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Der treue Zionswächter · 1847-07-13 · 28 (13.7.1847) · page 2

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
28 (13.7.1847)
Date
1847-07-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
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trennt und ausgeschieden aus der'^Gesammcheir Israels uns darsiellen müssen: Wenn man hier die heiligsten Grundwahrheiten der jüdischen Religion, ihre Vergangenheit, die Offenbarung, ihre Zukunft, den n'w mir frechem Hohne längner, wenn Beschneidung, wenn fochten, verkleinert, anriquirr werden, wenn kein Gebot zu heilig, kein Verbot zu schwer verpönt ist, als daß Heuchelei und Selbstsucht nicht imSkande wären, seine Autorität zu untergraben, als nicht maßgebend und anwendbar sie hinzustellen, dann freilich — — doch nein, ich spreche ihn nicht aus, jenen verzweifelnden Schlußsatz dessen Möglichkeit zu denken, schon Sünde, Zweifel an jener göttlichen Weisheit und /illmachr wäre. Fraget die Geschichte, lener untrügliche Spiegel, der nicht Scl>einr der reine volle Wahrheit Euch enrgegenstrahler-,' fragen sie, ob nich^ähnliche Zustande im Gebiete, der. Zndeuheir, bereits^ früher vorgekommen, ob und wie. selbige siegreich aus demselben hervorgegangen ist? Und mir lauter vernehmlicher Stimme wird dem zweifelnden Frager die Antwort werden : Nichts Neues unter der Sonne, was istwar. schon. Alles vergehet, nur Gottes. Wort bestehen auf ewig. Als zur Zeit der Syrer-Könige das schon längst unterdrückte, demoralisiere Volk durch List und, Gewalt-seiner Religion abwendig gemacht werden, sollteals Beschneidung, Beobachtung des Gesetzes bei Todesstrafe verboten wurde, als Gcsetzesrollen überall zerrissen, Götzenalräre errichtet wurden, als und das war das Härteste, als Biele und immer Mehrere dem.Befehle gehorchtenvon ihrem Bärerglauben adwichen, da ermannte sich die kleine heldenmüryige Priesierschaar> da sammelte sie das Häuflein der Rechtgläubigen um sichscheuere nicht das Opfer deS Besitzes, des Daseins, wagte den Kampf gegen Abfall und Verführung und — blieb Sieger. Jene Makkabäer, die auf den Trümmern des Götzendienstes vom Neuen in heherem Glanze die leuchtende Opferflamme, wieder anzündeken reinigten den GlaubenSrempel , ihn weiheten seiner früheren heiligen Bestimmung» ihr Andenken ist uns nicht verloren, ihr aufopnichr äußere, rohe Gewalt wird heute gegen unsere GotteSreligion versucht, zwar nicht tyrannischer Machkspruch heidnischer Gewalthaber fordert den Abfall, befiehlt den Götzendienst; aber eine bei weitem gefährlichere Macht, die Macht der entfesselten Leidenschaft, x/der hochmüchigen Selbstsucht, ßle wird-angeregtvoran in den Kampf geführt- und die sie handhaben, die sie leiten, es sind die eigenen Söhue, die um so sickeren treffen könnten, weil es der wohlbekannte Murrerbnsen ist, gegen den sie ihre mörderische Waffe kehren. Wir dürfen »ichr ferner schweigen. Einen Schaden leugnen har Heilung, nie gebracht. Hülfe ist nur von wohlbedachter, freier Selbstrhärigkeir und Gegenwehr zu erwarten. Lasset uns der Makkabäer^Panier vom Neuen entfalten, seien wir bereit zum Handeln, bereit zum Opfern. Nicht rohe Gewalt, wöl aber entfesselte Leidenschaft wird gegen unsere Religion geltend gemacht. Selbstsucht und Genuß! Wolan, wir bannen jene zahmlose Leidenschaft, zügeln den übermäßigen Genuß, die allverzehrende Selbstsucht. Kein tyrannisches Machigebot. verbietet um blutigen Lebenepveis uns die Befolgung des Gesetzes, wol aber gleißnerischer, trügerischer Schein, tausendfältige Verführungskünste werden angewandt, um uns ynserm einzigen, wahrhaften errödren! Wolan, wir entlarven jenen heuchlerischen Heiligenschein, widerstehen jenen gewaltigen Höllenkünsten, klammern uns desto inniger an den allernäh. renden Murrerbusen unserer geheiligten Religion, bekennen in ihr unser einziges, unser wahrhaftes Lebenselement. Die so gegen uns aufstehen, sind uns nicht als Fremdlinge geboren, nennen sich mir demselben Namen, der unsere höchste Ehre und Zier! Wolan, laßt cs uns muthig vor aller Welt aussprechen, wer sich Jude nennr, muß sich zum Iudenchume bekennen, jene sogenannten Zuden, sie sind cs nicht, das Iudenchum verbietet uns, als solche sie anzucrkennen- Menschlichkeit — dem Menschen, Liebe — der Welt, Brüderschaft — zunächst dem Bruder. Das aber sind sie nichr, wollen sie nichr sein; deshalb Trennung. Euer und unser Zudenchum? Die Kluft zwischen Sein und Nichtsein möchte eher auszufüllen lein, als jene beiden Gegensätze; Vereinigung, Ausgleichung «st da unmöglich. Das lasset uns öffentlich aussprechen, ohne Scheu, Zdee opfern. Und in diesem Sinne möchte ich eine» Zuda-Makkabi-Verein Vorschlägen. Wiedererweckung. Kräftigung. Förderung des religiösen Lebens, nach innen, Much, Widerstand und Opfer nach außen. Gleiches Znteresse müßte alle jüdischen Gemeinden zrrnächst des Vaterlandes, dann weit über die Grenzen desselben hinaus, endlich überall da, wo jüdisches Religionsbekennrniß noch Wahrheit ist- — und das ist «S

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