Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 5 (2.2.1847)
- Date
- 1847-02-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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.zwei Seilen hin zu operiren, die Mitglieder der N.- V. wurden tüchtig angeschwärzt und verdächtigt, die eigenen Freunde und Parteigänger erhoben und lobgepriesen. — Einem solchen wohlangelegren allgemeinen Angriff-plane gegenüber schien es allerdings nothwendig, auch einen umsichtigen Verrheidigungsplan zu entwerfen, die R r V. bedurfte eines Organs, und so entstand die „Reform des Zudenthums." Zm Verlaufe d. Z aber haben sich die Umstände bedemend geändert?), die unnatürlich verbundenen, heterogenen Elemente haben sich inzwischen wieder aufger löst.(?) Der mit scharfen Geruchsnerven versehene Z.-W. hatte bald die versteckte Häresie der positiv »historischen Schule Frankel) herauegewtlterk und begann dieselbe ebenfalls anzubellen.(?) Seitdem nun der Dund gesprengt, wird das Kriegsgeschrei immer schwächer und schwächer(?) und ist dem gänzlichen Verstummen nahe gekommen. Der Z.-W.» der wie gewisse Thiere nur im Schmutze gedeiht, wühlt zwar fort im Koche, womit er aber nur sich selbst besudelt; keine reine Haud mag ihn mehr berühren. „Der Orient" hat seine giftigen Pfeile verschossen, und haben sie sein eigenes Her; ködrlich verwundet. Die Frankel'sche Zeitschrift har, um sich nicht noch mehr zu verrachen, das religiöse Gebiet ganz und gar verlassen und sich auf das neutrale Feld der Lirerärgeschichre zurückgezogen, wo sie nur magere, kraft» und saftlose Aehrcn aufltest und dam«t die hungrigen Abonnenten abspcist. „Werden diese dürren Knochen ie wieder Leben bekommen?" möchten wir mir dem Propheten fragen; wir glauben nimmermehr: Der religiöse Fortschritt ist erüarkr und erkrästigt (?) breiter sich immer mehr unter dem Volke aus, (?) die R.-V. bedarf keiner andern Stütze mehr, (?) sie har kein eigenes Organ weiter nörhig, cs genügen die bestehenden jüd.^ Zeitschriften dem gegenwärtigen Bedürfnisse hinlänglich, und werden dieselben nur dabei gewinnen, (?) wenn die bisher zersplitterten Kräfte sich coucentriren wollen. (Mannh. Abendzeitung.) Zcitrmgsnschrrchten. Mecklenburg-Schwerin. Ueberall im Lande circulirt jetzt eine Bittschrift um in den einzelnen Gemeinden Unterschriften gegen die Wahl eines Landrabbiners zu Stande zn bringen, dessen destructive Tendenzen hinlänglich bekannt sind. Daß sowol in der Residenz, wie auf dem Lande es noch Männer genug giebt, die ihrer Religion treu sind, nur einen frommen Landrabbinen wünschen, ist nicht zu bezweifeln; ebenso ist es sicher, daß die Landes-Regierung unbedingt einen Geistlichen' von H's. Richtung nicht wieder als Rabbiner bestätigen wird. Aber nichts desto weniger hat einerseits jene unheilsschwangere Aussaat hie und da ergiebigen Boden gefunden, andrerseits ist unser Statur unter einer Einwirkung entstanden der man jetzt unbedingt nicht denselben Einfluß als früher cinränmen würde. Doch hoffen wir auf die entscheidende Festigkeit unserer Gemeinden, auf die anerkannte Biederkeit unserer Behörden, vor Allem auf den religiösen Sinn, auf die Gerechtigkeit unseres allverehrten Großherzogs. Lieber gänzliche Trennung, als einen zweiten H.; nochmals darf unser Gewissen, darf unsere Ueberzengnng nicht so zum Opfer dargebracht werden, wie eS bisher der Fall war. Hannover. Grndon. Kaum war die Nachricht der Erwählung unseres verehrten Landrabbiners zum mährischen Landrabbiner Hieselbst angelangt, als alsbald in der hiesigen Gemeinde eine Bittschrift entworfen wurde, um unfern Geistlichen innigst zu ersuchen, jenen Ruf abzulehnen, und ferner in unserer Mitte zu weilen. Die ganze Gemeinde, wie Ein Mann, betheiligte sich bei Vieser Bitte, der;n gleicher Zeit das Anerbieten einer Gehalts-Erhöhung hinzugefügt wurde. Mehr als Alles verdient es aber hervorgehoben zu werden, daß auch mehrere der angesehensten christlichen Beamten und Netabilitäten sich dieser Bitte anschloffen, gewiß der sicherste Beweis, welch allgemeiner Verehrung sich unser würdiger Rabbiner zu erfreuen. Ob jener Wunsch wird? werden kann? — Hoffen wir es wenigstens für jetzt! Äaden Carlsruhe. Der Wohlthätigkeirssiun in jüdischen Kreisen war von jeher fast spruchwörtlich geworden. Nichts desto weniger hat man es >u neuerer Zeit häufig versucht diese Tugend dem speciell jüdischen Boden streitig zu machen, und se bige