Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 42 (20.10.1846)
- Date
- 1846-10-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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er sich huldvoll mit uns unterhielt, daß keiner geachteter wäre bcimfNcgcntcn, als Du.« cin — «daß der Vater oft gar zu starr sei. und daß man sich dem hohen Herrn mehr fügen müsse, um sich seine Gunst zu bewerbenso viele thun, die höher sieben, denn ich. Ich werde meine Seele nicht verkaufen für Rang und Würden, — und wozu braucht' ich cs? Ich habe eine Würde und Ihr habt sie, die von keiner andern übcrtroffcn wird — ich bin Jude! Mö- Bald trat er wieder ein. --Höchst seltsam, ein Maskirter verlangt von mir. daß ich mich mit ihm in die rue Viviemie begebe, um dort an eurer wichtigen Berathung Theil zu nehmen, dabei hat er mir zugcschworen, daß mir nicht das geringste Unangenehme dort bcvorstehe. «Es wird schon dunkel, lieber Mann, thu' cs lieber nicht! «Die Straßen sind unsicher, Vater, und man kann keinem Fremden trauen, ich will Dich begleiten.« «Es geht nicht, Benjamn, ich soll allein folgen.- «So rath ich Dir durchaus ab, es ist gewiß eine Falle.« Esquiroz stand einen Augenblick unschlüssig. «Ich habe nie Mcnschenfurcht gekannt, ich will sie in meinem Alter nicht kennen lernen. Zch gehe mit. Benjamin, mciuen Mantel und Hut! Der Herr wird mich schützen, wie er es immer gethau. , W ich ^Unglücklichen helfen-« - , , Widerspruch kannte Esquiroz nicht in seiner Familie- Wenn gleich ungern, willfahrte man seinem Befehle. Nach einigen Minuten sah die bekümmerte Familie vom Fenster ans lich waren sie ganz entschwunden, und'die Nacht brach rabenschwarz über die Riesenstadt herein. (Fortsetzung folgt.) - - ZM'ANgAZMchrichtxN. Mecklenburg-Schwerin. Dieser Tage ist Holdheim nun wirklich bei der hiesigen Landes - Negierung um seine Entlassung aus dem Staatsdienste eingckommen. Es ist keinem Zweifel unterworfen, daß solche ihn unter Bezeugung der vollkommensten Zufriedenheit mit seinem bisherigen Wirken unvcrsanmr werden wird. Segnungen begleiten sein Scheiden. Aus dem Grofther^gthum Posen. wenige jüngere Rabbinen und sogenannte. Theologen unserer Provinz sich alle erdenkliche Mühe geben, durch Wort und Schrift für die projectirte Frankei'sche Versammlung zu werben, ist gänzlich mißrathen, resp. verunglückt. Trotz pomphafter Einladungsschreiben, trotz glanzender Veredtsamkeir, die von einer gewissen Seite her zur Erreichung dieses Zweckes bis zum Uebcrdrusse verwandt wird, herrscht hier noch Scharfsinn und Einsicht genug, um Wahrheit von Trug, um Schein von Wirklichkeit zu unterscheiden. Niemand will hier daran glauben, so gerne man es auch glauben machen möchte, daß cs sich dort um eine Vereinigung der jüdischen Orthodoxie handle, daß der Zweck allgemeine Administrativ - Maaßregeln sei; so klug man es auch angefangen har. wir haben uns nicht tauschen u. fangen lassen. Als nun endlich gar die geachtersien Rabbinen unserer Provinz, vereint mit einigen benachbarten aus Schlesien und Preußen, unter ihnen auch einige namhafte Männer auä der Reihe der 116 zu-