Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 52 (28.12.1847)
- Date
- 1847-12-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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«AI E KZ» Jude, vielweniger Jude im eigentlichen Sinne de- Wortes», geschweige gar ein jüdischer Luther. Daß das Gesagte über den Worth der Eeremonien überhaupt nicht bloß eine Ansicht, sondern im Mofaismus begründet ist, bin ich zu beweisen bereit. Man nehme das Buch zur Hand, welches allen Juden — wären sie auch von den verschiedensten religiöftu Färbungen — als Leitfaden in Religiousangeiegenheiken dient; man schlage die Stelle auf, welche die Erwählung Israels, seine Bestimmung auf Erden enthält; Uian. lese die Beschreibung., ruie Israel auf die göttliche Offenbarung aus Sinai vorbereitet wurde. Dorr (2 M. 19, 8) lautet chs: „Ihr s*Uc mir ein Priesteereich und ein heiliges Volk sein. Unrer „heiliges Volk" ist. nach meiner Meinung, zu verstehen, daß Israel, als eigeruhümliches Volk, d. h. als ein solches, welch»» durch sein Dasein und feiiie Schicksal» die Lehre - vom einig - einzigen Gort über den ganzen Erdkalt zW'Erii^«''M^.^kgömhfüMÜchv^Gesetze beobachten soll; "Gesetze' hHerer Ärr, die Lind gLwähntrche Ber- '-Äkgeckelne^MoiÄLnichd vorschieibr (wie Sb'ethäv^'MOffWcumng feiüe ülltzeckeine Ä»oral;mn 'MvMe>'"hätte'' '' verg!^' ÄtendcffohnS „Jerusalem" , Abschmrr l! —); Gesetz-, die entweder sckon früher erkannt« Glaubenswahcheiren vcrgegsuwarrigen und fastharren, oder solche welche noch ylchr erkannte zur Erkennrniß dringen sollen. Dies umfaßt also auch den ganze» Kreis der äußern Rcligionspflichtsn, des fegenannten Ecrcmöniakgesetzes. Sb dcfimre ich den Aus- -ruck heiliges Volk" nnd finde den Beleg hierzu im 4 M. 15, 40. —^ Diese Definition ist freilich nur meine Meinung meine Ansicht/ diemanmirvielteichr streitig Machen kann.' "DttfeS aber kann nmn mir chrchr streiri'gl machen' diiß'die"EigetffMfd derHeiligkeit ^Snsss stbenrgsre'' auch Lieniienigen beigSkegt- «ird^ dev diesem oder 'jenem Eerenmstiülg^ehe treu anhänzk. u So z.^D. Äom^Dad'hÄih';-''lÄ; Jere,n. 17, 22; Ez . 20 12; von - den Spene-^uW Reinkgmrgs- L'M Ä) 30; 3: M. I^ Tl. 4Z; 20, M: 6 L.Wr ^4 21 u. dgl m. Wen« nun Heiligkeit züm Beruft' Z'ttaists gehört-und bisse Heiltgßeir auch durch die Äuäühüng manche»'. Eicher mönials' erlange wird, so wird doch nicht b-striuen worden köim-n, daß däL Ettttnonialrvifrn zum Beritfs Mrmss-' nstttzchöee) chmv dE Deiijenige^ nrrLch« eS »evnuchläWtzr^ femen' vestgiöse» Berüf mdeffen uichr in vollem Maße erfülle, folglich nicht zur jüdische» Religionsgesellschaft im wahren Sinne de- WorteS gehöre. Ich fasse nun daS Gesagte kurz zusammen, indem ich die volle aber wehmüthige Ueberzeugung ausspreche, daß der als Jude Geborene, wenn er auch nur ein einziges mosaisches Gebot, wäre, es auch nur irgend ein einziges Ccremonialgebor, verwirft, sein Credikiv als Jude eingebüßc hat. Wer aber noch gar eines der drei Fundamenkalgebote, vorzüglich daS der Defchneidung, verwirft, der kann durchaus nicht Jude genannt werden. Er selbst sucht sich der Religion zu entfremden, zu welcher ihm die Geburt verpflichtet, er strebt mit Gewalt ihrer ihn umfassenden Murterarme sich zu entwinden; er entsagt dadurch dem geistigen Bürgerrechte, welches feine Religion ihm gewährt; er ermangelt zugleich alles festen Fußes, aller Gewähr; teifiung in der ganzen Menfchengesellschafr; er schwebt mit einem Kainsfluchs zwischen allen Religionsgesellschaften auf der ganzen Erde; er ist. mir einem Worte, in allen Reltgionsgesellfchaften — ein Fremdling. Geschichte der Nön»erherrschaft. Ln Judäa n. der Zerstörung Jerusalems Von Z. Salvador. Deutsch von l)r. Ludwig Eichler. (Beschluß) Die Stunde nahte, wo der Tempel vernichtet werden sollte; Freunde und Feinde legten Feuer daran. Die Juden gebrauchten eine Kriegslist, welche einer großen Menge von Belagerern das Leben kostete. Sie rhaken so, als wollten sie den westlichen Wall der orsten Ringmauer und die Terrasse der Gallerts verlassen, welchesich an die inner« Seit« des Walles lehnt«. Die Römer hielten die Gelegewheiv für günstig, legten ihre Leiter an, stiegen^schnell hinauf und erreich«» die Höhe der Gallsrie. Plä tz!i chchhach:«irb,furchtbares, wie ein vulkanischer Strom unrer ihren Füßen aus. Wie wir oben gesehen haben, gingen verschieden« Reihen breiter Balken vor; Eedernholz' ü^er 'die S'äiiM hi^; nach unten bildere dieses Gerüst den Plafond der ^ai> lexieu, welcher gestattete^ vor, Regen und Sonne geschützt, darunter spaziren zu gehen; nach oben bijd-re es Terrassen^ auf weichsn die Bettheidiger Zeinen großen freie»» Raum fanden, hinter dem Parapek der Ringmauer: In den» Zwischenraum, zwischen den Balken