Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 41 (12.10.1847)
- Date
- 1847-10-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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3W Widersprüche, die schroffen Conttaste bei allen vvrkommenden Tagesftagey ' auf dem Gebiete deS /religiösen ZUdeflchuins.. LO'l?yV..v?k>Un.d was gewinnet Ihr durch Eurenfarb^ und gehaltlose, des Mannes, des Juden, des Geistlichen; so unwürdige Haltung? Zhr wolltet die Gegensätze vermitteln? wolltet das LhMrulp bilden, dem beide Pole sich nähern, um welches sie sich bewegen sollen? Täuschet Euch nicht. Gebet sie auf, diese unhaltbare Steilung, bekennet frei und offen,, daß Ihr Gottes seid, daß menschlicher Ruhm geringe und vergänglich, wo es sich um die Heiligkeit göttlichen Wortes handelt. Daß Zhr auf uns hören möchtet! — Aber sie hörten nicht, konnten sich nicht trennen von dem Systeme des unentschiedenen Schwankens, die vorzüglich geeignet schienen, auf die ohnedies schwankenden und uneutschloffenen frommen Nabbincn einzuwirken. Da war es allerbinas an der Zeit, entschieden aufzurreren, und, nachdem man zuvor aus eigenhändige» Briefe» der Häupter und Leiter erfahren, um was es sich eigentlich handle, und nachdem eine große Zahl der Angemeldercn durch ihre bekannte Denk-, Lehr- und Handlungs - Weise beurkundet, in welchem Sinne sie gesonnen, der an sie ergangenen Aufforderung Geirüge zu leisten, mußten die Einen gewarnt, die Andern belehrt, vor Allem aber der Schleier hinweggezogen und das Gemälde in seiner wahre», natürlichen Gestalt gezeigt werden. Die Theologen - Versammlung , so erklärte man bestinunr und öffentlich, ist nicht im Geiste des orthodoxen Zudenthums projecrirt, ja steht im Widerspruche mir demselben, wer sich zu ihr bekennt, har dadurch seinen Austritt aus der Mitte des orthodoxen Zudenthums bestimmt manifestirt. Das wirkte, und von dely Augenblicke an war es um die Theologenversammlung^ geschehen. Ein „8auve pent" erscholl von allen Seiten, überall suchte, man Ausflüchte, nahfli selbst gegebene Versprechungen zurück, und was zurückblieb, wae.^.37^Md,^Opo5, wie man sich auSSrffckte. Die DexsaMDlyNH.^ wap. dfMach .gescheiten und mit ihr zugleich 7-7- und das ist bei Weitem bedeutungsvoller — das vLl^Hen- Häuptern desselben vertretene Princip des gemäßigten Fortschritts. Dieser sogenannte gemäßigte Fortschritt konnte nie zur Herrschast gelangen, weil er, an und für sich selbst ein Unding, höchstens den erborgterr Schein des jüdisch Religiösen an sich trägt, seiner innern, wahren Beschaffenheit nach indeß einzig und allein der modernen Zrreligiöllrar, dem antijüdischen Unglauben angehörr. Für diese aber bc- Maaße vertreten in Reformverein und Nabbinerversammlung. Keine Halbheit, keine Unennchiedenheir, kein persönlicher Eigendünkel, kein hochmütiges Herauskreten. Ein Gott, Eine Religion, alle Diener, gleichberechtigte Priester. Zenes System umgesioßen, dieses zugleich anerkannt, ist ein gewiß nicht zu verhöchst bedeutungsvolles Resultat des verflossenen ZahreS im Interesse des religiösen Zudenthums. (Deschl. folgt.) GottähnlichkeLt. Betrachtung v. B. / Zst der Mensch Staub und Asche, hinfällia, dahinwelkend, und, als irdisches Wesen endlich; so kön, nen wir cs dennoch nicht läugnen, daß er auch als geistiges Wesen, große Vorzüge und schöne Gaben, von der Gottheit gesandt, besitzt. Seine Vernunft erhellt ihm manches Dunkel, enthüllt ihm manches-i^Zeheimniß, erhebt ihn von dem Boden, auf dem et^jvanderr, hinauf zu dem Göttlichen; das Sehen sei,A Augen wird durch sie zum Schauen und zum prüfenden Blrcke, dahin führt ihn seine Vernunft; durch die Vernunft bietet chm die Gegenwart manche treffliche Lehre dar, die für ihn die besten Folgen haben wird in der Zukunft, wenn er sie gehörig zu benutzen gewußt. Durch die Vernunft wild ihm jetzt schon manches aus der Zukunft klar, und was bestimmt einrreffen wird, weiß er daraus auzugeben. Durch daS Gedächtniß behält er das einmal Erlernte für längere Zeit, und nur da-