Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 43 (26.10.1847)
- Date
- 1847-10-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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der Fortschritt?jneu rydtrn W-ltköryrr oder die mensch, Uche Vernunft, selbst zur Göttlichkeit erhebt, finden wir allesammr gleich; genug, bahn» führt der Abfall von Gott. Anders erscheint uns die Richtung deü Fortschrittes, in welcher Noach fich von den ersten religiösen Begriffen bis zur höchsten Vollkommenheit emporzuschwingen suchte. Indem er, von Gottesfurcht beseelt, sich bemühte, seine Mitmenschen durch Besserung vor dem Untergänge zu bewahren, aber bald seine Versuche erfolglos fand, strebte er, sein eigenes Herz gegen die Sündhaftigkeit seiner Zeitgenossen zu schützen und bildete seine Seele und seinen Geist so sorgfältig, daß sich ihm bald höhere Anschauung von Gott erschloß, die ihn sodann zu einer religiösen Vollkommenheit führte, wie sie in seinen Zeiten und Umständen nur möglich war. (Daher heißt es zuerst von ihm c'si n s)>77, dann v owl» und zuletzt ro of>.) So erweist sich uns der Aufschwung zu Gorr durch die Religion als ein Fortschritts hingegen die:Accommadation der göttlichen Religion nach menschlicher Vernunft, als ein Rückschritt. Auch uns darf, wie den frommen Noach, die Ansicht, das Thun und Treiben der großen Menge nie blenden; Noach stand der ganzen Menschheit allein entgegen; diese fiel von Gott ab, er blieb, Zhm treu; sie ging unter, er ward gereuee. — Blicken wir auf die wunderbare. Geschichte der früheste»» Erdbewohner zurück, so stoßen wir auf ganz ähnliche Ergebnisse. Wir sehen den ersten Menschen über die ganze Natur als Beherrscher gestellt, sorg- und harmlos im Zustande der höchsten Glückseligkeit — dann als einen von Sorgen und Mühen gedrückten Arbeiter; wir sehen khn hocherfreut über die ihm zugeführre Lebensgefährtin und bald als den Ankläger derselben, wir sehen ihn im Besitze des anmmhigen Eden — und bald als Vertrieben^»» aus demselben; wir sehen-tha ÄS hoffnungsvollen und bald als kummervollen Barer; wir sehen den einen seiner Söhne sich im Dlure wälzen, den andern sich unstät durch die Welt treiben; wir sehen das ganze Menschengeschlecht bis auderchalb Jahrtausende nach der Schöpfung schon wieder uurergehen. Wie lassen sich wol diese plötzlichen Umgestal, rungen erklären? — Nur. als die traurigen Folgen des Ungehorsams gegen Gort und sein Worn Dowol die Ereignisse, dieses , als jedes folgenden ZeirraumS ftlbst auch die Geschichte unserer Tage ktweist unwiderleglich, daß nur Lio-losigkeil gegen den hitumttschen Barer und Ungehorsam grsev seine Lehre essei^ was des Menschen persönliche*) Zufriedenheit und Gewiss ftnsruhe zerstört, das Famrliengtück zerrüttet, den Ge, meinsinn im Volke zernichrer und die Einheit der Nation in Secren spaltet. Uns lasset die Religion, chelcke poch heute dieselbe ist, wie sie Gott »m Sinne rrug^ ^ehe Himmel und Erde erzeugt wurden, wie sie unsere Väter am Sinai vernommen, wie sie Israel durch alle Zeiten, Länder und Schicksale begleitete. wie sie in ihrer rein und unenrweihr erhaltenen Gestalt über alle kommenden Geschlechter bis zum Ende der Zerren L'chr und Wahr, heit verbreiten wird, — lasser sie uns nie auS dem Herzen, nie aus dem Munde. nie aus dem Pfade weichen, auf dem wir die u,»S zugemessenen Tage durchwandern sollen. Sie har der Allwissende für alle Zeiten und Umstande zum Heile und zur Seligkeit der Menschen geoffenbaret. Ohne sie giebc es keine ächte Selbst- und Nächstenliebe, kein Treue gegen Staat und Vaterland; in ihr aber finden »vir Liebe, Freude, Friede. Sie belehre uns, wenn wir zweifeln, sie leite unS, wenn wir irren; sie mäßige uns in Freuden uns rräste uns in Leiden; sie beglück' und führe uns auf Erden, bis wir des Himmels rheilhafrig werden. Skizze aus Jerusalem. (Fortsetzung) An der Spitze des "'-v? 7? ist eine Ruine mit einem ziemlich hohen Thurme, auf welchem ich heute mit einem amerikanischen Christen war, der als Consul hieher geschickt und nun als Privatmann hier wohnt unv fast täglich in mein Haus kommt. Auf benanntem Thurm har man eine Aussicht auf viele Meilen, man erblickt dort o« und den Pi«, auch ist in dieser Ruine ein rundes Gebäude, welches von vielen als die Grabstätte der 'r»w ö-üm angegeben wird» Am Fuße des v»„'w v ist das nn, das dis über die 2L«; pass ek p. 172, 174. cirirt von Banmgarkcn XXVlll. S. 570, Anm. Col. b.: «Spinoza (dessen Ansichten und Lehren von Gott und der- Religion zu bekannt find, als Laß wir ihrer hier Pt erwähnen Härten) rief in seiner letzten Krankheit (er starb schon im Itsten Lebensjahre) öfters Gott an, daß cr »hin al^ einen elenden Sünder gnädig sein möchte, ingleichem, daß er beständig einige Stücke von Alraunwnrzel bei sich geführt, u»n feinen Todzu beschleunigen und sich gegen dessen Gewalt zu betäuben.