Mannheim
Compact Memory

Der treue Zionswächter · 1846-03-17 · 11 (17.3.1846) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
11 (17.3.1846)
Date
1846-03-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2625941-2626092-2626104--0362-2627881
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

92 die Kämpfe um sie machen sie uns ja thcuer; die Erinnerungen, die sich cm sie knüpfen, machen sie uns ja unveräußerlich. Aber dennoch dürfen wir uns nicht der Sorglosigkeit hingcben; dennoch dürfen wir nicht müßige Zuschauer sein, wenn rings um uns her die Stürme brausen, wenn in unserer Umgebung der Boden aufgewühlt wird, wenn in unserer Nähe Klüfte entstehen, welche die Vorboten gräßlichen Unheils sind. Auf Eurer Hut, Freunde.' auf Eurer Hut! damit Ihr Euch retten könnet, so lange noch Rettung möglich ist. Kommet! ich führe Euch auf den Höhepunkt des Felsens Iisraels, Die unvergleichliche Scherkraft des Vaters aller Seher, die eindringlichen Ermahnungen Moschch's vor seinem Scheiden seien auch uns die Feuersäule, die uns voranlcuchte auf den dunkeln Steppen der gegenwärtigen Wanderung durch die Wüste. Wiederholen wir uns die so eben vernommenen Worte aus dem 5. B. M. 10, 12. 13. Sie lauten wie folgt: „Und nun, Iisracl! was fordert der Ewige „Tein Gott von Dir? Nur zu fürchten den „Ewigen Deinen Gott, um zu wandeln auf allen „Seinen Wegen, um Ihn zu lieben, und um „dem Ewigen Deinen Gott zu dienen mit Deinem . „ganzen Herzen und mit Deiner ganzen Seele, r „um zu beobachten die Gebote des Ewigen und „Seine Gesetze, welche ich Dir heute gebiete, zu „Deinem Wohl." A Nichts fordert der Ewige unser Gott von uns; nichts hat er bei allen Vorschriften Seiner heiligen Tora beabsichtigt, als unser eigenes Wohl. „Sündigen wir, was wirken wir auf Ihn; häufen sich unsere Missethaten, was schaden wir Ihm; sind wir gerecht, was geben wir Ihm; was nimmt Er H von unserer Hand?" Nur uns selbst können wir ) schaden oder nützen; nur uns selbst Fluch oder Segen bringen. Ist es uns nun um unsere eigene - Wohlfahrt zu thun, so müssen wir auch den Stu- - ) fengang kennen lernen, auf welchem wir zu unserm < - Heile gelangen. Und diesen zeichnet uns unser großer Lehrer vor, indem er uns die Gottes-? furcht als eine Mutterpflicht angiebt, welche alle s > andern Pflichten erzeugt. „In der Gottesfurcht <- V liegt eine mächtige Zuversicht, eine Zuversicht für Kinder. Die Gottesfurcht ist eine Quelle des Lebens, um den Schlingen des Todes zu entgehen." (Spr. Sal. 11, 26 27.) Darum schließt auch Koheleth sein Buch mit den Worten: „Fürchte Gott und beobachte seine Gebote; denn das ist das Alles für den Menschen. Darum, Kinder! kommet, höret mich an, ich will Euch über Gottesfurcht belehren." Wie Ihr wahre Gottesfurcht von falscher unterscheiden könnet und sollet; wie Ihr diesen Anker der Religion handhaben sollet, um nicht umhergetrieben zu werden auf den Wogen der Neuerungssucht: das soll in der gegenwärtigen Stunde der Andacht Eure Aufmerksamkeit beschäftigen. Den Segen dazu erbitten wir von dem, „dessen Name gefürchtet wird unter allen Völkern." Gepriesen sei Er von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wollen wir nun, andächtige Zuhörer, über Gottesfurcht reden, so drängen sich uns die Fragen auf: Was ist Gottesfurcht? Wie giebt sie sich zu erkennen? Wie gelangen wir zur Gottesfurcht? und Wie wird sie erhalten und befördert? (Fortsetzung folgt.) Rechtfertigung des Herrn Rabb. I. Pollack zu Trebitsch. Diese Woche kam mir No. 3 Ihres geschätzten Blattes zu Gesichte, woraus ich ersah, daß ein ehrcnwerther Herr Korr, aus Mitrelfranken es rügt, daß ich in meinem Aufsätze: „Die Frauenbader" s-.rrv schlechtweg 40 Maaß übersetzt habe, ohne zugleich anzuzeigen, welches spezielle Maaß darunter zu verstehen sei, da doch das süddeutsche, besonders baierische, so klein ist, daß kaum deren 300 ein ausmachen. Zu meiner diesfälligeG Rechtfertigung kann ich weiter nichts Vorbringen, als daß ich weit davon entfernt war, darunter ein bestimmtes, jetzt in unfern Badern gebräuchliches nasses Maaß zu verstehen; und dies konnte ich als Mähre um so weniger, da eine talmudische die nach Rambam »N Ab 1. § 13. 6 2P enthält, nach der Berechnung des O"N '"N2 606 am Ende 26 mährische »

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.