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Der treue Zionswächter · 1848-02-22 · 8 (22.2.1848) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
4 (1848)
Issue
8 (22.2.1848)
Date
1848-02-22
Page
– (sequence 8)
Language
German
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61 ländcrs. Man hätte sich auf andere Unfähigkeiten berufen: auf Unmündige, Geistliche, welche ebenfalls ausgeschlossen wären. Aber das wären Redekünste. Wenn ein Jude unmündig sei, so sei. er ebenfalls ausgeschlossen; es handle sich hier darum, ob ihn Ausschließungen deshalb treffen sollten, weil er ein Jude sei. Wegen seines Benehmens im bürgerlichen Leben, Thätigkeit, Verstand, Vermögen sei eine solche Ausschließung gewiß nicht gerechtfertigt. Das Hinderniß, welches sich den Juden entgegenstelle, sei der verlangte Eid beim Eintritte in das Parlament. Er habe in der Geschichte nachgeforscht über die Bestimmung dieses EideS, und sei zu der Ucberzcugung gekommen, daß man sich durch diesen Eid nur der Unterthanentreuc der Parlamentsmitglieder habe versichern wollen. Man führe gegen die Juden an, sie dürften im Parlamente nicht stimmen über Angelegenheiten der Hochkirche- Nun, doch am Ende eben so gut wie der Quäker, welcher der Kirche nicht einmal Zehnten gebe, dessen der Jude sich nicht weigere. Uebcrdies könnten die Juden bereits hohen bürgerlichen Ämtern vorstehen! Für die Kirche besorge er nichts von ein paar Mitgliedern des Unterhauses. Die Kirche stehe kräftiger da, als je, durch das in ihr erwachte innere Leben; sic wurzele in den Herzen des Volkes. Ihre Sicherheit beruhe nicht auf die Ausschließung des Hru. Rothschild. Er freue sich, die Uebcrzeugnng gewonnen zu haben, daß er indem er für Lord I. Russell stimme, weder die Verfassung deS Landes, noch die Kirche gefährde , er freue sich um so mckr, als man nirgends den Juden mehr Unrecht zu vergüten habe, als in England. Man lese über die Gräuel, welche die Christen gegen sie in früheren Jahrhunderten verübt hätten, nur Hume und Sharon Turner nach. Es sei zu bewundern, welchen Charakter, trotz aller Verfolgung und Unterdrückung, die Juden noch bewährt hätten. Er habe endlich noch einen besonderen Grund, sich über dieses englisches Judengesetz zu freuen. Die Juden würden noch in manchen Ländern unterdrückt, und künftig könne man si dieser Grausamkeit wegen nicht mebr auf England Beispiel berufen. Englands Beispiel werde künstle ein Balsam für die unterdrückten Juden an all- Orten sein, und vielfach Nachahmung finden. Ar allen diesen Gründen, und vorzüglich, weil er nü gleichgültig gegen die Religion, sondern stolz dara sei, zu einem christlichen Volke und zu einer chn lichen Gesetzgebung zu gehören, wolle er seine Z stimmttug zu einem Gesetze geben, das genau o dem Geiste und den Lehren der christlichen Rcligi nbereinftimme. Sir R Peel setzte sich unter laut nnd anhaltenden Beifallsbczeugungen. Kaum kom noch Lord D. Stuart zu Worte kommen, welch Hrn. Newdegate'S Behauptung znrückwies, daß H Rothschild große Geldsummen anfgewendct Hab um Bittschriften für^ die Bill zusammen zu bringe. Das Haus beschloß mit 277 gegen 204 Stimme die zweite Verlesung. Die Bill.wird erst am 21 d. M. zur Committee gelangen, da Lord. I. Russe das Budget zum 18. d. M. angesctzt hat. Urb: das Schichal der Bill im Oberhause ist man noe im Dunkeln, da der Herzog v. Wellington sich noc schwankend ausgesprochen haben soll, doch meint man, er werde Sir R. Peel'S Beispiel folgen. Palästina.. Jerusalem,;»r d Ich beeile mich, de, thcilnehmcnden Glaubensbrüdern des Auslandes dst freudige Nachricht mitzutheilen, wie der Herr aber mals'sich seines Landes erbarmt Kat Abermalc waren wir von Dürre heimgesucht, abermals wa seit Monden kein Tröpfchen Regens auf den Bode^ gefallen, schon fasteten wir z'rn; da am zweite. Montage deS Fastens und zugleich v-w, währen' wir im Gebete darstanden, fing es plötzlich an ziregnen und regnete unaufhörlich bis Mittwochei Abends. Am v'-r beteten wir deshalb möge der Allvater fernerhin fein Volk, sein heiliges Laird beschützen. Briefwechsel. S. S. irr P. Ihres Freundes N. S. Einsendunzen sind uns genehm und können gerne fortgesetzt werden. Die Belle trist:! nur in seltenen Fällen. 68. Ihre Einlage ward mir nebst einem Schreiben von S. in B. Er ist durchaus Unschuld: da jener erste Brief ihm nicht zu Händen gekommen, und sobald nrb die Ursache des Fehlens ermitteln lapr, werke ^hncu um Eilsendung seiner eigenhändigen Zuschrift daS Weitere ausführlich mitthcilen.

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