hier; ein Trittes giebt es nicht. GroscherMthum Hellen. Enhe Fcbr. Wie wir vernehmen, hat die isr- Gemeinde Homburg v. der Höhe den jüd. Theologen Herrn A. Stern aus Kurhessen als ihren Religionslehrer und Prediger angestellt. Derselbe hat sein rabbinischeS Wissen in den bekannten Talmudsckulcn zu Würzburg und Schwabach, so wie seine allgemein wissenschaftliche Bildung an der Universität Würzburg erworben, und man ist schon durch den Namen dieser berühmten Anstalten zu den schönsten Erwartungen berechtigt. Denn wie einst aus der en'L' des hochgelehrten sel. Oberrabbiners Herrn Abraham Bing die gebildetsten, in Religiösilät und talmudischer Wissenschaft gleichmäßig ausgezeichneten Rabbiner hervorgingen, so kommen auch jetzt gründlich unterrichtete und vollkommen gewandte junge Männer aus erwähnten rabbinischen Schulen, und mau kann denjenigen Gemeinden Glück wünschen, welche ihre religiösen Aemter mit Männern, von den diesen Anstalten präsidirenden Rabbinern empfohlen, besetzen. Daß unwürdige Candidaten voll, solchen Autoritäten nicht recommandirt werden, dürfen wir mit Gewißheit erwarten, und es hat dies die Erfahrung schon bestätigt. Aus dem Franke,rlande. Die Kunde von Tr. Einhorns Entscheidung in der bekannten Milah-Angelegenheit hat auch unser Gemüth schmerzlich bewegt. Man sieht daran klar und deutlich, wie weit ein 177777m zu kommen fähig ist. Denken wir an Dr. Einhorns Erklärung gegen '>2 21171,^2 zu Fürth, und halten derselben einige oiivm ans derlei» entgegen: 22'2c2 2V 2LW2 177 2V 22-m 7>c'22 ^2 (h"v'"p.^7;'7'2:2> 127 7ph 7272N2 ^21 22'222 2V 22721) 1^h2 1'^2 227222 221 22'2c2 72k» 7x17222, so finden wir diese in jener wörtlich ausgesprochen und durch die Folgen tharsächlich bestätigt. Denn was anders als 22 7,770 '121 2:'2cxi sind alle jene der heiligen Religionölchre zuwiderlanfenden Aussprüche Dr. E's. — Noch heute können wir nns nicht beruhigen über dessen Schmährcden, gegen Herrn W. Hamburg "2 gerichtet, von welchem man doch der Welt nicht erst zurufen muß, daß svwol eine unaussprechliche Fülle und Klarheit in allen Werken des Talmuds, als auch die strengste Neligiösirät, völlige Uneigennützigkeit-und beständiges Wohlthun ihn anszeichnen, da sein Ehrennamen in allen Staaten und Zungen Europas und selbst in fernen Erdtheilen mit Ruhm bekaünt ist. Wer nur immer den verehrungswürdigen, und in seinem ganzen Zeitalter glänzend hervorragenden Helden 2k>i'7i 27107 kennt, liebt und achtet ihm hoch.*) Es sollen übrigens diese Worte nicht als eine Vertheidigung der Unschuld gegen die Schuld gelten, ») Gewöhnlich wird mit lobpreisenden Phrasen zn ver-

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