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Der treue Zionswächter · 1847-05-25 · 21 (25.5.1847) · page 8

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
21 (25.5.1847)
Date
1847-05-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Bestehen eines jüdischen Volkes inmitten der Nationen, unrer denen dasselbe verbreitet ist, werde lebhafte Ver- Staate als ihrem alleinigen Vaterlands anzugebören, in welchem sie geboren sind, oder sich niedergelassen haben. An der Wahrhaftigkeit dieser ausgesprochenen Uederzeugung dürfe nicht entfernt gezweifelt werden, gebnng, Sprache und Religion von anderen Völker: schäften geschiedene Stammesgenossenschaft umfasse, könne solcher auf die Juden nicht angewandt werden. Allem dennoch bleibe den Juden eine in gewissem Maaße bewahrte Nationalität cigenthümlich, welche auf ihre Stellung im Staate von Bedeutung sei. Zuvörderst bestehe eine Religionsverschiedenheit, welche nicht blos auf besondere Glaubensnormen gegründet, sondern auch in mannigfachen äußeren, «n die der verschiedenen Völker, unter denen sie sich niedergelassen haben, erkennbar seien. Diese Srammge« nossenschafr solle nun wesentlich aus der religiösen Grundlage des JudenrhumS folgen. Die Denkschrift fükrr dafür an, daß, nach jüdischen Satzungen, eine Ehe mir Christen unstatthaft sei,*) beruft sich aber auf die Pariser Sanhedrin. welche die bürgerliche Gülrigr k-lt zwischen Christen und Juden allerdings anerkennt. Demnächst wendet sich die Denkschrift dem Gesetze speciel! zu und erläutert die einzelnen Bestimmungen. Die unbeschränkte Gewissensfreiheit wird den Juden vindicirt, die Staatseinmischung in die treu im gesetzlichen Worrsinn nicht zustehe und sie in ihren Functionen mit den christlichen Geistlichen in keiner Beziehung irgend eine Ähnlichkeit haben. Der Staat könne sich jedoch von einer Kennrnißnahme dessen, was rücksichrlich neuer Reformen vorgehr, nicht ganz lossagcn, da er mindestens wissen müsse. ob die beabsichtigten Umgestaltungen nicht ganz und gar die we,entl«che Grundlage des Zudenthums verlassen, auf welche dasselbe allein Anspruch auf Duldung im Staate har, und da eö ebensosehr in seinem Jutereste liege, vernünftige Reformen innerhalb des Judenthums nicht zu erschweren, als einer Zersplitterung desselben in so viele Secren vorzubcugen, daß ein Bestehen einzelner Judenschafren und mit diesen eine religiöse Erziehung und Erbauung unter den Juden unmöglich wird. zelnen Judenschafren und dem Staate gegenüber in ihrem rein äußerlichen Verhältnisse zu denselben darüber ausspreche, welche Ansichten und Reformen den ben feühalten, um darnach beurrheilen zu können, welcher Theil der dissentirenden Judenschaft als die eigentlich jüdische Gemeinde anzusehen sei, und daher zunächst man hier noch näher auf die umfangreiche Denkschrift eingehen, es genüge nur noch die Anführung des Inhaltsverzeichnisses der Beilagen, und zwar enthält die erster 2) Darstellung des gegenwärtigen Zustandes der Judengesetzgebung in Preußen (zwölf verschiedene Gesetzgebungen); b) Ergebniß der Ermittelungen wegen der socialen Verhältnisse und des sittlichen Zustandes der Juden in Preußen; e) Auszug aus der Denkschrift des Ministers des Innern über die Ausdehnung der Milirairpfilcht der Juden; ä) Auszug aus den, die Verhältnisse der Juden Jahren 1821—27 und im Jahre 1845; e) Ucbersichc der bürgerlichen Verhältnisse der Juden in den deutschen Bundesstaaten; k) Uebersichc der Anzahl der, in den einzelnen europäischen Staaten befindlichen Juden und ihres Verhältnisses zur Zahl der übrigen Einwohner dieser Staaten. Die zweite Beilage enthält: l) Darstellung des jetzt bestehenden faktischen und rechtlichen Zustandes des jüdischen Culrusr und Unterrichrswesens in Preußen, nebst mehrfachen Verfügungen und Aktenstücken als Anhängen; 2) Uebersicht der Gesetzgebung in den deutschen Bundesstaaten in Bezug auf die jüdischen Cultusr und Schulverhältnisse. (H. C.) Also ein förmliches Dementi der R. - V., die derartige Ehen für erlaubt erklärt- D- Ned. Briefwechsel. A. L. in B. Inhalt erhalten. Quittire dankend, soll dem Endzwecke entsprechend verwandt werden. — Herr Rabbiner in 2. Ist uns längst kein Gcheimniß mehr. Wir sind vorbereitet, werden handeln. — O. in L. Muß reiflich überlegt Die heutige Nummer des imkann, des verflossenen r>u'o:-Fcstcs wegen, erst künftige Woche erscheinen. D-Red. Verlag: Her 0 l d'schc Buchhandlung in Hamburg. Druck: Gebrüder Bonn in Altona.

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