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Der treue Zionswächter · 1847-03-23 · 12 (23.3.1847) · page 6

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
3 (1847)
Issue
12 (23.3.1847)
Date
1847-03-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
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94 stimmt sei, so haben wir Grund, die Verwirklichung dieser Voraussagungen in nächster Zeit nicht für wahrscheinlich zu halten. Vermuthlich beruht das Gerücht nur auf einem Mißverständniß oder einer Verwechselung, denn mit gutem Grunde läßt sich die Veröffentlichung der schon lange in Berathung liegenden jüdischen Kirchenverfassung erwarten. (N. C.) Frankreich. Paris. An wahres Ereigniß war die Predigt des Herrn Rabbiner Mein, *) am v'l-pL '2 ML in dem großen Consistorial-Tempel zu Paris. Die für dieselbe festgesetzte Stunde war wenig günstig, der Tag war kalt und regnerisch, dennoch drängte sich eine ungeheuere Masse in die Synagoge um den orthodoxen Prediger zu hören, dessen Wissens dessen Frömmigkeit ihn bei der sranzösisch-israelitischcn Welt eine Reputation ohne Gleichen verschafft. Ebre dem würdigen Gottcödiener, wir müssen aber unser Lob in enge Granzen beschränken. Der Erfolg war ein vollständiger. Dieses lebhafte, energische Wort, dieses tiefe Eindringen zu den Herzen der Zuhörer, dieses bewunderungswürdige Gedächtniß, dieser Ausdruck des Dürmenacher Rabbinen, alles beurkundete die schöne Sprache der Worte, die die Ungläubigsten überredet, die Indifferentesten anregt. die Widerspenstigsten bezähmt. Auf dringende Einladung der portugiesischen Gemeinde predigte derselbe am ML nochmals und zwar in der porrugi fischen Synagoge; der Erfolg war derselbe. Kur; Herr Rabbiner Klein hat in Paris die lebhaftesten und achtvöllstcn Beweise von Sympathie erhalten; die gesammte jüdische Bevölkerung ohne Unterschied ihrer religiösen Meinung, haben diesem Haupte der französischen Orthodoxie die Anerkennung gezollt, auf die sein Charakter, seine Tugenden, seine Verdienste so gegründeten Anspruch haben. Altona. Das Amsterdamer Committee zur Beförderung der Gaben für die Hungerleidenden im heiligen Lande, veröffentlicht ftn einem Circular- Schreiben, die. von den verschiedenen Gemeinden des ») -Unfern Lesern als einer der gelehrtesten und frönnn- . stm Wortführer, Fast MS das Haupt der französischen Orthodoxie im Elsaß, durch häufige Wtthcilnngcn. im A.'ir-. und diesen Blättern hinlänglich besannt- D- 3icdheiligen Landes nach dort ergangenen Briefe, voll von Ausdrücken des Dankes und der innigsten Erkenntlichkeit, für die Spender solclss reicher Gäben, mit der hinzugefügten Versicherung daß, wenn auch in keiner andern Weise Entgeltung möglich, doch an deü jedem fühlenden Israeliten hochheiligen und theuren Stellen heiße Gebete emporsteigen werden für das Wohl derer, die Mildthätigkeit geübt, gegen die fernen, und doch so nahen Brüder. Angefügt ist ein Verzeichniß der Gaben von circa 280 holländischen, deutschen, französischen und englischen Gemeinden mit einem Betrage von Fl. 11117, 25. Bedenkt man, daß ganze Länder ihre Sendungen auf andere Wege bewcrkstcllen, (wie z. B. Polen, Preußen, Österreich, Ungarn, also gerade die Länder in denen fast durchschnittlich die meisten Juden leben)> bedenkt, daß alle diese Gemeinden während des verflossenen Winters die Armen der eigenen Städte und Länder vielfach bedacht, durch jene Gaben, diesen nichts entzogen, ihre milde Hand ohne Unterschied der Confcssion jedem Hülfesuchenden geöffnet, dann hat sich jüdischer Wohlthätigkeitssinn vom Neuen ein schönes Anrecht in den Annalen der Zeitgeschichte erworben. Aber mehr als das haben jene Spenden lautes Zeugniß abgelegt für die treue Anhänglichkeit des Volkes an den Grundsätzen des orthodoxen Jndenthums. Sie ist nicht erlöscht, lebt in inniger Wärme fort in den Herzen und Gefühlen der jüdischen Massen, die Erinnerung an eine Vergangenheit, die Hoffnung für eine Zukunft. Die Gegenwart, unsere materiellen und geistigen Kräften gehören unsrem zeitigen Vaterlande, an dessen Brüsten wir uns nähren das Gedeihen uns gewährt, unsere religiöse Zukunft sehnt sich fußet und wurzelt da, Oo die Wiege der Geschickte gestanden, -dem Orte der göttlichen Offenbarung.- Merket es euch! ihr Vereine und Versammlungen, merket es euch. ihr. mit euren socialen Gleichmachüngs- und Auflosungsbestrcbungen, 280 Gemeinden haben als außerordentliche Gabe 11417 Gülden^ für das heilige Land gesteuert, mehr als das- Doppelte ist von-andern Ländern gesteuert wörden,- das 'sind Thatsachett', die beweiset michrals eure banalen Redensarten, als pomphafte Phrasen, deren Resultat auf — Nullheraus lauft. Es haben dem Amsterdamer Committee an Speüden^ cingesandt: - "

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