Mannheim
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Der treue Zionswächter · 1846-06-16 · 24 (16.6.1846) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
24 (16.6.1846)
Date
1846-06-16
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Per Organ AAUK zur Wahrung -er Interessen -es ortho-oren Iudenthums. Mir König!, Dänischem Privilegio. Verantwortlicher Redacteur. vr. Vnoch, . Director und Oberlehrer zu Altona. 2. Jahrgang. Altona, den 16. Juni 1846. 24. Von diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal. Dienstags, ein Bogen. Das Abonnement aus ein ^ahr ist 5 K Ck. (2Tblr.pr.,3Fl. 3NXr.) Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zcitungs-Erpeditionen. Inhalt. Anzeiger. - - Ueber die Beharrlichkeit im Glauben. Dom Klausrabbiner Ettlinger in Mannheim. So wie jedes dem Genüsse weltlicher Ruhe, zeitlicher Glückseligkeit gewidmete Gebäude, wenn anders es nicht durch jeden Windstoß vom Einstürze bedroht sein soll, ein Fundament haben, auf feste Grundpfeiler gestützt sein muß, und je mehr es von äusserer schädlicher Einwirkung gefährdet iss, je schwerer sein innerer Gehalt lasten, je ausgedehnter sein Umfang werden soll, um so behutsamer bei seiner Begründung zu Werke gegangen, um so tiefer dessen Grundstein gelegt werden muß, um so mehr Festigkeit die es stützenden Pfeiler haben müssen; so war auch unser allweiser Schöpfer bei der Aufführung des, die ewige Ruhe, die ewige Glückseligkeit seiner geliebten Menschenkinder bezweckenden Religionsgebäudes, wohl wissend, welchen Sturmen es im Laufe der Zeiten auögesetzt sein wie schwer es auf so manchen seiner Träger lasten, welche Ausdehnung dasselbe erhalten werde, solches ans festem Grunde zu stellen, mit unerschütterlichen Pfeilern zu stützen bedacht. Den heiligen Gesetzbüchern mußten daher große Ideen zur Einleitung dienen, wichtige Belehrungen, gehaltvolle Glaubenssätze zu Grunde gelegt werden. Wir mußten zn erst eingeweiht sein in den erhabenen Handlungen, dem wohlthätigen Wirken, dem beharrlichen unverdrossenen Gehorsam unserer Erzväter, um alsdann in unser, auf solche Weise vorbereitetes und bearbeitetes Gemüth, den Satzungen der Religion um so mehr Eingang zu verschaffen, auf daß sie in unserem Innern um so tiefer Wurzel schlagen, und zu den erfolgreichsten Früchten reifen konnten. Wenn daher unsere heilige Thora mit der Schöpfungsgeschichte beginnt, wenn sie uns dann etwas von der Geschichte unseres Ursprunges, unserer Erzväter wissen läßt, so hat dieses keineswegs den Zweck, uns mit Naturwissenschaft und der Ge-

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