Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 17 (27.4.1847)
- Date
- 1847-04-27
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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derunfl halte und auf die Ausübung aller gewerblichen und politischen Rechte im Staate durchaus keinen hindernden Einfluß auzuüben geigner sei.(?) (H. C.) Schwerin. Gestützt auf ein jüngst erst veröffentliches Commissionsgutachten, worin der neuerwählte Landesrabbiner Einhorn es förmlich erlaubt haben will, oiv-rv zu essen, haben wir uns, unter Einsendung , besagten Gutachtens vom Neuen an die Großherzogliche Landesregierung mit der unterthän gsten Bitte gewandt: Es doch nicht gestatten zu wollen, daß solcher Gewissenszwang gegen uns ausgeübt werde, einen Rabbinen uns aufzudrängen, der so wenig Anstand nehme, sich gegen die gewichtigsten Gesetzesbestimmungen der jüdischen Religionslehre so öffentlich und entschieden auszusprechen. Wir rechnen zuversichtlich auf soweitigen Erfolg-, daß uns wenigstens die Constituirung eines eigenen Rabbinats gewährt werde. Holland. Amsterdam den 3. Jjar 5607. Herr Redacteur! Wir können nicht umhin, unsere Verwunderung darüber auszusprechen, daß Sie'in ihren geschätzten Blatte No. 12 d. I., es uns als Jrrthum zuschreiben, daß wir in unserm Verzeichniß der uns für dic Hnngerleidenden im heiligen Lande eingegangenen Spenden eine Gabe aus M. in Mecklenburg von 23 Thlr. Pr. nicht mit angegeben haben. Keineswegs ist dieser Jrrthum unsererseits begangen worden, und geschieht auch Gottlob unsere Buchführnng in unserer Administration mit zu vieler Correctheit und Genauigkeit, als daß solches statthaben könnte. Vielmehr hat der Herr Empfänger a eosti diese Summa auf seiner Nota zu specifiziren vergessen und hat uns CA 434,10 Übermacht mit einer Nota, die sich nur auf CA 377.2 belief, und als wir nun direct um Aufschluß über die als mehr notirten CA 57,8 anfrugen, erhielten wir keine Antwort, und übermachten das Geld als gewöhnliche Spende in unserer Remesse vom 8. Kislew nach dem heiligen Lande, welches wir nun näher redressiren werden. *) Sie bemerken ganz richtig, daß jene Spenden ei« lautes Zeugniß ablegen von der Anhänglichkeit *) Wir bemerken, daß dieses seine völlige Richtigkeit habe, und war jene Bemerkung unsererseits auch nur deswegen gemacht worden, den Absendern in M. darüber Rechenschaft zu geben, daß ihre Spende eingeschickt worden sei. * D. Red. des Volkes an den Grundsätzen des orthoboren Judenthums; doch ist dieses mehr bewiesen durch das Beitragen so vieler kleiner Ortschaften, ats durch die ganze Summe. Sie glauben, daß mehr als das Doppelte des Beitrags von anderen Ländern gesteuert worden sei; doch irren Sie hierin. Wohl spenden manche der von Ihnen erwähnten Gegenden bedeutende alljährliche Unterstützungeü; für diese außergewöhnliche Gabe aber verwendete sich Niemand ohne unsere Anregung, und haben dieselben daher außer dem durch uns übermachten Gelds wenig erhalten. Aber auch durchaus haben nicht alle großen Städte so viel gkleistet, als sie hätten leisten können und sollen, wie sich auch hierüber der Redacteur der Onivers lsraölite in seinem Märzblatte sehr richtig ansspricht. Ihre Bemerkung aber, daß alle Gleichmachungs- und Auflösungsbestrebungeu auf Null hinauslaufen, ist eine zu große Wahrheit, aber leiver beschränken sich die Folgen dieser Bestrebungen nicht bei der Null, sondern sie schaden der ganzen Judenheit. Seit langer Zeit ist man nicht so oft mit der lügen- und boshaften Beschuldigung vom Blutgebrauch für die Mazzorh gekommen, als gerade in den letzten Decenien, während welcher die Jrreligiösität so viele Seelen zu ihrem Opfer gemacht hat Daraus entstand die Catastrophe in Damaskus, in Rhodus und jetzt leider aufs Neue in Jerusalem, wovon wir Ihnen nächstens Umständlicheres mitrheilen werden. Das sind Fügungen Gottes, daß wir gerade dann schmählich von den Bekennern anderer Glauben zurückgestoßen werden, wenn wir uns von den Gesetzen unserer Religion losrissen, um uns jenen zu nähern und bei ihnen in Achtung zu kommen, wobei dann der Fromme mit dem Bösen leiden muß. Fahren Sie indeß fort mit Ihrem so schätzbaren und heilbringenden Blatte, bis daß der Ewige sich seines Volkes wieder annimmt und uns ruft zu seinem Dienste in seinem heiligen Tempel Der Präsident der Pekidin und Amarcalin der israelit- Gemeinden im heiligen Lande, residirend in Amsterdam, H. Lehren. England. London. Die Verhandlungen des Unterhauses waren jüngst nur von inländischem Interesse. Auf ein«