Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 18 (5.5.1846)
- Date
- 1846-05-05
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Lehrer Phil Katechismus benutzten, waS ihnen strenge untersagt ward. Dies nörhiat den Nabb., ein Religionsbuch für alle Schulen zu bestimmen. Bis jetzt waren die verbreitetsten das von Dar, Pleßner und -verback. Auch ist jetzt Büdingers Religionsbuch in vielen Schulen eingeführr. Aus Sarern. Die Berarhungen unserer Landstände über die Inden-Frage sind ganz so ausgefallen, wie wir es erwarteten, und wie wir uns derselben in jeder Beziehung nur zu erfreuen haben. Von einer allgemeinen Emanzipation mit allen ihren materiellen und moralischen Konsequenzen konnte allerdings nicht die Rede sein, auch wurde diese von der größten Anzahl der Petenren kaum gewünscht. Aber Aushebung brückender Ausnahme-Gesetze, Hinwegräumunq so mancher, zumal den Eriverb und die Ansäßigkeirsmackung bedrückenden Alle übercinstimmren. Und Gs. D in diesem Sinne har sich auch die Karümer mir überwiegender Majorität ausgesprochen, und das Eingehen der Negierung ans d«e Wünscke derselbe» läßt sich kaum bezweifeln. Darin liegt aber auch zugleich und vorzüglich eine ehrende Anerkennung deS unter den hiesigen Juden herrschenden religiösen und sittlichen Geistes. In überwiegendster, größter Majorität dem streng orthodoxen Judenthume angehöria, har die baieriscke Kammer von 1846 es ausgesprochen, wie treues Festhalten am positiven Judenthume ihr kein HinderniP, vielmehr eine Bürgschaft gelte zur Förderung und zum Genüsse eines Löhern Grades politischer Selbstständigkeit und Freiheit. Hamburg. Mir tiefer Indignation hat man hier die in den bekannten Wochenschriften jüngst enthaltenen Anzapfungen und Verunglimpfungen unsere Gemeinde-Vorstandes ausgenommen. Wie man auch sonst über gedachtes Kollegium urrheilen mag, darüber herrscht nur eine Stimme, daß sein Humanitäre- und Wohlrhärigkeitssinn in Deutschland wohl schwerlich noch einmal angerroffen werden möchte. Addressen erlassen, Kommikteen bilden. damit ist man gleich bei der Hand.; nur Schade, daß es bei dem Worte sein Bewenden har, daß, sobald die erste Aufregung vorüber, man alles gehen läßt, wie es nun einmal geht. Wahrenddeß fährt unser Vorstand mit der Unterstützung der Fremden, vorzüglich der Polen, mit unermüderer Rastlosigkeit fort, bewilligt Allen und Jeden die erwünscht« freie Ueberfahrk nach England (und die Zahl Derer, die diese Munificenz in Anspruch nehmen, har sich gerade in der letzten Zeit so sehr gehäuft, daß die bisherigen großartigsten Mittel nicht mehr ausreichren, und vom Neuen zu diesem Behufs ein ansehnlicher Zuschuß bewilligt werden mußte, so daß dieser neue, so zu sagen Nebenzweig der Verwaltung jetzt ein Kapital absorbirr, womit manche deutsche Gemeinde ihren Gesammr- SratUS realistren könnte), giebt Denen, die zu Lande reisen, das bei dem Uebertritt über die Grenze aufzuzeigende Wandergeld, nickt zu erwähnen der Verpflegung, die Allen während ihres hiesigen Aufenthaltes wird. Und nun rede man noch von Engherzigkeit und Gefühllosigkeit des Vorstandes. Daß bei einem einzelnen Falle, wo es sich zumal um ein Subjekt handelte, das zu Parteizwecken sich hatte mißbrauchen Ausnahme stacrfinden mußte, kann wohl kaum befremden, nur Parteisuchc indeß kann dafür den Vorstand verantwortlich macken, oder daraus eine Anklage gegen denselben begründen wollen. Hamburg, d. 30- April. Dem Verdienste seine Krone. Heute feierte unser l'"1 und Klaue-Rabbiner H Salomon Dreyfuß sein Lajähriges Dienst-Jubiläum. Wenn eine musterhafte Pflichterfüllung und Berufsrreue, wenn eine wahre, strenge Religiöstrar und Humanitär, wenn bei gediegenem Wissen eine liebenswürdige Bescheidenheit und ein anspruchsloses, aber nichlS desto weniger segensreiches Wirken geeignet sind, überall, wo sie gefunden werden, Achtung zu fordern. >a zu erzwingen, so halte der Ehrwürdige, dem die Feier galt, durch diese und viele andere Tugenden noch sich in den weitesten Kreisen allgemeine Verehrung und Liebe zu erwerben gewußt. Deshalb hatten sich unaufgefordert eine Anzahl höchst achtbarer Gemeinde- Mitglieder vereint, dem Jubilar an seinem Ehrentage ihre volle Anerkennung zu beweisen. Eine schön auegestattele GlückwunschS - Addresse, begleitet von sinn-