Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 40 (6.10.1846)
- Date
- 1846-10-06
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2625941-2626092-2626133--0638-2628186- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
IMMKsVÄlchEMM. ,. Metklenburg-Schwerin. Schwerin, 20 Seprbr. Bekanntlich haben wir Altgläubigen unsere eigene Synagoge füx uns,, in der natürlich der Gottesdienst mic Ruhe und Anstand, aber ganz so abgehalten wird, wie es seit undenklichen Zeir. Len in Israel Sitte und Gesetz war. Aber auch der Belehrung und Ermahnung entbehren wir nicht, und wenn vielleicht nicht in gleich hochtönenden Worten, so ist deren Inhalt nicht minder geist- und gefühlreich , qls der unseres Landes- Predigers. So hielt auch am gestrigen dem letzten vor n-t unser gleich geistreicher wie frommer Herr Esaias Zaffe einen Vorrrag über "ldw der einen so allgemeinen Anklang fand, daß die inständigsten Bitten aller Zuhörer sich dahin vereinigen, der geehrte Redner möge sich veranlaßt finden, selbigen Vortrag durch den Druck der Oeffenrlichkeir zu übergeben. Ein ernstes kräftiges Wort in diesem Sinne wird nickt allzuoft gehört, dessen Verbreitung rhur somit um'so mehr Noch, Im Namen vieler Zuhörer. England London. Am ersten Tage ."i"' hat unser hochw. Oberrabbiner zum ersten Male eine engl. Predigt in der großen Synagoge gehalten. Selbige hat ihrem Inhalte, wie stets, ihrer äußern Form und Diktion nach, da-sie so zu sagen, die erste Predigt war, die vonder ganzen Versammlung verstanden wurde, den größten Eindruck gemacht, und soll, wie wir hören, der verehrte - Redner aufgesorderr werden, selbige dem Drucke^ zu übergeben. Von einigen unwesentlichen neuen Einrichtungen, von denen die Rede war, haben wir nichts wahrgenommen;. der Gottesdienst wurde ganz in früherer Weise abgehalten. , Da kU andetn Blättern hämisch darauf hingewiesen, die Voiee ok ssseob, Organ des vr. Adler und der orthodoxen Partei müsse eingehen, so berichtigen wir gerne, daß die Zahl der Verehrer und Unterstützer dieses Blattes so groß war, daß es nach wie vor erscheinen wird, und nur der bisherige Eigenthümer, Mr. Franklin aus allen Beziehungen zu demselben ausgetreten ist. Haik-rlrg. Für alle, die ast Vsrr Verhältnissen des hektigest Lanbes nahöreS Int^esse stehMn- Mrd eS zu wissen . angenehch seist 'steh eine Ächpagnie gebilbet har zur 'HeMndaiig einer Postenyerbinhung ngch. Jerusalem ünh best tlbkigest heil. Städten. Sendungen vM Europa aus iü^ssen unrer der Addreffe der Coiupagnie sraneirt nach Eonstanklnopet gesartdt werdet», üttret Angabe des Ortes der Weiterbeförbörustg, welche alSdästfi regelmäßig «yd in verhältnismäßig kurzer Mt bewerkstelligt «lrd. MLseeUeü. Folgenden charakteristischen Z»rg Ibtahtm Pascha'S verfehlen wir nicht, Nach V. o. <1. unfern Lesern mirzurhctlen'. Der Oberrabbiner in Cairo war gestorben. Anis Fürchr, es möchten Fanatiker die feierliche Beerdigung in irgend etwas stören, wandte man sich an den Gouverneur der Stadt, um eine angemessene Bedeckung zu schaltest. Da dessen Antwort ausweichend ausfiel, so begab man sich direct zu Ibrahim Pascha. „Mein Schutz gebührt allen Religionen gleich, ich würde ohnedies mich sehr unglücklich fühlen^ Nicht einige nein 3000 Soldaten sollen Euch zu Gebote stehen«', war seine schöne Antwort. „Ihr sollt wahrlich bet so feierlicher Gelegenheit in Nichts gestört werden, seid ganz ohne Furcht.«« Das- Leichenbegängniß fand statt, und eine militärische Ehrenwache von 10V Mann geleitete den Sarg bis ans Grab^ Der polnische Chassidismus. (Nach einem Auszuge.) Siehst Du jene Menschenmassen, die bet den .Thoren der Stadt stehen» unter den Bergen und bei den. Pappeln. — Zelte sind aufgeschlagen — lange Bretter sind ausgestellt, von. Pfählen und Stöcken getragen , bedeckt mit Fleisch nnd Getränken. 7der Decher geht von Hand zn Hand — und wo er den Mund berühbk, da dringt ekrt Läüt hervvr, erne Drohung, ein Schwur, ein Fluch, er streßt verkehrt Um, kreist, tanzt, immer voll, klingt Md bltstkr MM Tausenden. Es lebe der Kelch der Trunkenheit u deö Trostes.