Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 5 (1.2.1848)
- Date
- 1848-02-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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-W L4 sich einen Ausweg suchen wird. Ob dadurch ihr. Am däuger Glaubcnsabtrünnige werden, ob durch solche bösartige Materie der Vater mir dem Sohne, der Bruder mit dem Bruder in Zwist und Feindschaft gerärh, ist ihnen gleichviel. Ja, so nur gefallen sie sich, und unablässig leiten sie in den ursprünglich klaren Strom der Wahrheit alle Bäche des Jrrthums, um die heilige Quelle zu trüben, denn im Trüben nur können sie fischen. Die Ausstreuung des Zwiüce, die Aufregung der Gemülher in den Gemeinden ist ihr nächstes Trachten, und wo ein solcher Neuerer mir unerhörter Dreistigkeit und schamloser Gewissenlosigkeit sich aufbringer. da darf bald Trug und Heuchelei nicht fehlen, denn mit rnhigcm Gemükhe und kaltem Blute würde sonst e«n Zeder emsehen, daß die Lüge nichts gegen die Wahrheit beweisen kann. Würde nicht ein Jeder fragen: kann der, der Jahrtausende als nichtig, und das Heute nur als wichtig hält, Vertreter unserer Relitzionsgtnvssenschafr sein? Allen aber würde es n cht schwer zu entziffern fein, baß das neuerfunbene heutige Judenthum nur als Tummelplatz der Täuschung gewählt wurde. Bei kaltem Dlure würbe ein Jeder einsehen, daß ein solcher auch darum keine Neligionsfrage zur Entscheidung sich vorlegen lassen will, weil ihm daS nöthige Wißen dazu fehlt. Nicht minder würde jeder leicht begreifen, daß der Keim schon von einem giftigen Wurm durchwühlc ist. indem ein solcher Jude von heute in seiner alberne» Simplititär sich als Religionsoberhaupt dünkr, weil er es wagt, zu behaupten, wem Gorr das Amt qiebl, dem giebr er auch Verstand. Und doch erdreisiet er sich, mit diesem eingebildeten Verstand an den Heber dessen zum Verräther zu werden, röifi 7 4p, '277. Thorheir verleitet den Menschen auf Abwege, sogar mir Gorr zu hadern, sagte Salomo. In dieser Thorheir wagt er es. die geoffenbarte Religion zu bekritteln, ja sogar in Zweifel zu ziehen. Welchem 5f>7L' 72 aber entgehet der Ausspruch unserer Weisen: 'r v ->7> i'nvfi rwv s)2lDpr> 52, wer an der Offenbarung zweifelt, will damit auch sagen, daß seine Vorfahren nickt am Sinai standen, denn für alle, die dorr standen, har die göttliche Verheißung N'pfi' t2i auch dir (Mosche) werden sie ewig vertrauen, eine nie zu erlöschende Geltung; wer aber dem Mosche nicht vertrauet, wer daran zweifelr.Zdaß er die Gesetze unmittelbar von Gott empfing, dessen Vorfahren können nicht am Sinai gestanden sein, der ist also in der Gemeine Israels nickt inbebegriffen. Wie kann nun ein solcher Nickrisraelite, Reliqionelehrer sein. Denkt er etwa, die Herzen seien Sklaven, denen fick befehlen läßt? Wahrlich nein, dxs Menschen Herz ist kein Sklav. und noch vielweni« ger des Israeliten Herz, wenn es Religionssacbe betrifft. Zur Genüge ist eS also bewiesen, daß die Erfinder des sogen, heutigen Judenrhums so wenig als ihre neugemodelre Religion das sind, wofür sie sich ausgeden. Ader, höre ich viele Vertreter tes heurigen Zudenryums ausrufeu: Wir wollen ja nicht anfüörrn, Juden zus ein. wir wollen r>cv r>7w nicht verwerfen, wir glauben nur, die Thora nicht nach dem Buchstaben auffassen zu dürfen, wir wollen nur Manches anders deuten, anders auslegen, als eS unsere Vorfahren thaten, diese Auslegungen und Erklärungen sind es au i, vorzüglich, die wir mvdificiren wollen. O. d«es sagtet Ihr unzählige Male. Welcher Israel»! kann aber daran zweifeln, daß die geschriebene sowol als die traditionelle Lehre ein und dieselbe Quelle, ein und denselben Ursprung haben; so wie der unsterbliche Maimon in seinem Sendschreiben an die arabischen Juden sich «usspricht:;iv7) nvOw ->cfi2 -2 -sö nfiic i-m fiv, öziprv t>ci7'22 PV72 j'fi, O221/1 ,pp 0'2V22 r>2 5v3c »17W fi'21 c'fi '2V cfi V'V2IN tiözpc. Vorzüglich müßt ihr beherzigen, daß, so wie bei der geschriebenen Lehre weder Zusatz, noch Verminderung starkhaben, dies ebensowenig bei den traditionellen Auslegungen derselben starrhaben kann, denn diese, wie sie sind, haben unsre Weisen aus mündlichem Wege erhalten, und diese Ueberlieferungcn machen die mündliche Lehre (Talmud) aus. Daher kann keine Veränderung, noch weniger ei„r Verbesserung der Gesetze stattfinden. Denen, die davon träumten, rief Jcsaias zu: nfi 27 '7tr, wehe dem, der seinen Schöpfer meistern will! So denken alle, die Juden wollen sein, nicht aber scheine n. Eine Meise in das würtembergifehe Unterland. Von Ulm. (Fortsetzung.) Jebenhausen. In einem der fruchtbaren Thäler deS Alp liegt Jebenhausen/ ein den Freiherren von Liebenstein gehöriges Dorf. Vor etwa 70 Jahren hat ein Herr von