Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 33 (17.8.1847)
- Date
- 1847-08-17
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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«-M 266 Mr- Mittel gefunden, die Mütter der künftigen Generation, zu dem Ideale zu erheben, daß sie vor allen Dingen selbst erreicht haben müssen, wenn sie wohlth.itig wirken sollen: so ist gar kein Zweifel, das; wie in der körperlichen, so auch in der sittlich-religiösen Bildung Alles besser stehen würde. Nur müßte man ihnen dadurch in den höheren und in den niederen Ständen zugleich die Zeit und Muße verschaffen, sich ihren Kindern wirklich mir ganzer und freier Seele widmen zu können. Zeitalters gerade jetzt auch auf das weibliche Geschlecht wirkt, dürfte zunächst wenig Hülfe von dieser Seite zu hoffen sein. Auch Pestalozzi fühlt sehr woh', daß er von den Müttern mehr verlangt, als sie gewöhnlich leisten; es wird ihm bange, wenn er mit seiner Lieblingvidec in die Welt tritt und Ellern sucht, durch welche sie realisirt werden soll, „Hingerissen" gesteht ec selbst, „von dem Bilde der hohen Kraft des Vaters und der Matter, sehe ich mich umringt von ciPw Welt, wo ich diesen Vater und diese Mutter weit und breit umsonst suche. Die Welt, wie sie wirklich ist, liegt so schwer auf dem Menschen. Es ist allenthalben so viel Geist und Herz verwirrender, Liebe tödtender, Kraft errstickender und Gefühl entheiligender Widerspruch, Anstoß und Gewalt l — Das Verderben eines so unglücklichen Geistes der Zeit erschwert nicht blos die Möglichkeit, den Segen dieses Sinnes unter den des häuslichen Lebens der Edelsten und Besten zu diesem Ziele." 2) Zwar gehört die Liebe, der Mutter zu ihren Kindern, besonders j» dem frühesten Alter zu den verrilgbarsteu Gefühlen in^der Natur. Sie ist, als Trieb und .Neigung,betrachtet, in ihrer Allgemeinheit und in ihrer Stärke derGeschlechrsneigung völlig analog, sogar bei manchen Individuen noch ungleich stärker als die letztere. Sie erscheint uns in Personen, sen gleichen. Sie ist folglich hier wenig mehr oder nichts anders als ein Instinkt, der sich auch bei Thiedie Mutter auch gegen die häßlichste, unsittlichste, schmutzigste, oft sogar strengste Amme tu der Neigung desselben zurück. andere Pflichten und Geschäfte har; weil ihr Körper zu schwach ist; weil dem kaum ein,ährigen Krude schon ein zweites und diesem ein drittes gefolgt ist; oder nen muß, damit sie mir dem Kinde nicht zu >runde gehe. So.A'ß in der Wirklichkeit! In unfern Büchern kann dies. Alles anders sein. Z). Wir wollen uns aber den besten Fall weit allgemeiner denken, als er wirklich ist r die Mutter soll gesund, kraftvoll sein; sie soll sich ihrem Kinde ganz hingeben und eS eifersüchtig jeder andern Wartung und Pflege mft der völligsten Verläugnung aller eignen Bequemlichkeit und Ruhe entziehen; sie soll auch saust in ihrem Temperamente, höchst sittlich in ihren Gefühlen sein; es soll aus jedem Blicke nur Liebe und Wohlwollen ausströmen auf das Kind an ihrer Brust und auf ihrem Schooße: sollten durch dies Alles wirklich