Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 14 (6.4.1847)
- Date
- 1847-04-06
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2625941-2626146-2626161--0880-2628454- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
eil,treten lassen, wenigstens also den Ruhm der Initiative für sich gewinnen wollten? Und das Volk, legt es nicht trotz Eurer socialen Bestrebungen, und gerade durch diese hervorgerufen, lauten Protest gegen Kriecherei und Aufdringlichkeit ein, spricht es nicht laut aus: Wir gehören zwei verschiedenen großen Familien an, und Gefühl und Natur weist mich darauf hin, zuerst für den Bruder, dann für den entfernteren Vetter und Verwandten zu sorgen? Wo bleibt nun noch der Nutzen, den jene folienreiche Emancipationsliteratur zu Tage gefördert? Und heißt man, ist man etwa deshalb Jude, weil unter andern geforderten Freiheiten auch zufällig die der Juden mit einbegriffen ist? Als vor einigen Jahren ein geistreicher französischer Advakat, ein beredtes Oppositionsmitglied der Deputirtcnkammer, das zu gleicher Zeit auch -Präsident des jüdischen Central Consistoriums war, als Crcmicur in Bctheiligung Montesiore's die Reise nach Aegypten unternahm, Anwalt der Juden warv, war es da die Sache des Judenthums oder der Freiheit überhaupt, die ihn bestimmte, für die er das Gewicht seiner Worte in die Wagschaale legte? Unbedingt nur Letzteres. Als Menschen werden wir ihm dafür unsere Achtung nicht vorcnthalren können, unsere Anerkennung ihm ansdrücken müssen, das Judenthum, als solches hat mit der ganzen Angelegenheit nichts zu schaffen, desavouirt sie gänzlich. Er, der damals von Gleichgesinnten als ein begeisterter Erretter der Judenheit in nnzähligcn Ovationen angefeiert wurde, er verriet!) bald darauf vw väterliche-Religion- und die Täüfe nÜ'thig'teden Präsidenten des israelitischen Central-Consistoriümß, 'seine^Stelle - a!§ 'solcher ineserzNlcgNn 'Gasif'deüselben -Mäubpitsict'- müssen Mensch'' dnrMus ' ''PAensÄWW2M PMicWMr6n!?Mch offne "' ^rfoMI^MoMillöü^KzoiWrPLZ 'lffm-'uWreuZjch- '' ^uH'MclW;-''Mr'^ YW'HM IM,MM« "als '' «FocktgÄW^MellMni2kn seineWTchüfteürhe- '''leügnet,' 'hat'^iö' HÄligsteN''jüdischessReliMnsgesehe, selbst Ä'v, das BündeszeicheN des- Judenthüms, öffentlich negirt, hat durch ein ganzes Leben bewiesen. wie er mit diesem Judenthume keine Gemeinschaft habe und haben wolle, steht mit einem Worte gänzlich außerhalbder Grenzen des religiösen Judenthums. Und ihn konnte man als Vertreter einer Mischen Gemeinde wählen, er konnte und durfte die auf ihn gefallene Wahl annehmen? Vertreter der jüdischen Gemeinde Hamburgs? Eine Unwahrheit, wie eine zweite kaum noch möglich! Fraget sie doch, ein Tausend und nochmals Tausend fähiger v'tiI 'övz, ob sie in N. den Vertreter ihrer religiösen und Gemeinde-Interessen ansehen? ob sie ihn einen Einfluß, vielweniger noch eine entschiedene Stimme auf ihre Cultus-Angelegenheiten einräumen möchten? Ein tausendfältiges, entschiedenes „Nein" wird laut und vernehmbar erschallen, wird es bekräftigen, daß wir eine Synagoge, aber weder Chor-Schule, noch Tempel, noch Reform-Saal hier haben wollen, daß er also zu uns nicht gehört. Oder war es nicht sowol auf den Gemeindevertreter, als auf den Vorsteher abgesehen. Sollte diese faule Fleck unserer Gemeindeverwaltung, Selbstergänzung des Vorstandes ganz ohne alle Mitbetheiligung der Gemeinde oder eines Gemeindeausschuffes, Repräsentation einzig und allein der Reichen und Reichsten, ganz ohne Rücksicht wenigstens auf den Mittelstand, den eigentlichen Kern der Gemeinde, dazu benutzt werden, der vorwaltenden Gemeinde-Majorität einen Vormund aufzudrängen, um nach eigenem Gutdünken schalten zu können? Dann freilich giebt es einen energischen Willen, der nie eifersüchtiger, nie entschiedener auftritt, als wo Argwohn, und zumal auf religiösem Boden rege gemacht worden, dann giebt es noch gerechte Behörden, die Zwang, und zumal Gewissenszwang nie dulden' werden - - dann giebt es vor Allem eine mächtigere Stütze, als Menschen, sie überhaupt nur gewähren können, und diese' täuschet und trüget nie; es ist die-'chwisse'-^iiWtMMkhxeit des-'-einzigen, wahren '' JndeUthüins- - »verbürgt- --durch ' das Wort dessen, -desseN-Hauch dine^-Welt erschaffen,-' dessen Wille sie r erkält; es heißt^ jüdische Nationalität- Gottes- - Religion. - ' - . . , - i 8. . -^ - 'B,^ i,'e^f w As'' ..!" - - ... . -