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Der treue Zionswächter · 1846-04-07 · 14 (7.4.1846) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
14 (7.4.1846)
Date
1846-04-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Wer Organ zur Wahrung -er Interessen -es ortho-oren Iu-enthums. Mit König!, Dänischem Privilegio. Verantwortlicher Redakteur, vr. Gnoch, Director und Oberlehrer zu Altona. - - 2 Jahrgang. Altona, den r. April L84«. l4. Von diesem-Blatte, erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, ein Bogen. Das Abonnement auf ein Jahr ist LH Ct. (2 Thlr.pr.,3Fl. 30Xr.) Man abonnirt der allen löbl. Postämtern, soliden Buchhandlungen und Zcikungs-Erpcditionen. Inhalt. Israels Zeitrechnung nach Mondesumlauf. Dom Oberrabbiner Ettlinger in Altona. Rede bei Eröffnung des kurhesstschen Landrabbinats, gesprochen von Herrn Provinzial-Rabbiner Felsenstein aus Hanau. Der Eid mors juSaico vom Standpunkte der Orthodoxie aus betrachtet. Von I. Pollak, Rabb. zu Trebitsch. Ueber ernstes Bibel-Studium. Von I. Löwenstein. Auszüge aus einer Kritik über: »Maißim un Schnokes-. (Aus Ungarn.) (Fortsetzung.) Zeitungsnachrichten aus: Cassel, Hannover, Berlin, Berlin, Königsberg. - - Israels Zeitrechnung mach Mondesnmlanf. Vom Oberrabbiner Ettliuger^ in Altona. Nichts übt größern Einfluß auf alles Bestehende, als die Zeit. Nach ihr bemessen wir alle unsere Beschäftigungen; sie regelt unsere Thätigkeit und unsere Ruhe, unsere Anstrengungen und unsere Genüsse. Sie 'mißt Stunden, Tage und Jahre uns zu; sie begränzt unsers Daseins Anfang und Ende. Und nicht nur das Irdische und Vergängliche, sondern auch das Geistige, Ewige wird durch die Zeit insofern beherrscht, daß vielfältig wir religiöse Verpflichtungen nach ihr zu bemessen haben. Sie bestimmt die Abschnitte des Gebets; sie bestimmt den Beginn und Schluß der Ruhe- und Festfeier, und noch viele andere Abschnitte des religiösen Lebens sind durch sie geregelt. Diese Wichtigkeit der Zeitmessung auch für das Neligionsleben deutete uns der Allgütige schon beim Beginn der Schöpfung damit an, daß er seinen Himmelslichtern, Sonne, Mond und Sternen, als ersten Zweck zeichnete, die Zeiten nach ihnen bemessen zu können, und dann erst als zweite Bestimmung ihnen gab, die Erde mit ihrem Lichte zu bestrahlen. Da nämlich, wo er dieselben in's Dasein rief , heißt es (1. B. M. 1—14): »Gott sprach: Es werden Lichter in der Ausdehnung des Himmels, zu unterscheiden zwischen Tag und Nacht, damit sie seien zu Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre. Und seien auch Lichter in der Ausdehnung des Himmels, zu leuchten auf der Erde, und es geschah also." Der Herr, der selbst über die Zeit erhaben, vor dessen ewiges Sein alle Weltalter wie Sekunden verfliegen, dessen unendliches Licht Sonne und Mond verdunkelt, er wollte, daß selbst auf das Edelste seiner Geschöpfe, auf sein heiliges Gesetz, welches einst die Welt überdauert, doch innerhalb der Erdedauer die Zeitveränderung iu so weit Ein-

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