Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 30 (27.7.1847)
- Date
- 1847-07-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2625941-2626146-2626177--1026-2628616- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
untergraben; Diese endlich sind bestrebt, unS auf einen höhern Standpunkt der sittlichen Religion und der Moralität zu bringen. Jene brüten darüber, in die Untiefe deS Aberglaubens dich zu schleudern. — Von solchem Gerede ist sters die stolze Zunge jener Afn icinvr, wehe Jenen, die da sprechen zum Dösen, das ist gnr, zum Guten, du b'st böte; sehen die Nacht sich zur Leuchte, und zum Lichte sagen: du verdunkelst. Ja, wehe ihnen, die da sprechen von Revier«,, deren Srelc ewige Nacht umhauset, um deren Düsen nie ein Strahl des Glaubens spielte, von Frevlern, die nie gesehen, nie gefühlt die beseligende den Wandel irgend eines Frommen verdammen kann schr oft von »„vorsätzlichen Zrrthümern herrühren, wie wieder die Belobung des Lasters andererseits nur eine verworfenen Gefühle, ervrc 2) '? rww und beide Erireme vereint sind ein Greuel dem Herrn zu dem Moses sprach: bi, Q'-z A7, sie sind ein Geschlecht voller Verkertheile» Kinder, keiner Erziehung mehr fähig.. . ftres Rabbi Tarfon zu nehmen. Nachdem der Talmud zu der hunderlmaligen.Zurechtweisung verpflichtet, weil man doch nickruw'chte, :vb unsrre Mahnen durch öftcd. h. mir Zarchi man ihn über eine Sünde moralisier. die nicht so handgreiflich und vernunftwidrig Jedem dünkt, j'3v i>w i!: -)vs", so eiwicdcrt dieser: schaffe dir den Balken aus den Augen. Du hast ja einen Dalken vor, Finsterling, der dir diehimmeleklare Veranschanung der erleuchteten Humanitär, Liberalität, den Einblick in die Bedürfnisse der heurigen Zeitaufgabcn leider entzieht. Wie willst du, Lichtscheuer, es wagen, mir Schritte vorzuzeichnen, wenn du zu der erhabenen Richtung meiner Laufbahn kaum rwporblicken kannst? Lerne erst, wie ich, in der Schule der Zeit die heurigen Bedürfnisse und Verhältnisse kennen; erwäae, ermesse die Vereinigungspuncte des Lebens mir der Re: ligion, dann wird dir die Binde des Stabilen von den Augen fallen und dir aufgehen der lichte Stern der heurigen Bildung und heutigen Religion Und so sagen auch wir denn, da wo sol.be maaßlose Sprache herrscht, noch einmal mir Rabbi Tarfon, was wir nicht gerne sagen möchten der Hoffnung zur Besserung dieser Abtrünnigen ein ewiges Lebewohl csi v?,' .tiprw ^-pvc 'v cw A7J c' Zndeß gehen wir zu der Stelle der von uns angeführten Hagada hin. Folgen wir sofort den dunkeln Zeiten unserer Vorfahren, deren Zustände, in Egypten erspäbend, wie finden wir diese? Ein roher, bornirter Haufe, an den egyptiftben Görrcrn sich klammernd, liegt da in Banden und geistigen Fesseln geschmiedet. Es khur alles, was der erste Gedanke seiner Brutalität ihm einflößt, noch har eS die menschliche Starke des Widerstandes nicht entfaltet, sondern folgt unwiderstehlich dem Drange seines physischen Znstincks Daß dies wahr, bezeugen unzählige der bekanntesten Stellen in den heiligen Schriften Midraschim Und Agadas. Als der Herr dem Mose zum ersteninale die/Stunde der Erlösung verkündete, da rief dftser. wwelches nach talmuKscher BeWerknug heißtr mit welchem Verdienste kann ick sie herausziehrn? also auch Möse wußte ihnen keinen Vorzug deinilegen, wodurch es der Gottheit Arche kommen durfte. Aber eine löbliche Eigenheit lag von der Wiege seiner Pflanzdg ^vilöen Stamme aufbcwahrr, deren gesunde Wurzel den Orkanen seiner Bedrückung cutgegentrotzre. Unbedingter Gehorsam, ja blinde Hingebung in dem Willen seiner Weisen und Aelrcsicn war die Blüthe, ans der Israel späterhin die himmlischen Safte sog. fühlte es sich auch nicht von der Wahrheit und Wichtigkeit irgend einer ihm befohlenen Ceremonie durchdrungen. lag deren Ausübung ihm dennoch feierlich ans Herz, wenn diese nur von den Acltesien ihre Weihe empfing und für heilig erklärt wurde. Er bespöttelte nie ein Gebot, und schien es