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Der treue Zionswächter · 1847-07-20 · 29 (20.7.1847) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
29 (20.7.1847)
Date
1847-07-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
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240 Herr Sulzer, der wie Herr Mannheimer, der Einladung des Nikoleburger Vorstandes gemäß dahin gefolgt sind, leirere den Act mir uw rw, dem ein Psalm folgte, ein. worauf Herr Mannheimer die Znstallirungsprcdlgt, die die dem Znhalre angemessenen Worte-der Parascha : hielt, worin er Mir bec «hm eigenen geist- und kraft« vollen Beredtsamkelt dem Znstallrrenden die zweifache hohe Aufgabe, welche ihn mir diesem hohen Posten in Israel gestellt wurde, lue Religion nach innen und außen nämlich zu vertreten, vor die Seele sühne. Zm Ganzen war diese Predigt, wie viele andere des Hrn. Mannheimer aus der letzten Zeit, im streng conservariven Sinne gehalten; ja, Herr M. versicherte darin, daß er es sich bewußt sei, von sich sagen zu dürfen, pv 77a -s!> b7pi, und habe er es sich frühzeitig zur Maxime lm Amte gemacht, nicht 77) s7p zu sein; vwHi noH und nicht sw4i out,!,. Es steht uns nicht zu, und am wenigsten dürfte hier der Orr dazu sein, zu untersuchen, in wie weck Herr M. dies im Leben bewahrheitet hat; allenfalls darf Herr M. vielen seiner Amrsbrüder gegenüber ein s7pz 7iv genannt werden. Nach Beendigung der Znstallarionspredigt nahm der ex otLeio anwesende Herr Kreiscomm'ssar dem Herrn Hirsch ungekleideren Mädchen, dem noch zwei, Blumen streuend, zur Seite standen, das allerhöchste Anstcllungsdecret überreicht wurde. Zn der aufgeregtesten, gcrührresten men, aufrecht zu erhalten, auf daß ja nicht mit ihr nach Belieben und Willkür gehandelt werde, das Eine bekzubehalten, das Andere zu unterlassen. Zur Warnung gegen ein solch sträfliches, gottlästerndes Verfahren solle ihn stets, fügte er höchst innig und treffend hinzu, dieser ihm unvergeßliche Tag mahnen: d,e>er Tag, der, als Vorabend des 17. Tamus, an eine Zeit erinnert, wo Israels Heiliastes geschändet nnd entweihet wurde tn,?:, ob vwvmvb wo der Gottesdienst aufhürre. Schrankend und Zügellosigkeit in Israel herrschte; wo inon, die Tafeln des Gesetzes in lausend Stückchen zerbrochen zur Erde lagen und Zeder, ein Stückchen, das ihm behagte, aus dem Ganzen sich heraussuchre. Diese vom Herzen geflosse nen Worte des Herrn Landee-OderrabbinerS verfehlten ihren Zweck nicht auf die Zuhörer, sie drangen in ihre Herzen, es waren Ho 4b Ho v'b^'o v'-ui. Len Schluß des Znstallirungeactes >m Gotteshausmachten nun die von Hrn. Sulzrr vorgelragenen Ps. 111 und 150 mit der Volkehymne. Aus dem Gvtteshause begab man sich 'ins Gemeindehaus, wo der Herr Kreisrommissair dem ganzen Acr zu Protokoll nahm, welches vom Herrn Laiidrabblner, von den anwesenden Rabbinern und Vorständen geserriger und auf die Ansprache des Herrn Kreiecommissairs Mit der frommen Thar einer milden Beisteuer zu der von dem rühmlich bekannten Herrn Kolli,ch rn Nikolsburg daselbst gegründeten und des segensreichen Aorlganges sich erfreuenden Taubstummen-Anstalt, beendigt wurde. Das gesammre verehrliche Personal mir dem Hrn. Landradbmer an der Spitze wurde hierauf unter Frcudenbezeugungen in die Wohnung des Letzrcrn geführt, wo in den zur ebenen Erde gelegenen von einem der achibarsten Männer Nikolsburg bewohnten Zimmern der dortige Vorstand ein splendides Mahl gab, wobei die vornehmsten Damen im ersten, die Vorstände im zweiten, der Herr Landes-Odcrradbmcr, d'e Herren Rabbiner Herr Mannheimer und der höchst humane Herr Kreis - Eomnnssarr nebst vielen andern christlichen Honoratioren im dritten Zimmer speisten. Es herrschte dabei der geniürhlichste fröhlichste Ton; passende Toaste auf das Heil Seiner Kariert Maicstär. aucgebrachr vom Herrn Landesrabbiner, auf das Wohl weiche um mir den Worten des Herrn Landesrabbincrs zu reden, darin bestehe, baß wir als Juden Bürger und Bürger als Zuden sein mögen entgegen zu gehen. Briefwechsel. der.salls nicht ohne specielle Erlaubniß deS Herrn Oderrabbiners geschehen. - I. H. in T- Nächstens; versuchen Sie's indeß auch einmal in Prosa. — Herrn Rabb i- . . in . . . e. - . Wir sind ganz ohne Nachricht geblieben. — L. in G. B. War voraus zu sehen; ist viel zu unwichtig. Verlag: Heros d'sche Buchhandlung in Hamburg. Druck: Gebrüder Bonn in Altona.

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