Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 33 (17.8.1847)
- Date
- 1847-08-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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zum Gegenstände der Volkebelehrung." Sie hätten, m. f. H., zum „ausschließlichen" sagen sollen. Wol predigen auch die alter» Rabbiner sehr häufig über diese Gegenstände, allein fie ermangeln auch nicht, bei jeder Ge egenheir ihren aufmeiklamen Zuhörern die strenge Befolgung der positiven Lehren des Iudenkhums mir Wärme und Begeisterung einzuschärfen. Nattulich, der dessen Lebens- und Handlungsweise in krassem Widerspruch mit diesen Lehren stand und zum The«! noch Zuhörer an den „Lpiittcr" und „Balken" erinnert werde, nimmer wagen, darüber zu sprect'en, und es b erbt ihm daher kein anderes Feld, auf dem er sich ohne anzustoßen bewegen könne, als das von den „bürgerlichen Pflichten" und „des socialen Leben-" §. 4. und 5. „Diese Leutchen" >ein würdiger Ausdruck das, für 390 Seelenhirten, unter denen es selbst eine freche unpilpulistische Seele wird es nicht zu leugnen wagen, heilige Männer gicbl —) „Diese Leutchen verhindern die Einrichtung und Errichtung guter Zugendschnlen, auch ist kein einziges Beispiel daß eine Zugendschule durch die pilpulisiische Partei gegründet worden wäre." Aus der einfachen Ursache, weil die pilpulistiscben Seelen befürchten, daß die Jugend die klare religiöse Aufführung des Menrors sich zum Muster nehmend, von der Dahn der strengen religiösilät abweichen möchte. Würde aber ein religiöses Zndividuum als Lehrer in einer Schule angestellt, , da boten die Pilpulisten willig die Hand-und unterstützten die Schulen aus allen Kräften. So z. B. war der bekannte Lirerar E M. Srern schon -vor langer als einem Decennium mehre Zahre Lehrer in den : Zudenschulen zu Presburg pM Eisenstadt, un dl ebten au beiden Orten im herzlichsten Emverständniß mit den Nabbinen,(lid^boM 4E den VllpulMschev-S«lctt . geihörten. 'Eln^.i.unwiderlegbaren Dewrjs/i daß die pilpulistischen Seelen nicht den gebildetcnsonvern bivs jenen verabscheuen ühv' verfolM^Är Äit/eiüer falschen und vberfiächlichrn: Ausklärerei antijüdische. Grundsätze zu verbreiten sucht, liefert die in den jüngsten Tagen stattgehabre Mährische Landrabbinerwahl. Wen haben die orthodoxen Rabbincn — das Wahlcvlleginm, von dem einzig und allein die Berufung zu diesem wichtigen Posten abhing — gewählt? Sie wählten einen mit gründlicher Gelehrsamkeit ausgerüstet, durch seine tüchtigen theologischen Werke in ganz Deutschland bekannte» und an einer deutschen Universitär absolvieren Docror der Philosophie, nämlich den frommen S. R. Hirsch, dermalen Rabbiner und Prediger zu Emden. Auch der obenbenannre l)r. Wrhrmann wuroe von den Orrhodoren in seiner Gemeinde, und Or. N- Adler von den Qrihodoxen in London zuin Rabbiner gewählt. Orthodoxen gehaßt und vclachtet wird, sondern une Asrergebilbeleii, die dadurch ihre tiefe Gelehrsamkeit und hohe Bildung zu Manifest««» glauben, wenn sie in Wort und Schrift als Feinde des alten Zubenrhums auslrelen und mit gemeinen, pöbelhaften Witzeleien r» Ir» Grallenauer die Anhänger des Talmuds lächerlich machen Freilich hofft man die cigene Schwäche aus diesem für jeden Rabbiner nnenldehrt«chen »viss-,>schaf-!kchen Gebiete zu beschönigen, wenn man talmudiscbes Wissen als überflüssig, ja schädlich darüellt. Denn diese verknöcherte»» „Pilpulisten" lasten sich durch alle Künste der iLhartaranerie nicht rauschen, und nennen das Kind beim reckten Namen, nämlich. AinI?Oi«x; lünc »Ilse lacrlmue! 7 , . Der Z. Paragr. enthalt einqanzes 6)ronologischcs Sündenregister der „piI p»»l«stischxa S^-len„Zm Jahre 1791 hinrertricben sie die Uebernahme der Milnarpflichrigkelr/^ . Allb/kqnn^ist xe, ,daß die „pilpulisti>che Seele" Z. Landau,, Rabbiner zu Prag, schon im d^jZahrzehyt des.vorigen^ Sä^ilums eine Stands rehe a»r^die. j»»dischen Rex,rplen,,hielt, in der er sie zum y:e»»e.n,Kftyff,e.,tü^^aiser.,pnt».Baterl,qnd, ermahnte und beredeten Worten schilwjr^tziez,,pWMilsche, Se/)e" s.lber sW^M^r»MMs.chk^-fu^W;Boxg^etzten, seid treu aus W'Kk,) g^hlijhtgEAus (8sshxrsam"iU,,s. tv.;, „vergesset .sftch^ e^rr Mli^n Md,schär»,r .euch nichs,. Juden euren christ- UchenM^esg^n„ff;aKs.fie,,.euchLZu,Fre»md,n, u. s. w. M^erjxu, .wxichet in keinem Falle von dem Glauben, eurer Väter und dienet unsrem Allergnädigsten Landesfürsten mir gutem Willen und rastloser Thätigkeit " „Erwirket euch und unserer ganzen Nation Dank und Ehre, damit man sehe, daß auch unsere bisher unterdrückte Nation ihren Landesfürsten und ihre Obrigkeit liebt und im Falle der Noch ihr Leben aufzuopfern bereit ist." *) So sprach vor länger als einem halben Zahrhundert eine „pilpulisiische *) S. die von unpilpulistischm Seelen redigirte Zeitschrif »Maseph« vom Zahre 5519 (1788) Seite 252.