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Der treue Zionswächter · 1847-05-11 · 19 (11.5.1847) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
19 (11.5.1847)
Date
1847-05-11
Page
– (sequence 7)
Language
German
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151 So war cs ehemals, aber ganz anders ist es in unfern Tagen, 7wvI?vr>!>p!>ip Stimme des Krieges ist im Lager! Jeder will nach seinem Willen lehren, nach seiner Meinung unterweisen und nach seiner Einsicht die Wege zur Heiligkeit bahnen. Was diesem heilig und theuer ist, verwirft jener; was jener würdigt, verachtet dieser. Es erhebt jeder die Stimme für seine Meinung, für seine Einsicht und für seine Erfahrung. Es ruft jeder: 'h '?!, w! wer Gott angehören will, komme zu mir und nicht zu meinem Gegner! rc. re." Herr Duschak hatte seine Absicht nicht verfehlt; seine Reden haben kräftigen und lieblichen Anklang gefunden. Kaum erschien der längst erwünschte Tag, an welchem zur Wahl geschritten werden sollte, so wetteiferte Einer mit dem Andern, um der Waagschale das Gewicht der Majorität zugeben, '171 '25 und die gesammte Gemeinde stimmte für ihn. Von den 7 Candidaten, die nebst ihm hier ausgetreten, und nach demselben Zielwunsche das Wort geführt haben, verdient auch Herr Abraham Buchheim, Sohn des verstorbenen Ungrischbröder- und Enkel unseres sel. Nabbinen, besonders hervorgehoben und ausgezeichnet zu werden, der hier 222 w'zc mit allgemeinem Beifall und zur vollkommenen Zufriedenheit gepredigt, und gleich darauf 022!>c jni-ch über zwei ihm gegebene, verschiedene Bibelverse so zu sagen aus dem Stegreife ebenfalls sehr gediegen und mit dem günstigsten Erfolg gepredigt hat, wie auch eine geist- und gedankenvolle 2217. Was ihm aber die Krone aufsetzt, ist der Besitz mehrerer von den anerkanntesten Autoritäten des orthodoxen Jndenthums. Er würde allerdings, um 21p» t^vv zu sein, in dieses Amt eingesetzt worden sein, wenn er mehr ^an Jahren gezählt hätte. Sein Talent und Genie verbürgen indeß, daß er bald als großer Stern am Horizonte des Jndenthums glänzen wird. Im Beisein mehrerer Christen, ja selbst christlicher Geistlichen bestärkte und begeisterte er eifervoll die Zuhörer im Messiasglauben und endigte mit ungefähr folgender enthusiastischer Sprache: -Es sei mein Preis, es ist mein Ruhm, Aus Bayern. Wahrhaft ergötzlich ist es, in den verschiedenen jüdischen Zeitschriften und Journalen, die jüngsten politischen Ereignisse unsers Landes besprechen und die Consequenzen derselben für die jüdischen Verhältnisse mit triumphirendem Jubel verkünden zn sehen. Daß derartige Urtheile und Consequenzen durchgängig nur im Gehirn auswärtiger Correspondenten entstanden, einzig und allein das Gepräge ihrer subjektiven Färbung resp. Wünsche in sich tragen, bedarf wol kaum der Erwähnung. Hier zu Lande hat in dieser Beziehung auch nicht eine Minute lang ein Zweifel vbgewalter. Jene politischen und unsere religiösen Verhältnisse sind so sehr von einander geschiedene Dinge, durchaus herotogener Natur, daß eine Verschmelzung derselben nicht denkbar. Aber mehr noch hieße es die Geschichte unserer Zustände höchstens verkennen, wüßte nicht jeder Baier, daß die Erledigung seiner höchsten Jnterressen nicht aus der Eanzeley eines Ministeriums, vielmehr aus dem unmittelbaren Munde eines verehrten Königs selbst hervorgehct, eines Regenten, dessen Wahlspruch die Beharrlichkeit, dessen Leben und Wirken es stets bekräftigt, wie er mit eiserner Eonsequenz das einmal für Recht Erkannte und Bewährte stets durchzuführen und zu bewahrheiten wußte. Wahre tiefe Frömmigkeit, Anhänglichkeit an die väterliche Religion, galt von jeher so sehr, als Grundtypus des baicrischen Volkes, wurde von seinen Regenten ohne Ausnahme zu allen Zeiten so gefördert und gepflegt, daß es an Wahnsinn gränzr, von Reformation und Lichtfreundthum bei uns zn faseln, Erwartungen zu hegen, die auf den Umsturz aller und jeder Religion berechnet sind. Was wir waren und noch sind, werden wir ferner bleiben; politische Zustände gehören nicht zu unserm Bereich, unsere religiösen sind so fest und gesichert, wie stets und zu allen Zeiten. Frankreich. Paris. Die von dem hochwürdigen Rabbi Hirsch Lehren in No. 17 d. Bl. angezogene Stelle des vnivers IsrnLlite in Bezug auf die Spenden für die Leidenden im heiligen Lande lautet in jenem Blatte folgendermaßen:

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