Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 48 (1.12.1846)
- Date
- 1846-12-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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nen Rabbitten zu wählen, der durch ihr Vertrauen berufen, von hoher Landes - Regierung in seinem Amte bestätigt, geeignet und vermögend sei, die jüdische Seelsorge Mecklenburg's in ihrem der Bittsteller Sinne zu vollführen. Bei dem gesunden, sowol humanen, wie acht religiösen Sinne unserer hohen Landes - Regierung zweifeln wir nicht, daß ihr Schritt durch den besten Erfolg gekrönt sein wird. Mähren. Piesling. Aus den Spalten Ihres, die heiligsten Interessen Israels mit Geist und Herz vertretenden Blattes, habe ich, w. H. R., mit innigster Rührung und wärmster Theilnahme, die jammervolle, höchst bemitleidswertbe Lage unsrer frommen Brüder im heiligen Lande er ehen. und mich dadurch aufgefordert gefühlt, auch meinerseits Etwas — wenn auch nur einen kleinen Balfamtropfen — zur Linderung der großen Leiden dieser Frommen beantragen. Zu diesem Ende veranstaltete ich durch öffentliche Ansprache an meine Gemeinde» die gottlob dem Väterglauben treu, auch die alte Zierde Israels, sie heißt Wohlrhärigkeit, bewährt, eine Sammlung milder Gaben für unjere nothleidenden Brüder im heiligen Lande, wobei trotz der der Gemeinde nur schwach zu Gebote stehenden und in Anspruch genommenen Kräfte 47 fl 20 Xr. Münz gesammelt wurden. Sie wollen nun, w. H. R., die Güte haben, diese Summe v. 47 fl 20 L'r. Münz mit dem, zufolge der in der Beilage zu No. 32 Ihres geschätzten Blattes ausgedrückten Wunsches, beigefügWn Verzeichnisse der Herren Geber zur weiteren Üebermachung an Ort und Stelle in Empfang zu nehmen, und denselben als Ausdruck des Dankes gegen meine Gemeinde, in Ihrem tr. Zions-Wächter zu veröffentlichen. Gott stärke Ihre Hand zur Führung des heil. Kampfes 'i 'L, für welchen in die Schranken zu treten stets bereir ist Ihr hochachtungsvoller M. L. Kohrr, Vo« der rrrahrischen Grenze. Dieser Tage ist endlich' die Entschließung der K. K. hohen Hofkanzlei herübgekangt', welche die LändesraVbinätswahl auf den 36. December a. e. bestimmt. Der Wahlakt wird auf dieselbe Weise, wie er bereits im Hofdecrete vom «. Juli 1830 vorgeschrieberr, vor sich gehen. Der neue Landrabbiner wird nämlich von 6 Wahlmännern, bestehend aus 6 Rabbinern welche, je Einer aus einem der 6 mährischen Kreise, von' den Bevollmächtigten sämmtlicher KLeisgemeinden am 25. November unter Aufsicht des einschlägigen Kreisamtes ernannt werden, nach Stimmenmehrheit gewählt. Es unterliegt wenigem Zweifel, daß Herr Landrabbiner Hirsch in Emden zu diesem^ hochwichtigen Posten, religiöser Leiter von mehr als 30,000 Seelen zu sein, berufen werden wird, welche Wahl gewiß im Voraus gut geheißen werden darf, indem Herr Hirsch ganz der Mann ist, der den frommen Sinn welche Gott sei Dank, in der überwiegenden Mehrzahl der mährischen Gemeinden vorherrscht, festzuhaltcn wissen wird. Wie aber immerhin diese Wahl ausfallen möge, wird das mährische Lanvrabbinat keinen Mann an die Spitze bekommen, der, wie leider so viele Duodez - Landrabbinerchen Deutschlands, sobald er aus seinem Posten befestigt ist, L-x'?, freilich nur im äußeren Erscheinen; denn im Innern, ja im Innern da ist er — consequent. Amerika. New-Bork. Harre, w- H. R., der. Eorr., der Ihnen in ^Lo. 2 0. d. Bl., zuerst die Erwählung L.'s hieselbst berichtete, zwar gleich die Bemerkung hinzugefugt, .wie es selw zweifelhaft, ob dessey Pelehrung eine ernste, oder vielmehr einzig und allein durch die Verhältnisse, resp. sein Interesse, geboten sei; Härte jener Eorr. aus Amsterdam in No. 31. d. Bl. auf das Kräftigste gegen Lobeserhebungen, jenem gezollt, auf das Entschiedenste Protest eingelegt, so bleibt mir heute nichts übrig, als verlockten Fetzen erborgter Scheinheiligkeit herabzureißen, das Bild in seiner wahren, nackten Gestalt zu zeigen. So lange man natürlich damit umging, die drei der unbedeutendsten hiesigen deutschen Gemcrn-