Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 11 (17.3.1846)
- Date
- 1846-03-17
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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96 Hoffen wir. daß Sir Moses, der ausgezeichnete Empfehlungen von den ersten Staatsmännern Englands mir sich führt, in seiner ehrenwerrhen Unternehmung glücklich sein, daß es ihm gelingen möge, das Herz des allgewaltigen Herrschers zu erweichen, Trost und Linderung zu bringen den in Noch und Drangsal jeglicher Art Schmachtenden Der Redaction d. Bl. sind von verschiedenen Gegenden Berichte zugegangen, wie von Seiten der orthodoxen Rabbinen überall Synagogen- Gebete angeordnet werden, um vor Allem göttlichen Beistand herab zu erflehen für die Leiden unserer unglücklichen Brüder. Auch für den frommen Sir MoseS und sein gottgefälliges Unternehmen vereinten sich die herzlichsten Wünsche, Segnungen und Bitten. An der hiesigen Synagoge gedachte am verflossenen Sabbat Herr Oberrabbiner Ettlinger in wahrhaft ergreifenden Worten unter Zugrundlegung des r?>8 -ILO 'Ol '52 der dortigen Zustände, und innige, heiße Gebete für die Leidenden, wie für den Edlen, der im wahrhaft frommen Sinne sich dieser ächc jüdischen Mission unterzogen, steigen unaufhörlich zum Thron des Allvaters empor. Amerika. Neu-Zork. (Auszüge aus einem Privatschreiben.) Wie Sie wissen, befinden sich in hiesiger Stadt neun verschiedene „Schulen," die eben so viele Gemeinden repräsentiren. Vor einigen Monden kam nun der Ahnen wohlbekannte vr. Lilienthai von dorr an, und da er sehr viele Zeugnisse so wie Empfehlungen mitbrachre, auch sich als Märtyrer seiner Anhänglichkeit an unfern Väterglauben ausgab, fanden drei Schulen sich veranlaßt, ihn zu ihren Rabbinen zu erwählen. Auch wir sind aufgeforderr, dieser Wahl beizurreren, allein wir wollen unS nicht übereilen, und zuvörderst Erkundigungen einziehen. Deshalb ersuchen wir Sie, Ähren geehrten Herrn Oberrabbinen zu bitten, uns persönlich oder mittelbar über genannten Or. L., vorzüglich über seinen dort bewiesenen Lebenswandel, über seine talmudischen Kenntnisse berichten zu wollen, da wir natürlich nur dann erst uns entschließen können unsere Seelsorge demselben zu übergeben. — Wie wir vernehmen, sollen eingezoqene Erkundigungen das Resultat ergeben haben, daß Or. L einer orthodoxen Gemeinde mit Fug und Recht nicht als Rabbiner empfohlen werden könne Die Redaction. Vermischtes. Unaufhaltsam folgen sich die Bestellungen auf r^°2 von Amerika aus. Kaum war von dem hiesigen ISO im vorigen Jahre ein "OO dort angelangt, als alsbald ein anderes bestellt wurde, das in kurzer Zeit ebenfalls versandt werden wird. In Smyrna erscheint eine neue jüdische Zeitschrift, deren erste No. jetzt in England angelanqt ist. Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, daß ihre religiöse Tendenz entschieden die streng orthodoxe ist. In New-Orleans hat sich eine neue Gemeinde, mit portugiesischem Ritusgebildet. Jeder kann Mitglied dieser Gemeinde werden, diejenigen ausgenommen, die eine Ehe eingegangen welche den jüdischen Gesetzen widerstreitet. Die Gemeinde zu Baltimore, größtentheils aus ausgewanderten Bayern bestehend, hat eine prächtige Synagoge gebaut, in der der vaterländische Gottesdienst durchaus beibehalten. Briefwechsel. H. Nabb. —n in —n. Wie sie sehen, sind wir hinsichtlich des Erstem Ihrem Wunsche augenblicklich nachgekommen; wegen des Zweiten indcß müßten Sie uns prinzipielle Aenderungen erlauben, da sonst sehr leicht Mißverständnisse zu befürchten. — H. Hm F. Das Znscrat.befindet sich bereits in No. 6 d. B. und danken wir dafür. — H. S. F. in Sz. Wenn wir auch diesmal aus besondern Ursachen Anstand nehmen, so ist uns fernerhin S. in P. auch ohne jene zwei Punkte stets willkommen. — Herr Landrabbincr! Da der Betheiligte selbst gesprochen, so lassen wir das Zweite einstweilen weg. Die Bemerkung entschuldigen Eie; sie war nöthig. Die zwei Herren conveniren uns, der dritte nicht.