Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 41 (12.10.1847)
- Date
- 1847-10-12
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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jener theucrn Gesundheit. MH die Gebet« sind ^2 nicht (unerhört geblieben. Lange noch möge der sichere in ungestörter Kraft in feinem segensreichen Wirken so fortfahren, wie bisher. — Bei dieser Gelegenheit können wir nicht umhin, einen Bericht des H. Corrcspoudenten, der auch in diese Blätterübcrgegangen, insofern zu berichtigen, als wir ein Mißverständniß zu dem derselbe leicht Veranlassung geben könnte, jedenfalls Hinwegräumen müssen. Bei Gelegenheit der Reise des jungen Baron v. Rothschild nach dem Orient, bemerkt der H. Corresp.: Unser Reisende wird seinen Rückweg über Palästina und Jerusalem nehmen, um persönliche Kunde über die Zustände der dort residircnden Juden einzuziehen, zu deren Verbesserung die Familie Rothschild bekanntlich schon bedeutende Summen verwendet, welche aber nicht immer auf das Zweckmäßigste angelegt, vielmehr, zum Theil wenigstens, der Bestimmung des Gebers durch ungetreue Hand entzogen worden sein sollen. Es bedarf nun wol kaum der Erwähnung, daß, wenn jene Angabe überhaupt wahr, sie sich einzig und allein auf einige bekannte, außerordentliche Unterstütznngsfälle. zur Begründung neuer Institute, die freilich nicht dem Willen der edlen Geber entsprechend vollfnhrt wurden, sich beziehen können, während die gewöhnlichen Gaben der woblthärigen Familie von jeher dem Amsterdamer Lomittce überliefert wurden, welches nach wie vor. mit jenem unschätzbaren Vertrauen be, kleidet, fortfährt, selbige dem Willen der gütigen Spender gemäß zu vcrtheilen. England. London. Das ,.iUnrini>§-<^llro»iol6" erklärt nun die Zulassung des Baron Rvthschild's in das Unterhaus für eine nach dem Vorgänge der ersten Wahl eines Quäkers im Jahre 1843 so gut als erledigte Frage. Es werde keiner besonderen Juden- Emancipations-Bill bedürfen, sondern, wie damals, mit Umgehung 4eL gewöhnlichen Eides das einfache ,,Ja" hes Quäckers angenommen wurde, so werde man sich auch jetzt mit der durch den Glauben des Gewählten vergeschriebeuen und in allen Gerichtshöfen des Königreichs zu Recht bestehenden Eidesformel begnügen. Die beistimmende Ansicht des Hauses könne nicht zweifelhaft sein. . Türkei. Konstantinopel, Ende Juli. In jüngster Zeit hat die Negierung einen neuen Beweis des liberalen und aufgeklärten Geistes an den Tag gelegt, der sie seit lange schon so ruhmlichst auszcichnct. Während'nämlich Jünglinge des muselmännischen und christlichen Glaubens bisher in der kaiserl. medicinijchen Schule von Galarä-Lerai als Zöglinge ausgenommen wurden, waren dieisraelit. Untcrthanen des Sultans von dieser Wohlthat ausgeschlossen. Auf die der Negierung darüber vorgebrachren Beschwerden hat der Großhcrr allsogleich befohlen, daß das Glaubensbekcnntniß fn den Gerechtsamen seiner Untenhanen keinen Unterschied mehr zu bringen habe, und daher auch die medicinischcn Bildnngsanstalten den Jünglingen aus der jüdischen Gemeinde zu erschließen seien. In Folge dieser Verfügung hat die obcrwähnte Schule 38 israelitische Zöglinge erhalten, wovon 23 in der Anstalt und die übrigen 15 in Privatwohnungen ihre Verpflegung erhalten. Erstere bekamen aus einer besonderen Rücksicht von Seiten der Negierung 2 Präfectcn von ihrer Gemeinde im Hause zu Galata und ist ihnen eine ihren religiösen Satzungen entsprechende Küche insbesondere zugewiescn worden. Im Uebrigen ist ihr Studium mit dem der übrigen Zöglinge gemeinschaftlich. Von den benannten 23 Kostzöglingen hat Konstantinopel 17, Smyrna 3 und Salonich ebenfalls 3 geliefert. Briefwechsel. scrnnbin nickt r» bclästiaen. ' Verlag: Her 0 l d'sche Buchhandlung in Hamburg. Druck: Gcdrüder Bönn in Altona.