Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 3 (1847)
- Issue
- 5 (2.2.1847)
- Date
- 1847-02-02
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Mahnung ist dir dies, Strafe für böse Tbaten ist (^orres Weck, de- Alles beherrschenden Königs; Werke eines all-.veisen Meisters, der insgeheim in seiner allliebcnden Fürsorge den Menschen nickt ganz verstößt. Dann sollst du in deinem Herzen erkennen, daß Wohlgefallen hat an dir der Herr, nicht dein Verderben will. Ferner, wenn Gottes Allmacht nicht dich zuweilen mahnte, dich aus deinem sanften Schlummer erweckte, woher wüßtest du, daß Gocres Blick dick bewachet, von dir zu scheuchen die wilden Heere der Narur, durch welche deinem Leben Gefahren drohen? Denn dächtest du auch: heute wars ein guter Zufall, heute wandte das Glück mir seine Gunst besonders zu, morgen aber rriffr des Schicksals Tücke mich, so wäre dein Denken stets nur Qual und Beängstigung. Stelle dir vor: Wenn Einer wandelt in dunkler Nacht und Fin 'erniß, an weis; er, daß auch die riefen für ihn nicht gefahrvoll sind, da der, der sie angelegt, es so beabsichtigte und wollte; denn sonst hätte die erste Tiefe schon ihm den Fall gebracht, und nie zu den kleinen hätte er gelangen können; so gehr er nun ruhig und sicher seines Weges fort. — Der Mann, der im Besitz des Neichthums, Vermögens und alles Guten ist, und dem Böses nie begegnet, der gleicht jenem Wanderer auf solchem Wege, der kaum an einer kleinen Grube Anstoß gefunden. Ein solcher Mann har genau seinen Gang einzuhalren, sorgfältig seine Schritte abznmeffen stets; immer wandelt er ohne Muth, da er nicht weiß, ob wirkiich vor ihm geschloffen sind die Gruben alle, denn noch ist er an solche tiefen nicht gelangt, und wann wird er an solche gelangen und zu Grunde gehen? Daher heißt es: Keinem ist es besser, als dem, der Gutes nie genossen, und keinem schlechter, als dem, der Böses nie erlebt. Fünfter Abschnitt gend, um in späterer Zeit widerstehen;u können- Oft kommen Prüfungen schon in der Jugend und bei sriscker LebenSblüthe, um dich adzuharren in des Alters Tagen gegen Naturnvthwendigkeir, wenn die Lebenskraft entwichen und du zu erschlafft, zu kraftlos bist, und nicht befähigt, zu ertragen rines rauschenden Blattes Säuseln, wenn du nicht in früher Zeit gei lernt, mächtigen Sturm zu ertragen — Wenn der Schlange Biß dem Menschen nicht geschadet, das Leben ihm gerettet wurde, so stören ihn nicht der Fliegen Stiche, hinzuwandeln um auf der Weisheit Frnchrgefilden lebensvolle Dlürhen sich zu sammeln, wenn der Kindheit Scharten und eitle Jugendzeit schon längst dahingeschwunden. Aber wie kannst du es unternehmen, auf den sturmbewegten Occan der Zeit dich zu wagen, um werrhvolle Schätze aus seinen Tiefen hervorzuholen, wenn du nickt gewöhnt dich hast, des Meeres Gefahren zu ertragen? Wenn du in deiner Jugend dich gewöhnt, Leiden zu erdulden, so wird dein Alter gleich deiner Zugend sein. Uber den gegenwärtigen Zustand jüdischer ReligionSschrUen. (Beschluß.) Um unser vorgestelltes Ziel nicht zu verschon, wenden wir »ns daher wieder zur Schule.— Was wir an tausend andern Menschen nicht bemerken und waS uns an ihnen nicht auffällr, ist am Schullehrer auffallend; dazu kommt besonders noch, baß er es nicht so sehr mit Erwachsenen, als mitKindern zu kann har. Das ist eben der Grund, warum man iu g-ößern Bezirken und Gemeinden ZsraelS so sehr Darauf bedacht war und ist, Seminarien zu errichten, um darin junge Leute zum Schulamte vorzubereilen. Mehre dergleichen Anstalten in Deutschland stehen schon seit langer Zeit im Ruse der Vorzüglichkeit, z. D. die jüdischen Seminare zu Berlin und Cassel. Mit Nächstem wird auch in Hannover eine solche Anstalt ins Leben treten; dabei wäre nun im voraus zu wünschen, daß wie bei ähnlichen Anstalten in der Chrisiinheit. Niemand ausgenommen würde, der nicht mindestens das siebzehnte Lebensjahr zurückgelegt; ferner: nur Landeskinder, und endlich: daß die angehenden Seminaristen, wenn sie in die Anstalt ausgenommen werden, in ihren Kenntnissen weiter fortgeschritten wären. Es sollte und müßte Zeder, der ausgenommen werden will, seinen Borrath von guten Schulkennrnissen schon mitbringen und diese dann nur dort ordnen und