Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 5 (2.2.1847)
- Date
- 1847-02-02
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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3. Umgang. Döse Beispiele verderben gute Sitten. Ein räudiges Schaaf steckt die ganze Heerde an, und endlich r sage mir mit wem du umgehst, so will ich dir sagen, wer du bist. Diese wahren und alten Worte gelten immer für Jung und Alt. Die zarte Jugend insbesondere ist leicht empfänglich, Gewohnheiten und Sitten anzunehmen. Sie ist eS leider allzuoft mehr für'S Laster als für die Tugend. — Besuchen nun, wie eS am häufigsten der Fall ist, die Religionsschüler auch zugleich die Volksschulen, worin sich die verschiedensten Farben von Schülern befinden, wie unausbleiblich und merklich, mithin nachtheilig, sind da nicht die Folgen, die alSdann, wie gesagt, ganz besonders Hem Religionsunterricht zuwider sind, noch abgesehen von den oft nachtheiligen Sitten des HauSpersonalS,— denn gewöhnlich find die Kinder außer der Lehrzeit, größcenrheilS nicht in der llmgebung der Eikern. Daher wnkcn solche Erscheinungen um so nachtheiliger auf die lugendlich'-n Gemüthcr, weil sie eben der Aufsicht der Eikern c.lzo.»en sind. — Nur bei außerordentlichen gestörr werden, oder wenn die Abwesenheit zu ihrem Nutzen gereicht.—Die bösen Beispiele wirken, wie bekannt, so unvermerrr auf alle Gemächer und insbe- Die beste Gesellschaft der Kinder sind die Eltern und Erzieher. Daher braucht wol dieser dritte Punkt nicht weiter besprochen zu werden. Erfahrung lehrt eS uns röwö v '»7t» sv einverstanden sein denn sie sprechen sogar in Gegenwart der Jugend D'cp '7 Wer leider wol mehr darunter, als die Jugend, die solche Gespräche mir anhärt, und wer empfindet sie mehr, als der Lehrer? Welche Extreme zeigen sich ihm augenblicklich? Was kann und soll zuletzt daraus werden? — Daher, Ihr Eltern und Erzieher, beherziget diese Worte wenn Euch an der Fortpflanzung unserer angestammten Religion noch Etwas gelegen ist, wenn Euch Eure Kleinen lieb sind, wenn Ihr sie nicht blos zeitlich, sondern auch ewig beglücken wollt. Gehet ihnen zu Hanse mir religiösem, gutem Beispiele voran, lasset ihnen Eure Handlungen mehr iverrh? sein, als alk Lehren. Gebet in der Wahl Eures ReligkonSlehrerS mir Umsicht zu Werke u. seid wachsam bei der Kinder Umgang?- dann nur verleihet Ihr ihnen Geistesnahrung und der verderbliche Zeitgeist wird bei ihnen keinen Eingang finden.' Israels Glaube, Religion u. Schriftkenrnisse vermach« Ihr ihnen dann als Erbe. Sie werden den Zurückbleibenden eine Leuchte, den Irrenden» Führer — und dem Glauben eine Stütze sein! DaS Positive unserer Religion müsset Ihr ihnen zu Hause und bei jeder Gelegenheit zur Versinnlichung des Glaubens vorführeu, den öffentlichen Gottesdienst nie mir ihnen versäumen, sie zu Hause für die Schule vorbereireu, den Lehrer achten lehren, dann wird ec wiederum achten, dem Gemeindelehrer mehr zu viele Aemre.r und Lasten, die doch ein jeder Andere übernehmen könnte, aufbürden, die Kinder auch in den jüdischen Lehrgegenständen, ohne den Schulunterricht, privatim unterrichten zu lasten, Abends, Morgens und Mittags zum üblichen Deren anzuhalrcn'. dann, so wisset, gebt Ihr ihnen Religion so gebt Ihr ihnen Alles; wir sehen alsdann ln unserer Jugend eine angehende bessere Generation ausblühen, die allen Anfechtungen der Zeit trotzen wird und es werden sicher die prophetischen Worte in Erfüllung gehen: .O'OW v'5 ll'kw '7 oft »1V7 slft^l oftim Noten ohne Text. Von 6ensor!nu8. 1) Die orthodore Schaar hat ihren Posten behauptet. (65 Mannh. Ztg.) 2) Die Wochenschrift „Reform des Judenthums" hat zu erscheinen aufgehört. (lki<5) 2) Der Zions - Wächter, der, wie gewisse Thiere, nur im Schmutze gedeihet, wühlt zwar fort im Kothe womit er aber nur sich selbst besudelt. Keine reine Hand mag ihn mehr berühren.*) _ (llii.!.)