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Der treue Zionswächter · 1847-05-18 · 20 (18.5.1847) · page 4

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
20 (18.5.1847)
Date
1847-05-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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des Wahren und Guten zu weihen, mit aller Anstrengung, trotz aller Hindernisse und Schwierigkeiten, das für wahr Erkannte in seinem Leben zu realistren. Durch unausgesetztes Streben nach dem Ziele seines Lebens löset er die Aufgabe des Lebens. Sie ist ihm von seinem Schöpfer gesetzt: er setzt sie sich selbst; er macht sich die Erziehung seiner selbst zur Lebensaufgabe; das Leben ist ihm die Schule zur Erziehnng für die Vollendung der Menschheit an ihm selber. Damit haben wir die eine und gleiche Aufgabe für Alle genannt; also auch für den Erzieher und Lehrer. Für ihn hat aber diese Aufgabe noch eine besondere Bedeutung Er soll sich nicht nur selbst erziehen und zum Ziele der Vollendung führen; er soll auch Andere erziehen; er har das Geschäft der Erziehung und Bildung sich zum Lebensberufe erkoren. Die Selbsterziehungsaufgabe durch das Leben hindurch gewinnt dadurch noch eine höhere Bedeutung. Er will Andere für das wahre Leben gewinnen. Andere veranlassen. das Wahre und Gute zu erstreben, in Andern die höchste Entwickelung der Anlagen und Kräfte erstreben; darum suche er diese erhabenen Eigenschaften zuerst und zunächst sich selbst anzubilden. Er erkennt, d. h. nicht: er habe es gehört oder gelernt, oder er halte es sich wie ein äußeres Gebot oder Sollen vor, und er ermuthige sich dazu, daß er eS glaube und befolge; sondern es ist ihm eine innere Wahrheit, mir seinem Sein und Leben, Denken und Wollen verwachsen, es ist sein eigenes Selbst, ohne welches er aufhören würde, als wabrer Mensch zu sein, zu denken und zu wollen; er erkennt: wie Keiner einem Andern etwas geben kann, was er selbst nicht besitzt .und hat, so kann auch Keiner entwickeln, erziehen und bilde» der nicht selbst entwickelt, erzogen rund gebildet .ist; ° 2) daß er in dem Maaße und rn dem Grade erziehend' und bildend auf Andere wirkt, mit Nvlhwen» digkeit ivirkr, als er selbst sich der Erziehung und Bildung theilhaftig gemacht, sie sich zu eigen gemacht hak; 3) daß er nur so lange wahrhaft zu erziehen und zu bilden fähig ist, als er selbst an seiner wahrhaften Erziehung und Bildung arbeitet. (Fortsetzung folgt) Abraham Aben - Esra Abraham Aben-Esra, geboren zu Toledo (angeblich 1093), war der genievollste, vielseitige Gelehrte des zwölften Jahrhunderts, dem selbst der Neid die größte Anerkennung zollte. Juden und Christen huldigen seiner ausgebreiteten Gelehrsamkeit . und sprechen nie von ihm, ohne zugleich Beweise von Achtung vor seinem Geiste und Charakter abzulegen. Der als Kritiker der Geschichte berühmte Bischof Ricard Simon erklärt ihn gradezu für den größten gelehrten Juden, der je gelebt. Er war Bibelforscher, Tbeolog, Philosoph, ein tiefforschendcr Philolog, ein Mathematiker und Astronom; als Letzterer verdankt ihm die Sternkunde sogar manche wichtige Entdeckung. Aber alle diese Kenntnisse standen im Schatten gegen das Licht seines Geistes, und seines unerschöpflichen Witzes, so wie gegen die Biederkeit und strenge Rechtlichkeit seines Charakters. Als Dichter verbindet er beißende Ironie mit einem edlen Herzen, tiefes Gemürh mit feuriger Phantasie, Kürze und Präcision des Ausdruckes mit sinniger, gemächlicher Auffassung. Jean PaulS Manier und Lessings Vielseitigkeit sind die würdigsten Parallelen seiner geistigen Bestrebungen. Er selbst sagte einst bei Gelegenheit eines dichterischen Wettkampfes zu seinem sehr gewandten Rivalen: »Wahr ist's, dem Manna gleichet Dein Gedicht. So hold ihm jedoch die Musen waren, so ungünstig war ihm Fortuna. Er hatte zu wissenschaftlichen Zwecken Reisen durch mehrere Länder Europas unternommen, und war 11.15 in Mantua, 1156 in Rhodns, 1159 in England, 1167 in Nom und schrieb seine Werke auf diesen Resten, daher sie oft das Gepräge ihres verschiedenen Vaterlandes tragen. Ein mühevolleres, trübseligeres Leben als er, führte selten ein Dichter. Er selbst sagte einst von sich: Diese perlende JriS war die schöne Tochter des Rabbi Jehuda Hallevi, welcher der Meister einer berühmten Dichterschule war. Von seiner Heirath erzählt man sich folgende. Anekdote: „R.

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