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Der treue Zionswächter · 1846-10-13 · 41 (13.10.1846) · page 7

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
41 (13.10.1846)
Date
1846-10-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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M S17 HZ» Herrscht nicht die geringste Sympathie im Volke. Wozu also Versuche unternehmen, deren Ausführung ohnedies ans, Reich: der . Chimäre grenzt, und fürdie zumal, kein dankbares Publikum vorhanden» Für die. die: einmal wirklich ihr Varerland verlassen, und deren Anzahl ist bekanntlich keine geringe, für diele auf eine entsprechende Weise zu sorgen, ihnen stakt Almosen Gelegenheit zur Arbeit geben, festes Unterkommen, ehrlichen Erwerb suchen, das scheint uns für den Augenblick ganz besonders der Punkt zu sein, auf den jüdische Philanthropen ihre ganze Aufmerksamkeit richten müssen. BreSlau. Dieser Tage ist die förmliche Wahl und Anstellung deS Herrn Nabbinen Tiktin als Rabbiners der Allgläubigen Hieselbst vor sich gegangen. In, wiefern dadurch seine allgemeine Stellung zum hiesigen Rabbinare angcdeuret ist, läßt sich für den Augenblick schwerlich bestimmen und wird noch zumanchen Jncidcnz-Punkten Veranlassungen geben. Nur so viel ist durch diese nach voraüt^iger Genehmigung hohen Ministeriums erfolgte Wahl ausgesprochen/ daß es Geiger ferner nicht mehr zustehe, sich denen, die ihn nicht als Juden» geschweige als Rabbiner ansehen. können / als solchen aufzubringen, daß es den Altgläubigen frei siehe, ihren Gottesdienst so zu handhaben, wie nach ihrem Gewissen er gehandhabt werden müsse, daß religiöse Entscheidungen amtliche Obliegenheiten, sie ihrem eigenen Rabbinen anverrrauen dürfen, ohne in ihrem Gewissen beengt, ohne denuncirr zu werde»/ kurz, ohne ungesetzlich zu handeln. Wie wichtig diese Entscheidung an und für sich selbst ist, zu welchen ferneren Cvnseqnenzen sie Veranlassung giebr. von welcher hohen Wichtigkeit besonders der Entschluß der höchsten Staats- Behörde ist, keinen Gewissenszwang fernerhin zu Gunsten der Neologie dulden zu »vollen wird jeder leicht bemessen können , der die preußischen jüdischen Zustande im Allgemeinen zu beurtheilen im Stande ist. Danzig. Je mehr leider, sich der Gedanke zu verbreiten scheint, daß der Gottesdienst der heiligem Sprache, in welcher bisher dem Allgürigen unser Dank dargebracht wurde, unser Gebet aufstieg, entbehren kann, desto mehr muß »vol jeder jüdische Lehrer und Schulvorstand darauf bedacht sein, in den israelitischen Schulen dem hebräischen Unterricht mehr und mehr von seinen alten Rechten einzuräumen, denn wahrlich, nur der Unkenntnis des Hebräischen, die sich seit einer Relhs von Jahren unter unserer Heranwachsenden Jugend elnschlich, ist es zuzuschreiben, daß di» Neuem im Gotteshause deutsche Gebete eiogesührk wissen «ollen: Jndeß auch den - andern WnlerMtSKstzeliständeN, die die jetzige Bildungsstufe von uns fordert^ darf kein Abbruch geschehen, und die Unterrichtszeit den Israel.- Schulen so kurz zugemesten. Wie ist dem nun einigermaßen zu. begegnen? Doch wol »nr, indem man die Methode des Unterrichts z« vereinfache« sucht; —und aus disfe Weise in kürzerer Zeit zum Iielr gelanget. In diesem Sinne machen wir auf ein von dem hiesigen Lehrer vek israekik. Gemeinde, Herrn Joel N arhan so eben erschienenes Vocaoularium zu den Psalmen und Morgeugebete» des aufn»erkfam, weichesohne auf sprachlichen oder tericalischen Werch Anspruch zu machen, von einem Elememavtehrer der isvaek. Ekemenrurschüte geschrieben ist, und in dieser gewiß vortheithafk verwandt werden kann. Wir wünschen dem Werkchen «m Interesse des Verfassers und feiner gottgefälligen Absicht die größtmöglichste Ver- Atknna. Von vielen Seiten dam aafgeforbert, hat sich zur Unterstützung der hungerleidenden Glaubensbrüder in Palästina eine Commirre hieseibstgebildet und ist folgende- Circular zu diesem Dehufe erlassen: „Die vielseitig bestätigte Nachricht der fürchterlichen, nun schon zweijährigen Hungersnoth, von der die Bewohner des heiligen Landes, heimgesucht sind, har die Herzen aller Menschenfreunde mächtig ergriffen, und die kleinsten Gemeinden wetteifern mir den größer». daS Ihrige zur Linderung des Unglücks beizutragen. Wen» in unserer Gemeinde, eine der größer» Deutschlandsfür diese Sache noch Nichtgeschehe» ist, so glauben wir nicht zu irren, wenn wir der Meinung find, daß es bisher dem vieldewährle» Wohkthaeigkeitefinne ihrer Mitglieder nur an Gelegenheit gemangelr, feine Opfer auf dem Altäre der Menschenliebe nieberzutegen. Die Unterzeichneten sind daher, »nie Bewilligung des löbliche» Borstan-eS unserer Gemeinde als Cömmitte zusammengerreten, Spenden für die nvrhlridenden Brüder entgegenzunehmen, und

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