Der treue Zionswächter
- Journal
- Der treue Zionswächter
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- 10 (10.3.1846)
- Date
- 1846-03-10
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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87 selben es sind, die uns die unwandelbarste Humanitär und Toleranz unserer christlichen Brüder verschaffen? Denn wenn je ein Rabbiner im orthodoxen Sinne gelebt und gelehrt har, war es unser in Gott ruhender Rabbiner Schiller, und doch hat sich, wie wir gestehen, die reine Liebe und Achtung unserer christlichen Brüder besonders des frommen christlichen Seelsorgers, so glanzend gegen ihn bewährt. Er, dieser hochw. Herr Dechant, ist eS auch, der unserm seligen Schiller — ^>22 Pl7ri' — im Leben rächend und helfend zur Seite gestanden, und vorzüglich dazu beitrug, daß ihm ein Unterstützungsbetrag von 100 Fl C -M. aus dem k. k. Landescassafond bewilligt wurde. .... S. Aus dem Rheingau Dieser Tage ist von hier aus ein Circular nach allen Gegenden des Rhein- und der Niederlande hin vertheilt worden, ausgehend v^n in hoher Achtung stehenden, gelehrten, gvtresfürchtigen Männern und gerichtet -.122' 7X^2-" 2I2'2 1L?X L'X ^72 ^7X-- Dasselbe ist gegen das frivole.Treiben der bekannten Propaganda zur Untergrabung unserer heiligen Religions-Gesetze im Allgemeinen gerichtet, und sucht vorzüglich dahin zu wirken, Haß das Lesen der öffentlichen Organe der Glaubenszerstörer, deren mehr oder minder destruktive Tendenz hinlänglich bekannt, aus dem Kreise jüdischer Familien nach und nach ganz verbannt werde. Daß andererseits die größtmöglichste Verbreitung dieser unserer Blätter anempfohlen, und deren Tendenz alle Anerkennung gezollt wird, braucht wohl kaum erwähnt zu werden. — Zn mehreren Haupt-Gemeinden der Rhein-Provinz sind nach dem Beispiele Würzburgs Talmud-Vereine gebildet worden, und es werden für den Sommer Institutionen .1512X.1 s>li7 mit großen Opfern vorbereitet, wovon ich seiner Zeit ausführliche Mittheilung machen werde Palästina. Auszug auS einem Original-Privatfchrei-en aus Jerusalem. 1^22 '2 j7'L>2 V"» 21' 2'^L'II' j?".1p Dank dem Herrn, der uns durch seine große Gnade bis hieher geholfen, daß wir jetzt, länger als ein Zahr, uns hier in der heiligen Stadt dcm Studium und dem Gottesdienste hingebcn nnd neben der '2-xoi 7212 an geweiheter Stätte beten können; beten.auf dem Grabe unserer Mutter ^>ni, welches ungefähr zwei Stunden von hier entfernt, auf dem Grabe X'2^,1 7X12L?, der mit seinem Vater und seiner Mutter in einer Höhle zu ivi begraben ist, vier Stunden von hier entfernt, auf dem Grabe der Propheten '2x7.2 und '121 »'^1, welche neben der Stadt hier auf dem Degräbnißplatze begraben liegen; deren auf dem Grabe der 70 j'll.i:?, auf dem dej1PL2? j?'i3.i nebst seinem Sohne, des Y12L? X2^2 und vieler andern Frommen und Gelehrten, die hier in der Stadt und in der Umgegend begraben sind. Zu verschiedenen Malen im Jahre vereinigen wir uns inr Gebete auf den Gräbern dieser Frommen in zahlreicher Versammlung, und wie wir jetzt Alles in der Zerstörung sehn, so möchten wir eS einst im früher» Glanze erblicken. — Dank dem Herrn, die Gemeinden der heiligen Stadt sind zahlreich; die der Portugiesen zählt an 2000 Familienvater, die der Aschkenasim an 300. Die Gebäude bestehen größrenrheils aus festen steinernen Häusern nebst Höfen, auch findet man noch sehr viele Gebäude von den Zeiten deS zweiten Tempels her, doch sind sie im Besitze der Nicht-Zuden» Die Sradt ist außerdem eine Festung, mir hohen Mauern und Thoren, noch immer die schönste unM allen Städten des Landes; auf der Stelle des Tempels ist bekanntlich eine Moschee gebaut Die Aschkenasim sind gänzlich frei von Abgaben; auch besitzen wir einen jüdischen Vice-Consul in der Person des allberühmren Rabbinen 'j?8ill2 "PL" ">"22, der unser Interesse im Namen der hohen Pforte und Oesterreichs wahrzunehmen hat Der größte Theil von denen, die hieher gekommen, sind nicht des Handels wegen gekommen, sondern des Studiums, des Gebets halber. Deshalb finden wir auch unser Auskommen nur sehr schwer, und sind dringend auf die Gaben angewiesen, die vom Auslande zu diesem Behufs eingesandt, und die an jeden Einzelnen vertheilt werden. Vorzüglich ist dieses Zahr leider ein Zahr der Theurung und der Hungersnoth, da im verflossenen Zahre wenig Regen, aber' viel Ungeziefer war, wodurch der Preis so gestiegen, daß ein Maaß Walzen,, das wir im vorigen Zahre um 6 gGr. kauften, jetzt 1 Thaler nach dortigem Gelds kostet. »22l2 s'1 '2 21' Für heute nicht- Neues, als daß wir im verflossenen 1'^>22 drei Fasttage 2*.12 abgehalren. Wir