Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 11 (14.3.1848)
- Date
- 1848-03-14
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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83. theurrer und schätzbarer als di« heiligen Erklärungen der Lasuisten sind Hirse — will ex dem Sanhedrin bei seinen Berarhungen als Gruydbasis unterordnen» worauf sie das Gebäude ihrxr Entschlüsse aufführten. — Seme eigene Idee auf Rechnung Anderer geltend machen wollen, bedarf genauerer Ueberwrisuna, untrüglicherer Belege, und die Majorität dieser Versammlung. die, w»e es Verfasser selbst gestehet, zur streng orkhvdoren Partei gehörte, konnte von dieser falschen Behauptung nicht beseelt, von diesem Triebe mckt geleitet werden. Ich könnte ihm wol über das Wirken dieser Synode von einer andern Richtung näheren Aufschluß geben, doch ich unterlasse es bis zu einer günstigeren Gelegenheit. Zn diesem Sinne fahrt er in seinen Bemerkungen fort, jede Stelle, wo er sich ins Held gegen die Easulstik stark genug glaubt, jeden Angnffepuncr auf ihr heiliges Lager mir anmaßender Gewalt zu bestürmen. Doch giebr «hm der Inhalt dieses WerkchenS nicht Stoff genug zur Erklärung seiner Motive, der Ausspruch des Sanhedrms ist immer noch zu orthodox. Solche Bemerkungen dem Texte anpassend zu machen, so daß er auf einmal in einem Seikenstücke über die Rabbinen, welche die 1789 Frage des französischen Staates enthielt, worauf sich auch die Versammlung in keine deraiilireude Erklärungen einließ, seinem Gedankensirom freien Lauf läßt, um sich auf dem Felde des Judenthums zerstörend zu ergießen. (Fortsetzung folgt.) Vernünftiger Rath des einfältigen Schulmeisters. Ettheilr dem ernsten Zlons-Wächrer. Nebst einigem Anhängsel. Schon wieder muß ich meiqe herzinniglichste Mei, nung Ihnen offeriren, und zugleich Sie inständiglich bitten, diese außerordentliche Freiheit, die da sich herausstimmt, Ihnen rachen zu «vollen, da ich mir doch selbst oft rvetzer zu helfen, noch zu rachen weiß, mir nicht gar zu übel ausnehmen zu nwllen. Gewissermaßen bähe ich gründliche» Grund, auf Ihre Verzeihung hoffe» zu dürfen, maßen ich zu der Measchenklasse zu gehöre» Las Geschick habe, mir denen so genau man es nicht nimmt und denen mg» «in« kleine T-lkigkeit nachsieht, nämlich zu der einfältigen. Seit langer denn dreier Jahre lese ich Ihr Blatt, und lese es noch heure mir derselben Freude, als ich eS zur Zeit las, da es noch in den Windeln tag. Aber was har es uns in diesen drei Jahren gebracht? Ernst, abermals Ernst und nichts als Ernst! l und wenn man «S liest, so meint man, eine denkende Stirne und ein Paar ernst in die Welt hineinschauende Augen vor sich zu haben. Das wäre schon reckt, wenn es laurer Lenke gäbe, die das Leben von seiner ernsten Seite auffaffen, die bald rückwärts, auf unsere viertausendjähri^e Geschichte und auf unsere frommen Väker, und bald vorwärts auf den Augenblick Hinsehen, in welcher sie der Erde und ihren Gelüstenein vulet sagen werden. Allein solcher Leute giebr es keine erkleckliche Anzahl, wol aber solcher, aufmorgen, und nur daS H e u t e festhalren wollen; und darum aus den, dem Iudenrhume sremdgewordenen Exemplaren auch ein „heuriges Iudenrhum" zusammen» sticken wollen. Und diese Leute von heute finoen Ihr Blatt —seien Tie ja nickt ungehalten über meine offene Offenherzigkeit? — nicht erquicklich und nicht unnoch eine schnurrige Anekdote. Keine Gememde wird versponer, kein Rabbiner verhöhne und kein Lehrer lächerlich gemacht: Lob und Tadel werden im ernsten Tone ausgesprochen, und das mundet nicht Allen Und jetzt kommt mein einfältiger (ist gleich zu: aufrichtiger) Rath, der darin bestehr, Ihrem lieben Dlarr auch eine Dosis Witz beizumischen. Wenn Sie aber fragen, wie bas anzufangen sei, da doch der Witz, wenn gleich bei allen Possenreißern, doch nicht immer bei allen vernünftigen Menschen vorrälhig wäre? so habe ich zu erwicdern wie folgt: In meiner Schule treibe ich mit einiger Vorliebe die Geographie, dieweilen man bei diesem Pensum eine Reise durch und um die Welt machen kann, ohne Gefahr, die «ch ohnehin nicht liebe, und ohne Kosten, die zu bestreiten mir schwer »vürden. Und so nehme ich im Augenblicke, in welchem ich mich zu Haufe auf den Unterricht Vorbereite, wie das dock die Schuldigkeit eines ordentlichen Lehrers ist, manchmal des alten Hübners Zettungslexikon, oder einjüngeres dexogleichen Buch zur Hand, damit ich den wtßbe- oder Vielmehr neugierigen Kindern ein schönes Histörchen aus irgend einer Sradr zu erzählen vermag, was, wie das männiglich bekannt, dem jungen Blut mehr Freude macht, als