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Der treue Zionswächter · 1847-12-28 · 52 (28.12.1847) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
52 (28.12.1847)
Date
1847-12-28
Page
– (sequence 8)
Language
German
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zu alle» Aenrtern zug klaffen und in England selbst sei kürzlich ein Jude zum Aldermaun der City erwählt worden. Wer möchte es wagen, den Prophezeihungen ein Ziel zu stecken und zu behaupten, daß der göttliche Wille es gestatte, einen Juden zum Aldermaun zu machen, aber nicht zu einem Paplamentsmitgliede! Wie sehr übrigens das Vorurtheil geschwunden sei, beweise eben jene von 7000 Wählern ausgegangene Wahl. Schließlich forderte er das Haus im Namen der Constitution auf, die letzte Spur barbarischer Vorurtheile zu beseitigen und beschwor dasselbe im Namen der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Religion, die eine Religion der Liebe und des allgemeinen Wohlwollens sei, seinen Antrag zu genehmigen. Nachdem sich der edle Lord unter großem Beifall gesetzt batte, erhob sich Sir Robert Jnglis und erklärte, deu Antrag aus allen Kräften bekämpfen zu wollen, der in der Staats - Gesellschaft eine große BeunrlebLgung erzeugt habe. Er wundere sich, daß eine so wichtige Frage nicht in der Thronrede angedeutet sei. Es handle sich hier um eine Frage zwischen Juden und Nichtjudcn, gegen welche man durck Verweigerung politischer Rechte keine Ungerechtigkeit bedegche,da sie kraft unserer ihrem innersten Wesen nach christlichen Verfassung niemals solche Rechte besessen hätte. Es sei aber Pflicht der Negierung und des Parlaments, an jenem konstitutionellen Prinzip sestzuhalten. Den 17. December. Nach einer längeren Debatte im Unterhause, in welcher die Herren Gladstone und Israeli den Antrag des Lord Ruffel am meisten unterstützten, wurde der ministerielle Antrag auf heute vertagt. Den 18. Nach einer längern Debatte des Lord I. Ruffel, wurde sein Antrag mit253 gegen 186 St. angenommen und die zweite Vorlesung der Bill auf den 7. Februar festgesetzt. - Der Gemeinderath von London hat beschlossen, Bittschriften bei beiden Häusern des Parlaments einzureichen, alle bürgerlichen Unfähigkeiten der Juden beseitigen zu wolle». Der neue israelitische Aldermaun, Hr. SalomonS, ein höchst gemeinnütziger in allgemeiner Achtung stehender Kaufmann, war bei der Verhandlung zugegen. (H. C ) Hamburg. Die gesammte jüdische Reform- Presse hatte vor einiger Zeit der Denunciation eines hiesigen, jungen, jüdischen Arztes gedacht, nach deren Inhalt ein hoher Senat auf die Schädlichkeit der Mezizah aufmerksam gemacht, gebeten wurde, selbige von Obrigkeits wegen zu verbieten. Ohne auf den wahren Grund dieser sogenannten Meziza- Agitation näher eiuzugehen, die theologischer Seits, mit einige» wenigen Ausnahmen als ein Product moderner Neologie bezeichnet werden muß, mediciuischer Seits vorzüglich jüngeren, unbeschäftigten Aerzten ein neneS ergiebiges Erwerbs-Feld verschaffen soll, wollen wir den Lesern dieser Blätter nur das berichten, wie jene Anklage ihren Zweck gänzlich verfehlt, indem ein hoher Senat nach zuvor eingeholtem theologischen und medicinischen Gutachten dcrj betreffenden Behörden decretirt, wie die in Rede stehende Mezizah wol als ein jüdisch religiöses Gebot, aber nicht als schädlich anzusehen sei, weshalb denn auch zwar Niemand gezwungen werden solle, die Mezizah an seinem Kinde vornehmen lassen zu müssen — sämmtliclre praktisircnde L'Zrnv Hamburgs kndeß haben erklärt, wie es ihrem religiösen Bewußtsein widerstrebe, ein Beschneidung ohne Mezizah vorzunehmen — aber ebensowenig dieser Act Zn verbieten sei, und nach wie vor in seinem vollen Umfange gehandhäbt werden dürfe. Das betreffende Decret werden wir nächstens mitzutheilcn nicht anstehend Briefwechsel. A. H. in P. Hoffentlich wird Ihnen jetzt bereits 3br Jrrthurn zu Geffchte gekommen fein; das Diesmalige,nächstennnd gerne Teueres. — Se—jo. War mir beides lieb. Ihrem Rabbjnen außerdem noch Dank. — e—e. Wir würden da- Pro.uvd Me« — S A. in W Gerne erwartet; im klebrigen nichts erfahren. — fflni. Erhält«. — Ich bin dringend veranlaßt worden, mich an Siö;u wenden. Aber wie? Sollte es vielleicht unter siogirter Lddreffe uod Postrestant dort möglich fein? Antworten Sie gefälligst. ° - - - - - - — "Verlag: Herold'sche Buchhandlung «.Hamburg. Druck: Gebrüder B onn in Altona.

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