Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 30 (27.7.1847)
- Date
- 1847-07-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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2!! ihm noch so bedeutungslos zu sein. Eine tiefe Ehrfurcht vor Höherstehenden, vor Aelresten und Weisen fern weiden, und darum fand eS auch der Herr noch der Erlösung würdig. So hören wir auch den Herrn auf Moses obenerwähnte Frage antworten r r-f''!> ihnen die göttlichen Worte vor, da antwortete das sannnrUche Volk r alles, was der Herr gesprochen, wollen wir rkun, woraus denn auch ihre Folgsamkeit gegen seiner Bestimmung, die es erreicht. Darum konnte es ungeachtet seiner Rohheit doch endlich durch lange religiöse Pflege zum duftenden Lebensbaume emporschießen, in dessen himmlischen Schatten Vertrauen u. Glaube ruhen. (Fortsetzung folgt) Der Unterricht in der ÄeligLon. (Beschluß.) Noch von einer anderen Seite stellt sich diese hohe Bedeutung heraus. Es ist nämlich eine eigenthümliche Stellung, welche, seiner Aufgabe gegenüber, der Neli« gionslehrer eittnimmr. Mir dem Mitcheiien von Kennr- Nisscu ist hier nur das wenigste gechan. Hier ist der Zweck des Unterrichts dann erst erreicht» wenn das äußerlich Micgerheilte ein innerlich Erfahrenes, wenn daS historisch Gegebene zu einem von dem Schüler selbst Erlebten wird. Dass es aber das werde, dies herbei zu führen, ist die Haupraufgabr des Lehrers. Er kann immer Kenntnisse mirrheilen und fromme Ger fühle erwecken: aber es kommt darauf an, ein auf d u Grund dieser Kenntnisse und Gefühle sich gestaltendes Leben hervorrurufen. Es wird uns scheinen, als müsse nicht wüßten daß die Verqege,nvärr«annq der Größe entgegenflehenden Schwierigkeiten den Starken nur zu noch größerer Anstrengung anspornte, und wenn wir Gedieaneres zu leisten. Wo er aber sich an die Grenzen seiner Wirksamkeit gestellt sieht, da wrrd er zu der Kraft, die wir vorher eine übernatürliche nannre", zu dem Geber seine Zuflucht nehmen Ohne dieses kann ein rechter Religionslehrer gar nicht gedacht werden. Es muß ihn himeilen in seine heilige Arbeit an den Herzen der Kinder, damit er jederzeit in der rechten Erhebung und Weihe vor ihnen erscheine. Und was nicht minder wichtig ist dann zur Fürbitte sich gestalt ren, und dem in die Herzen aestreuken Samen Son nenschein und Regen erflehen, daß er Fruchc dringe zum ewigen Leben. - - .. Schon hier stellt sich nach ihrer inneren Nolhwendigkeil eine Forderung heraus. d«e an jeden erziehenden >8ehrer> allermeist, aber und unbedingt an den Neli^ionslehrev gemacht.-werden. muH die nämlich, daß cc ein Mcntn von wahrer Frömmigkeit sei, d. h., daß er in dem Umgänge des Herzens mir Gott lebe. Ohne dies läuft er, mehr als irgend ein Anderer, Gefahr, in die gefährlichste Verirrung zu verfallen, die eS auf dem Gebiete des sittlichen Lebens giedr, in die Heuchelei. Er ist genörhigt täglich Worte der Frömnug kcir in seinem Munde zu führen, täglich zu reden von heiligen Gedanken, frommen Gefühlen, und wenn er innerlich dem fremd ist, was er äußerlich zur Schau zu tragen sich verpfl'chrer fühlt, so muß eine Unwahrheit in seinen» innen, Leben Platz greifen, die dasselbe