Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 4 (1848)
- Issue
- 3 (18.1.1848)
- Date
- 1848-01-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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si M» raelit dieses Ortesagte, L12 Zudenfamllien wohnen, eine Schule har, die von L20 Kindern besucht und von zwei Lehrern, von denen der zweite» Herr Elsässer (der so eben von Seiten des kön. evang. ConsistoriumS eine Belohnung erhalten) nicht nur Universitätsbildung har, sondern auch als Dichter und Publicist von Bedeutung sein soll, und allwo der als rabbinische Celebrir rät bekannte Rabbiner, Herr Gabriel Adler, dessen Frömmigkeit und Menschenliebe mit seinem eminenten rabbinischen Wissen im vollkommenen Ebenmaaße stehen, segenvoll wirkt. Dieser Ort soll unter andern Wohl thäritzkeiksgesellschafrrn auch eine Talmudbrüderschafr, v'c, von einigen und zwanzig Mitgliedern haben, welche Brüderschaft immer, besonders in den letzten Theuerungsjahren durch reichliche Spenden an die Armen gezeigt habe, daß sie nicht nur ni? sondern auch sei. Mir that es Leid, den Ort für würdigen Rabbiner Adler gar zu gerne über einige Aufsätze, die er durch den .ji'L -)wc veröffentlicht har, gesprochen harre. (Forts, folgt.) Dankadresse an Herrn Professor Delitzsch.*) meinden Mecklenburgs überall ähnliche Dank-Addreffen an Prof. D. vorbereitet- Die Red. Zeitungsnachrichten. Aus Mecklenburg. Nicht zum ersten Male haben wir Gelegenheit, die Erfahrung z» machen. wie unsere neologen, lichtfreundlichen und freien Nabbinen, die mir ihren Stich- und Schlagwörtlein: Fortschritt und Freiheit, auf das Ungemessenfte um sich her werfen, sobald es sich um ihre eigene Person handelt, stets zu einer durchaus verschiedenen Fahne schwören, einen unerhörten und unverträglichen Gewissenszwang geltend zu machest suchen. Wird es einem Uhlich oder den sonstigen Predigern der freien Gemeinden cinfallen, selbst da, wo sie die herrschende, vom Staate anerkannte Majorität bildeten, die Lehrer und sonstigen rel. Funktionäre der dissidentirenden Minorität vor ihr Forum zur Abhaltung gesetzlicher Prüfungen zu laden? Uebt andrerseits der Staat nicht den größtmöglichen Grad von Gewiffenösrcihelt dadurch ans, daß er den aus dem Schooße der Kirche Ausgetretenen es selbst überläßt, für ilne Prediger und Lehccr zu sorgen, ohne selbige vor seine gesetzlichen Prüfungs-Commissionen zu laden? Und unsere rabbinischen Lichlfrcunde? Ein Lanbrabbiner, dem die Beschneidung unwesentlich, er fordert von den vom Staate anerkannten Dissidenten (so wird hier die orthodore Minorität genannt) selbige sollten ihren Schächter und Religionslebrcr von ihm prüfen, erst nach erlangter Approbation seinerseits fnngiren lassen? Und als natürlich solcher unerhörten, maaßlosen Anforderung Seitens der Betheiligten ein entschiedenes „Nein" entgegengesetzt wurde, wandte sich der kaum einige Monate im Amte befindliche Geistliche, gestützt auf Gesetze, die erlassen worden, ehe es überhaupt jüd. Dissidenten gab, und diese vom Staate anerkannt wurden, alsbald an die Polizei und erwirkte durch seinen Bericht einen Erlaß, wodurch der Schächter mit Ausweisung bedroht wurde, falls er oyne jene Prüfung ferner seine Funktionen versehen würte. Doch Dank dem Erretter Israels, der der Fürsic» Herzen ihrer und Räthe gelenkt, auf daß sie Schutz wurden und Schild dem bedrängten Glauben Iuda's, um so mehr in einem Falle, wo das lautere Recht so eindringlich für sie sprach. Eine dringende