Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 32 (11.8.1846)
- Date
- 1846-08-11
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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276 HGD würden, wahrlich, man wükde uns verspotten und sagen: ^Sorgt in dieser Zeit der Theurung erst für die Armen eurer Stadt und.eures Landes — allein öffnet Eure Augen und lernt es einsehenwie falsch diese Meinung, wie nichtig diese Ansicht ist, denn wer, der für die Armen in,Palästina eine Gabe spendet, giebt nicht soviel und noch mehr den Armen seiner Stadt und seines Landes? Jedoch darf ihn dies nicht abhalten, auch für die noth. das Seinige beizutragen, denn Jeder muß eingesiehen, daß die Noth der Dürftigen im heil. Lande weit größer ist, als die derer im Auslande, denn im Auslande werden dieselben von den mir ihnen in einer Stadt wohnenden Neichen und non dem Mittelstände unterstützt, aber in den heiligen Städten, wo keine Reichen anzutreffen sind, der Mittelstand für seinen eigenen Unterhalt genug zu sorgen hat, wer soll sich da der Armen, besonders bei dem jetzigen außerordentlichen Falle, annehmen? ja, ist doch der Mittelstand jetzt als arm zu betrachten, da er seinen Bedarf an Lebensmittel aus weiter Ferne hcrbeischaffen muß, was mit großen Unkosten verknüpft ist. Wer daher, Brüder, wird nicht von diesem Elende gerührt werden? wer wird denen seine Hand verschließen, die, abgesehen von ihrem hohen Verdienste, daß sie den heiligen Boden bewohnen, und entfernt von allen Genüssen Und Vergnügen dieser Welt, sich ausschließlich mit dem Gesetze und dem Gottesdienste beschäftigen, schon darum Unterstützung verdienen, weil sie arm uitd dürftig wie sie sind, sogar an Kleidung Mangel leiden müssen, und ihren nach Brod schreienden Kindern nicht einen Bissen reichen können, da es ihnen selbst mangelt; daher sind die Augen dieser Armen auf Euch, Brüder, gerichtet, denen es. Gottlob, nicht an den Mitteln gebricht ihnen zu helfen. Dies kann auch den wohlthätigen Nebenzweck haben, wenn Ihr durch Beiträge, das von den dortigen Rabbinen und Vorstehern gemachte Anleihen abtragen helfet, damit die sich anhäufcnde Schuld vermindert werde, und sie nicht jährlich drückende Zinsen zu bezahlen haben. Darum, Männer in Israel, rufen wir Euch zu: Erbarmet Euch Eurer frommen, leidenden Brüder, benutzet diesen günstigen Zeitpunkt dieselben durch besondere Beiträge zu unterstützen, und bedenkt, daß wir un er Wohlergehen besonders ihrem Verdienste und ihrer FrömmLgkett verdanken. Ein Jeder, dessen wohltätiges Her; ihn dazu anrcgt, zu diesem guten Zwecke beizntragen, der übergebe alsbald das dazu bestimmte Geld dem '"81 '825 in seiner Stadt der dasselbe so schnell als möglich an uns befördern wird, damit wir's ungesäumt nach dem heil. Lande senden können. Gottes Segen wird ihnen dafür zu Theil werden, und sie werden das Verdienst erlangen, noch lange Werke der Mildtätigkeit in Israel ausznübcn. — An Euck, verehrte Brüder, '"81 2'825, richten wir noch die zn*beherzigende Bitte: Begebet Euch diesmal selbst zu den Wohlthätigen Eurer Brüder, um diese Gaben einzusammeln, lasset Euch aber nicht von der Furcht, Euer Unternehmen möchte nicht die erwarteten Früchte tragen, davon abschrecken, denn wir können Euch versichern daß wir mit den cingcgangen Beiträgen, an den wenigen Orten wo wir die Sammlung begonnen, völlig zu rieden sind; möge Gott ihnen dies gedenken! — Auch wäre es uns sehr lieb, wenn Ihr uns mit den Gaben auch ein Verzeichniß der Namen der Geber überschicken würdet, damit wir für jeden Einzelnen den Segen des Himmels erflehen und sic in unsereGebete mit einschließen können.— Uns liegt es ob dem Schöpfer des All's zu danken» daß er uns und unsere Brüder, die Bewohner dieser Länder, im verflossenen Winter von einer schmählichen Hungersnot!) errettet, und uns mit Lebensmittel versorgt hat; zu ihm wollen wir flehen, daß er die Früchte dieses Jahres segne, daß er ihr Wachsthum befördere, damit der Dürftige und Hungrige sich wieder zu sättigen vermöge, und die so tief Gebeugten wieder aufleben. Durch das Verdienst der Mildthätigkeit wird Juda geholfen werden und Israel wird sicher wohnen.— ItD-K'l 0'.' 281172N28 p°,1 .1? ' - "VV 1121>' ,1^,11 1'p '221' 2*21.1 LNIjAl '1>' '^>21281 'l'j-2 -8"p' 281ip2L'28 lk'2 21128 1^112 2H 1"288^2 ^Nl'.l '22 'pl . 2D.i".i7v2>;i.i^ -2°2 s^'12;118 1'.12 11-21;2 2.1128 ''^>8 'pl ' V'21 2-!-'2'1 1>- 811.1' 1"2 1'u2.1 8*8^2 '?1?1.12V 1L'2 21128 1"1112 211 s2 1'82 2P>" -2"2 1".1/^1 Druck von Gebrüder Bonn.