Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 15 (13.4.1847)
- Date
- 1847-04-13
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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»M 120 andern Glaubensgenossen, daß der Jude darnach strebt, an Liebe und Muth den Edelsten, den Besten im Volke nachzueifern. Elsas?. NLühlhaufen. Zum Baue einer neuen Synagoge bat der hiesige Stadtrath eine Beisteuer von 15000 Frs. aus der Communalcaffa bewilligt. Solches Geschenk ehrt gewiß den Geber besonders dadurch, daß es beweist, wie sehr der Sinn der Humanität und der Gerechtigkeit sich immer mehr Bahn bricht; aber nicht minder den Empfänger, indem cs sichere Bürgschaft dafür ablegt, daß dieser durch sein Betragen nicht nur zu Klagen keinen Anlaß gegeben, vielmehr sich solchen Entgegenkommens und solcher Beweise der Achtung und Werthschätzung in jeder Beziehung würdig gemacht. Rechnet man nun noch den Umstand dazu, daß, wie im Elsaß im Allge, meinen, so sich vorzüglich die hiesige jüdische Gemeinde besonders durch strenge Religiosität, durch Hesthaltten an den Grundsätzen des orthodoren Judenchüms auszeichnct; so ist dadurch vom Neuen die Wahrheit bekräftigt, wie Verharren beim orthodoren Judenthum sich wol mit Emancipation verträgt, wie der strenggläubigste Jude der nicht einen Schrit^ weit von seinen Religions-Vorschriften abweicht, dennoch sich der vollkommensten Achtung und bek tEntaeqenkemmens seiner christlichen Mitbrüder zu erfreuen hat, eine Achtung, die eS nicht bei Worte» allein bewenden läßt, sondern durch die That selbigen erst die wahrhafte Bedeutung verleiht, sie in's Leben praktisch hinüber führt. In diesem Sinne hat uns das mitgetheilte Factum einen doppelten Triumph verschafft, den der Humanitär und zugleich den der strengen Religiosität. England. London. Zu den früheren Mittheilungen über den kürzlich abgehaltenen allgemeinen Bußtag unterlasse ich nicht, noch hinzuzufügen, wie die Feier in der Synagoge auf folgende Weise vor sich ging. Nachdem nämlich der Nachmittagsgottesdienst vollendet war, wurden mehrere Psalmen, wie der 13te und 25ste vorgetragen; darauf folgte daS vom Oberrabbiner eigends für diese Gelegenheit verfaßte sehr eindringliche und rührende Gebet; dem schloß sich eine ergreifende Predigt an, und wurde der Gottesdienst geschlossen mit Recitirung des 103ten u. ILIsten Psalms. In ähnlicher Weise fast fand in allen Synagogen des Reiches, sowol deutschen wie por> lugiesischen Ritus die ungeordnete Feier statt. Mögen die zum Throne des Allvaters emporgesandtcn Gebete nicht erfolglos bleiben. Am enthielt unser Obcrrabb. im „'z wieder einen ab, der sehr besucht war und das Interesse der Sachverständigen im höchsten Grade in Anspruch nahm. Anzeiger. Derselbe nimmt jüdisch religiöse Mitteilungen gegen lSgr. Gedülrren r« die gespaltene Zeile auf. Die Redaction Schulchan Äructz» Grsctz Ehsjim. oder Ceremonial - Gebräuche der ISraeltten für HauS und Synagoge. Mit vielen Anmerkungen. Gr. 8- Geh. 43 j Bog. Da dieses Werk an die deutschen Buchhandlungen nur ans Preis 1 Thlr. 10 Ngr. Die heutige Nummer des;r>bn-w,c kann, des verflossenen wd-Festes wegen, erst künftige Woche erscheinen. D. Red. Briefwechsel. H. K. in T. Wie Sie sehen, erhalten; das Andere nächstens. Die beregte Idee ist nach allen Seiten bereits hinlänglich erwogen, aber unausführbar befunden worden. Sic nützt uns am Ende auch durchaus nicht- — A. Gin P Zn die Herzen können wir nicht schauen. Zst das. was Sie schreiben wahr, und bestätigt es uns Ihr. würdiger Oberrabbiner, dann haben wir natürlich mit S» nichts ferner zu thun. Jene Äußerungen bedauern wir, doch bedürfen wir nicht der Rechtfertigung. — —-r— in —e—. '!> on nrr" db H — 3 in 3- Würde uns besonders lieb sein, wenn Sie gerade um diese Zeit hier Druck: Gebrüder Bonn in Alrena.