Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 32 (11.8.1846)
- Date
- 1846-08-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2625941-2626092-2626125--0556-2628096- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Der O r gan ' zur . ' . . . , Wahrung der Interelsen des orthodoxen Indenthums. Mil Köniql. Dänischem Privitegio. Verantwortlicher Nedaeteur. vr. Enoch, 2. Jahrgang. Altona, den II August 184«. 32. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal. Dienstags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist 5K Ct. (2 Thlr. pr., 3Fl. 30Xr.) Man abonnirt der allen lobt. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zeitungs-Expeditionen. Inhalt. Pädagogische Aphorismen von U. * * Pflichten rer Gegenwart von D> L. Straffer. Skizzen einer Ncdc d. Hrn- Rabbiners C. Lixschöö (Beschluß.) Zeitungsnachrichten aus: Breslau, Breslau. Prcsburg, Nom. -» ->-»o S c>- Pädagogische Aphorismen (in Briefen) mitgetheilt von U. * * * Dritter Brief. Lieber Freund! Zwar habe ich Dir im vorigen Brief schon von der Jugenderziehung unserer Zeit Specielles berichten wollen, bin aber in eine Digresston verfallen, in Folge der Erwähnung des Unterschiedes der treuen Anhänglichkeit des Israeliten am überlieferten besetze, an den religiösen Institutionen im Alrerrhum, im Mittelalter, bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts, und der jetzigen F/ivolirär, der Lieblosigkeit und verderblichen NeueruiigssiMt Gern würde ich mir diese wehmükhigen Errinnerungen erspart haben, wenn nicht gerade eine der Hauptursachen gezeigt werden sollte, die vernachlässigte Erziehung, wodurch unsere Zustände so krankhaft, so zerrüttet werden, und waS der Seeleuarzr zu chun habe, welche Heilmittel er anwenden solle, um die leidende Menschheit auszurichten, sie zum Göttlichen zurückzubringen durch gewissenhafte Leitung der Jugend. Die Erziehung soll den Menschen in den Stand setzen, ein in allen seinen Verhältnissen, Anlagen und Bedürfnissen entsprechendes, würdiges Leben zu führen, der Unterricht soll ihm eine Unterweisung geben, genügend für eine umfassende Anschauung der Lebensverhälrntsse, befördern die Ausbildung des Geistes- und Gemüchskräfte. Die Erziehung beginnt in dem häuslichen Kreise, wird fortgesetzt in der Schule; aus diesen beiden Sphären der Educarion tritt der Zögling in's öffentliche Leben, in die Welk, wo er verwirklichen muß seine Ideen zum Nutzen und Frommen der Zeitgenossen, wo er seine Kenntnisse, Wissenschaften, Fertigkeiten, die er bisher erlernt und gesammelt, anwenden muß zur Beglückung der Menschheit, des Staates» der Familie, wozu wir den Jmpui-, die Anleitung gegeben haben.