Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 11 (14.3.1848)
- Date
- 1848-03-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Jndenthnms. (Mit Königl. Dänischem Privilegio.) Verantwortlicher Redakteur. vr. Cnoch, 4. Jahrgang. Altona, den 14. Marz 1848. n* Inhalt. Leitende Artikel: Schule, Arbeit. Wohlthätigkeit u. Gemeindeverfassung. die wahrhaften Schwerpunkte des Wirkens orthvorcr Rabbinen. Von Dr. I. — Die jüdischen Glaubensgnrndsätze. Belwtheilt von I. Berenfeld. — Vernünftiger Frankcnlandc, Palota, Presburg. Anzeiger — Briefwechsel. Schule. Arbeit, Wohlthätigkeit und Gemeindeverfaffung, die wahrhaften Schwerpunkte des Wirkens orthodoxer Rabbinen. Von vr. I. (Fortsetzung.) Schule und Arbeit, sie sind nicht Feind, sie sind wahrhafte Lebenselemente des orthodoxen Judenthums, und die Wohlthätigkeit, diese Zierde, in unauslöschlicher Schrift von ewigen Zeiten her der Stirn Israels aufgedrückt, sie sollte es weniger sein als jene? Und dennoch ist gerade die Wohlthätigkeit ein Feld, die heutigen Tages gar mannigfach mir den Interessen der Zeit collidirr, deshalb ganz vorzüglich die Aufmerksamkeit des orthodoxen Judenthums, seiner Vertreter, der frommen Rabbinen in Anspruch nimmt, und richtig qehandhabe, sich zu einem wahrhaften Schwerpunkte des Gesammtwirkens derselben emporheben kann. Wohlthärer. Kinder der Wohlkhärer. heißr jenecharakteristische Merkmal der Nachkommen Abrahams. Die Wohlthätigkeit ist im Iudenlhume tissstenS begründet, hängt mir dem ganzen Wesen desselben auf das Genaueste zusammen. Nicht nur das Prinzip der Menschen- und Nächstenliebe, sondern mehr noch die st.te Bezugnahme auf das Göttliche im jüdischen Leben durchweg, ist es. die durch Wohlthätigkeit angedeurer und bethäligr werden sollte. Ein Theil des Unftigen als Dpser dargebracht einer göttlichen Bestimmung ist das Grundprinz p der jüdischen Wohlthätigkeit; deshalb bei entsprechenden Geboren der Thora, die Bezugnahme auf den jüdischen National,Gorr, den Erretter aus Mizraim. Verfolgt man daher die Geschichte der jüdischen Wohlrhärigkeik'biS zu den ältesten Zeiten herauf, so bemerkt man leicht, daß überall mehr dieser grundprinzipliche, jüdischreligiöse Charakter, als der moralisch humane hervorlritk. Die ältesten, jüdischen Wohlchakigkeirsinsttture, sie nahmen bei Weitem mehr Rücksicht auf die religiöse, als auf die materielle Seite der Wohlchatdie Spende wedeln diesem Sinne verabreicht, solcher Zweck schwebte ihr zunächst vor. Ganz anders, ja entgegengesetzt hat sich die Wohlchärigkeicsäußerung der Jetztzeit manifestirr; die menschlich-humane, materielle Seite tritt