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Der treue Zionswächter · 1846-03-17 · 11 (17.3.1846) · page 1

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Journal
Der treue Zionswächter
Volume
2 (1846)
Issue
11 (17.3.1846)
Date
1846-03-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
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2. Jahrgang. Der II ASibäSS. Vrgan zur Wahrung -er Interessen Or. En och. Unter Verantwortlichkeit der Herold'sche Buchhandlung des ortho-oren Iudcnthums Bon diesem Blatte erscheint wöchentlich einmal. Dienstags, ein Bogen. DaS Abonnement ans ein Jahr ist 5 zc Ct. (2 Thlr. pr., 3Fl. 3VXr.) Man abonnirt bet allen löbl. Postämtern, solir-e.» Hamburg, den 17. V ärz 18W. Lntzstt. Das Schisma. Bon Dr. I. (Beschluß.) zu Gailingen. Rechtfertigung des Herrn Radb. I. Pollack zu Trebitsch. Recension von Herrn Landrabbiner I^r. Auerbach. Das Schisma. Von Dr. I. (Beschluß.) Freilich, das Glaubensbekenntniß der 77, der 116 und jetztG.s.D.der 300 orthodorenRabbinen ist leicht aufgestellt, es sind die mit allen ihren nothwendigen Consequenzen, und werden auch Millionen von Juden diesen Grundsätzen anhängen, mit ihnen leben, mit ihnen sterben. Aber gesetztenfalls, wir würden mit fester, eiserner Consequenz daraus beharren, daß Alles, was nicht ganz und gar mit uns, gänzlich gegen uns sei: werden (natürlich wieder vom absolut praktischen Standpunkte aus) die Tausende und abermals Tausende, die in der Mitte stehen, damit zufrieden sein, auf einmal in die ungeheure Kluft zwischen Orthodorie und Reform-Verein herabgeschleudert zu werden? Dürfen wir von streng religiösen Grundsätzen aus den -»-N2 und pL'io mit dem ja ft.'Lst den ->2'O mit dem verwechseln, einer gleichen Behandlung unterziehen? Ist auf Mauchen das 2-^2?O"> ."Mii nicht als heilige Pflicht anzuwenden? Und falls wir trotzdem über alles dieses hinwegsehen, werden, wie erwähnt, die Betheiligten selbst schweigen? Werden sie nicht vielmehr, protestirend gegen alle und jede Gemeinschaft mit dem R.-V., für sich eine gleiche Berechtigung, als wir für uns, fordern, werden ebenfalls ihr Glaubensbekenntniß ablegen, ebenfalls um selbstständige Anerkennung vom Staate nachsuchen, ebenfalls Gottesdienst für sich einrichten Liturgie abfassen, Rabbiner anstelle» — und wo sollte dies zuletzt enden? Ich mag es nicht denken, mag es noch weniger aussprechen, das würde unbedingt zur gänzlichen Auflösung hinführen. Nein, mein werther Herr-Verfasser, Ihre Gefühle sind edel und ehrenwerth, aber Ihre Vorschläge können vor der Praris nicht bestehen. Wollen wir sie deshalb ganz verwerfen? Mit Nichten! Dafür sind tle zu wahr, als daß sie ganz spurlos an uns vorübergehen; dafür sind sie zu wichtig, als daß wir nach der Aussage eines Zeugen den Stab über sie brechen sollten. Lassen Sie uns versuchen, ob hier keine Vermittelung, keine Uebereinkunft möglich? Auch wir sind der Meinung, daß der Einfluß, den Männer, die unserm Judenthume in keiner Beziehung mehr angehören, auf unsere Gemeinde-Angelegenbeiten, auf Rabbiner, Synagoge und Schule ansüben, ein höchst unglückseliger und verderblicher sei; auch wir glauben, daß Concessionen unsererseits nie und nimmer gegeben werden können und dürfen; auch wir glauben endlich, daß eine Trennung so

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